Geflüchtete pflanzen neue Bäume für den Libanon

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Pro Kopf beherbergt kein anderes Land mehr Flüchtlinge als der Libanon - sie machen inzwischen rund ein Fünftel der Gesamtbevölkerung aus. Laut UN-Flüchtlingshilfswerk leben geschätzt rund 90 Prozent der insgesamt gut 1,5 Millionen Flüchtlinge aus Syrien unterhalb der Armutsgrenze. Das führt zu sozialen Spannungen.

Gleichzeitig leidet der Libanon unter häufigen Waldbränden, unkontrollierter Abholzung und Bodenerosion. 85 Prozent der verbleibenden Wälder des Landes gelten als stark geschädigt.

Unter dem Motto "Trees for Lebanon" geht nun ein Projekt den Kampf gegen die Entwaldung und die soziale und wirtschaftliche Integration der Flüchtlinge gleichzeitig an: Gemeinsam mit Einheimischen helfen geflüchtete Frauen bei der Restaurierung zerstörter Waldflächen und sichern damit auch noch ihr Einkommen. Die Nichtregierungsorganisation Salam LADC stellt den Frauen im Austausch für die Herstellung von Saatgutbällen Geld zur Verfügung. Auf diese Weise bietet das Projekt verarmten Familien eine zusätzliche Einkommensquelle und bietet eine Gelegenheit zum Dialog zwischen verschiedenen Nationalitäten.

Hauptaktionsfeld ist die fruchtbare Hochebene des Bekaa-Tals - früher berühmt für ihre üppigen Zedernwälder. Heute aber ist von den ursprünglichen Wäldern kaum noch etwas übrig. Hier bringen die Frauen Saatbomben mit Zedernsamen aus, die sie zuvor selbst hergestellt haben. Auch Nutzpflanzen wie Feldthymian und Zistrosenkraut, die die Frauen später nutzen können. Doch schon jetzt trägt Projekt Früchte - auch jenseits der Pflanzen.

Ein Film von Florian Nusch und Fatma Racha Shehadeh

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Infos zum Film

Sprache
Deutsch

Dauer
6,01 Min

Veröffentlichungsdatum
2022

Land
Libanon

Globale Ideen

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In der Dokumentationsreihe "Global Ideas" informiert die Deutsche Welle Menschen in der ganzen Welt über vorbildliche Projekte zur praktischen Umsetzung von Biodiversitäts- und Klimaschutz. Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Nukleare Sicherheit finanziert das Medienprojekt innerhalb der IKI