Türkisch-Deutsche Kooperation für integrierte Klima- und Biodiversitätsmaßnahmen
Die Türkei hat sich verpflichtet, ihre Treibhausgasemissionen zu reduzieren, ihre biologische Vielfalt und ihre Ökosysteme zu schützen. Ziel des Projekts ist, die türkische Regierung dabei zu unterstützen, ihre Ziele im Einklang mit den relevanten rechtlichen und strategischen Rahmenwerken des Landes und der internationalen Gemeinschaft zu erreichen. Zum Beispiel bei dem Nationalen Aktionsplan zum Klimawandel (NCCAP), den nationalen Beiträgen unter dem Pariser Klimaabkommen (NDC), dem Entwurf des Klimagesetzes und dem Nationalen Strategie- und Aktionsplan zur biologischen Vielfalt (NBSAP). Das Projekt verfolgt einen integrierten Ansatz, indem es den zuständigen Ministerien sowie Akteur*innen auf lokaler und regionaler Ebene technische Unterstützung bietet. Darüber hinaus fördert es die Koordination und der Wissensaustausch zwischen staatlichen Akteuren und IKI-Projekten in der Türkei und stärkt die Sichtbarkeit der Internationalen Klimaschutzinitiative (IKI) in der Türkei.
- Länder
- Türkei
- IKI Förderung
- 10.000.000,00 €
- Laufzeit
- 03/2024 bis 03/2029
- Status
- laufend
- Durchführungs -organisation
- Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH
- Politischer Partner
-
- Ministry of Environment, Urbanization and Climate Change (MoEUCC) - Türkiye
- Durchführungspartner
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- Ministry for Agriculture and Forestry (MoAF) - Türkiye
- Online
Stand der Umsetzung/Ergebnisse
- IKI-Schnittstellen-Workshop 2026: Im August 2026 kamen Organisationen, die IKI-Projekte in der Türkei umsetzen, zum zweiten IKI Türkiye Workshop zusammen. Sie tauschten Erfahrungen aus, besprachen Möglichkeiten für eine stärkere Zusammenarbeit und diskutierten die strategischen Prioritäten der Türkei für Klima- und Biodiversitätsschutz im Vorfeld der COP31. Im Rahmen einer gemeinsam mit UNEP organisierten NDC Clinic standen die Investitionsprioritäten für die Umsetzung der türkischen Klimaziele sowie Möglichkeiten zur Mobilisierung von Klimafinanzierung im Mittelpunkt.
- Biodiversitätsaktivitäten: Die Biodiversitätskomponente des Projekts wurde gestartet. Die Acarlar-Auenlandschaft am Schwarzen Meer wurde als Pilotgebiet für Maßnahmen zum Schutz und zur Renaturierung von Ökosystemen ausgewählt.
- Stärkung des Schutzes von Feuchtgebieten: Im Juli 2026 wurde die Anwendung des Ansatzes „Rapid Assessment of Wetland Ecosystem Services“ (RAWES) zur Bewertung von Ökosystemleistungen in der Türkei gestärkt. Bei einer praktischen Schulung in der Acarlar-Auenlandschaft lernten Fachleute, wie der Nutzen von Feuchtgebieten für Mensch und Natur erfasst und bewertet werden kann. Die Bewertung erfasste 36 verschiedene Ökosystemleistungen und schafft damit eine Grundlage für die Planung von Schutz- und Renaturierungsmaßnahmen.
- Aktualisierung der türkischen Klimastrategien: Im Juli 2026 unterstützte das Projekt das türkische Umweltministerium bei der Aktualisierung der türkischen Strategien und Aktionspläne für Klimaschutz und Klimaanpassung für den Zeitraum 2024-2030. In einem breit angelegten Beteiligungsprozess wurden Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft einbezogen. Die Strategien sind wichtige Instrumente für die Umsetzung der türkischen Klimaziele.
- Deutsch-türkischer Klima- und Umweltdialog: Im Juli 2026 fand in Berlin die jährliche Sitzung des deutsch-türkischen Klima- und Umweltschutz-Lenkungsausschusses (KUMLA) statt. Der Austausch zwischen den zuständigen Ministerien beider Länder stärkt die bilaterale Zusammenarbeit bei Klima- und Umweltschutz.
- Klimafinanzierung: Seit August 2025 untersucht das Projekt, wie grüne Finanzströme in der Türkei gestärkt und Einnahmen aus einem zukünftigen Emissionshandelssystem für Klimaschutz und Klimaanpassung genutzt werden können. Die Ergebnisse sollen zur Entwicklung geeigneter Finanzierungsmodelle beitragen.
- Erfahrungsaustausch zur EU-Taxonomie: Im Oktober 2025 tauschten sich Vertreterinnen und Vertreter des türkischen Umweltministeriums in Deutschland mit öffentlichen Institutionen und Unternehmen über die praktische Umsetzung der EU-Taxonomie aus. Im Mittelpunkt standen Erfahrungen mit Transparenz, Berichterstattung und den Anforderungen von Investoren.
- Projektstart: Das Projekt „Türkisch-Deutsche Kooperation für integrierte Klima- und Biodiversitätsmaßnahmen“ startete im Oktober 2024. Seit November 2024 arbeitet es eng mit den zuständigen türkischen Ministerien für Umwelt sowie Land- und Forstwirtschaft zusammen.
Letzte Aktualisierung:
09/2026
Relationen zum Projekt
Legende:
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