Projektportfolio

Die Internationale Klimaschutzinitiative (IKI) des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) arbeitet gemeinsam mit Partnerländern an der praktischen Umsetzung von Klima- und Biodiversitätsschutz. Seit ihrer Gründung konnten mehr als 500 Klima- und Biodiversitätsprojekte auf den Weg gebracht werden. Das Fördervolumen beträgt seit 2008 knapp 2,3 Milliarden Euro. Die Mittel für den internationalen Klima- und Biodiversitätsschutz sind seit Gründung des Programms stetig gewachsen. Während im Jahr 2008 rund 170 Millionen Euro für laufende Projekte zur Verfügung standen waren es 2014 bereits 318 Millionen Euro. Insgesamt hat die Bundesregierung in den letzten Jahren die Zusagen für die Klimafinanzierung laufend erhöht.

Die Vorhaben werden von unterschiedlichen Projektdurchführern umgesetzt: den beiden großen Durchführungsorganisation des Bundes, der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH und der KfW Entwicklungsbank, sowie von multilateralen Organisationen, Banken, Nichtregierungsorganisationen, Forschungsinstituten, Stiftungen und private Unternehmen.

Die IKI konzentriert sich in ihrer Arbeit auf vier Förderbereiche:

Ein wesentlicher Schwerpunkt ist die Unterstützung der Partnerländer bei der Umsetzung ihrer Verpflichtungen im Rahmen der UN-Klimarahmenkonvention (United Nations Framework Convention on Climate Change, UNFCCC) und des Übereinkommens über die biologische Vielfalt (Convention on Biodiversity, CBD). Dabei suchen die Projekte nach innovativen Antworten auf die Herausforderungen und entwickeln neue politische, ökonomische und regulative Ansätze sowie technologische Optionen und Kooperationsmodelle. Die Lösungsansätze sollen über das Einzelprojekt hinaus Wirkung zeigen und übertragbar sein.

Aufteilung Projektportfolio nach Themen

Rund 50 Prozent der IKI-Förderung (1088 Millionen Euro) fließt in Projekte zur Minderung von Treibhausgasemissionen. Sie konzentrieren sich auf Energieeffizienz und erneuerbare Energien sowie das Design und die Umsetzung von Niedrigemissionsstrategien (LEDS) und national angemessenen Klimaschutzmaßnahmen (NAMAs).

Anpassungsprojekte machen derzeit 22 Prozent des Gesamtfördervolumens der IKI aus (481 Millionen Euro). Sie befassen sich vor allem mit ökosystembasierter Anpassung sowie innovativen Versicherungsinstrumenten und unterstützen Partnerländer bei der Entwicklung und Umsetzung nationaler Anpassungsstrategien.

15 Prozent des Fördervolumens der IKI (338 Millionen Euro) entfallen auf Projekte im Bereich REDD+ und andere Kohlenstoffsenken wie zum Beispiel Moore oder boreale Wälder.

Der Erhalt der biologischen Vielfalt ist in zahlreichen IKI-Projekten ein positiver Nebeneffekt (Co-benefit). Seit 2011 gibt es einen eigenen Förderbereich "Biologische Vielfalt", der mittlerweile zehn Prozent der Förderung durch die IKI ausmacht (218 Millionen Euro). Die Projekte konzentrieren sich auf die Umsetzung des Strategischen Plans 2011-2020 des Übereinkommens über die Biologische Vielfalt (CBD) und dessen Aichi-Zielen.

Drei  Prozent (72 Millionen Euro) des IKI-Fördervolumens entfallen auf Verwaltungskosten.

Zudem leistet das BMUB Beiträge zum Anpassungsfonds und zum Green Climate Fund.

Aufteilung Projektportfolio nach Regionen

Die Projekte der IKI verteilen sich auf viele Partnerländer. Neben bilateralen und regionalen Projekten fördert die Initiative Projekte mit globalem Fokus, auf diese entfallen Gesamtfördermittel in Höhe von 1009 Millionen Euro. Die genaue regionale Verteilung zeigt die Grafik.

Die IKI in der internationalen Klima- und Biodiversitätspolitik

Die IKI soll nicht nur konkrete Reform- und Transformationsprozesse in den Partnerländern anstoßen, sondern auch durch gezielte Kooperationen mit Partnerländern wichtige Impulse für die Verhandlungen über die Klimarahmenkonvention (UNFCCC) und die Konvention über den die biologische Vielfalt (CBD) geben. So zeigen Projekte der IKI auf, wie die Beschlüsse der Klima- oder Biodiversitätsverhandlungen in die Praxis umgesetzt werden können und verbinden dadurch "Handeln" mit "Verhandeln". Ein Teil der Projekte bereitet die Partner auf die in den Verhandlungen relevanten Themen unmittelbar vor. Sie stärken die Partnerländer gezielt durch Verhandlungstraining, Vernetzungsmaßnahmen und wissenschaftliche Analysen als Grundlage für die Entscheidungsfindung sowie durch Beiträge zur Erarbeitung nationaler oder regionaler Positionen.

Die IKI selbst gibt ein Beispiel dafür, wie Klima- und Biodiversitätsschutz finanziert werden kann.