Weltklimakonferenz 2022 (COP27) in Ägypten

197 Nationen, Vertreterinnen und Vertreter der Zivilgesellschaft und weitere Institutionen diskutierten und verhandelten beim Weltklimagipfel, der vom 6. bis 18. November 2022 im ägyptischen Sharm-el-Sheikh stattfand, über den aktuellen Stand des Pariser Klimaschutzabkommens und der Klimarahmenkonvention. Es war die 27. UN-Klimakonferenz der Vertragsparteien (Conference of the Parties, COP27). 

Die Internationale Klimaschutzinitiative (IKI) war auch im Jahr 2022 wieder mit vielfältigen Themen und Formaten auf der Konferenz präsent. 

Gesicht mit blauer Weltkarte bemalt

Der Klimawandel ist längst Realität. Seine ökologischen und sozialen Folgen zeigen sich in allen Regionen der Welt: Extremwetterereignisse wie Hitze oder Überflutungen treten häufiger auf, soziale Ungerechtigkeiten werden größer. Besonders stark betroffen sind unter anderem Länder des globalen Südens, die gleichzeitig wenig zu den Treibhausgas-Emissionen und dem dadurch verursachten Klimawandel beigetragen haben.

Pandemie und Krieg gegen die Ukraine verschärfen den Klimawandel

Die wirtschaftlichen und energiepolitischen Auswirkungen der COVID-19-Pandemie und des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine verschärfen die negativen Folgen des Klimawandels. In der Folge vergrößern sie Armut und Hunger in der Welt. Insbesondere der Krieg Russlands bestimmt derzeit die globale politische Debatte – und beeinflusste auch die Agenda der Weltklimakonferenz in Ägypten. Ziel der COP27 war es daher zu erreichen, dass die Weltgemeinschaft innerhalb des multilateralen Systems zusammenarbeitet und am 1,5-Grad-Celsius-Ziel festhält. Dafür muss sie sofortige Emissionsreduktionen in allen Sektoren und eine Beschleunigung der globalen Energiewende noch in dieser Dekade voranbringen. 

Gleichzeitig müssen Deutschland, die Europäische Union und weitere Industriestaaten ihrer Verantwortung nachkommen und das Erreichen der Ziele des Pariser Klimaabkommens von 2015 in Entwicklungs- und Schwellenländern stärker unterstützen. Dazu gehören neben der Minderung von Emissionen und dem 1,5-Grad-Celsius-Ziel auch die Anpassung an den Klimawandel und die Bewältigung von Verlusten und Schäden („loss and damage“) sowie die Finanzierung der Umsetzung dieser Ziele.

Auf der Agenda der COP27 standen daher die folgenden zentralen Themen: 

  • Minderung von Treibhausgasemissionen und Verabschiedung eines ambitionierten Arbeitsprogramms, das die Halbierung der globalen Emissionen bis 2030 ermöglicht. 
  • Anpassung an die Folgen des Klimawandels, vor allem auch Fortschritte bei den Verhandlungen zum globalen Anpassungsziel sowie Unterstützung für Anpassung und Resilienzaufbau. 
  • Schäden und Verluste – Fortschritte bei der Unterstützung für die Bewältigung von Schäden und Verluste, darunter auch die Operationalisierung des Santiago Netzwerkes und die Finanzierung von Schäden und Verlusten, die in Entwicklungsländern durch den Klimawandel verursacht werden. 
  • Klimafinanzierung: Für die internationale Klimafinanzierung (Artikel 2.1c des Pariser Klimaschutzabkommens) gilt es vor allem, die Erreichung des 100-Milliarden-Dollar-Ziels voranzubringen, das für den Zeitraum 2020 bis 2025 festgelegt worden war. Zudem soll auf der COP27 für die Zeit nach 2025 ein neues Ziel für die Klimafinanzierung diskutiert werden. 
     

Abschluss COP27

Hier finden Sie die gemeinsame Pressemitteilung des AA, des BMWK, des BMZ und des BMUV zum Abschluss der COP27. 

Zur Pressemitteilung


Deutscher Pavillon

Ambition in Solidarity ist in diessem Jahr das Leitthema des Deutschen Pavillons auf der COP27. 

German Climate Pavilion

Die Internationale Klimaschutzinitiative auf der COP27

Die Internationale Klimaschutzinitiative (IKI) ist ein wichtiges Instrument der Bundesregierung zur internationalen Finanzierung von Klimaschutz und Schutz der Biodiversität:

IKI-Projekte unterstützen in Entwicklungs- und Schwellenländern z.B. Lösungsansätze, um die national festgelegten Klimaschutzbeiträge (Nationally Determined Contributions, NDCs), die im Pariser Abkommen festgelegt sind, umzusetzen und ambitioniert weiterzuentwickeln. Entsprechend wird das Förderprogramm auch auf der COP 27 präsent sein. 

Die IKI war während der Konferenz in Ägypten im Austausch mit Vertreterinnen und Vertretern ihrer Partnerländer, organisierte einen Netzwerkabend für ihre internationalen Durchführungsorganisationen und präsentierte bei einem High-Level-Event aktuelle Entwicklungen des Förderprogramms.

Zudem haben zahlreiche IKI-Projekte Side Events angeboten oder an Veranstaltungen teilgenommen und ihre Arbeit vorgestellt.

Wie in den vergangenen Jahren, bot auch die diesjährige Weltklimakonferenz den Projekten eine gute Gelegenheit, untereinander ins Gespräch zu kommen und sich zu vernetzen – vor Ort in Sharm-el-Sheikh oder in zahlreichen virtuellen Formaten.

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IKI-Side-Events

Der Kalender bietet einen Überblick über Veranstaltungen von und mit IKI-Projekten rund um die COP27. Es besteht kein Anspruch auf Vollständigkeit oder Richtigkeit der Informationen. 

Bei Fragen kontaktieren Sie bitte das IKI-Kommunikationsteam: 

Alle Zeiten in Osteuropäischer Normalzeit (Ortszeit Ägypten, MEZ +1)

 

COP27 News

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Sprecher*innen auf dem Podium

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IKI-Förderung

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