Die Internationale Klimaschutzinitiative (IKI)

Stand: Mai 2024

Seit dem Jahr 2008 fördert die Bundesregierung mit der Internationalen Klimaschutzinitiative (IKI) den Schutz des Klimas und der Biodiversität im globalen Süden.

Bäume von unten mit Blick in den Himmel

Die Elektrifizierung des öffentlichen Nahverkehrs in Indonesien, die Wiederherstellung von Mangrovenwäldern in Mexiko, der Austausch von Erdölkraftwerken gegen Erneuerbare Energie in Ägypten oder die sozialverträgliche Renaturierung ehemaliger Bergwerksregionen in Südafrika: Diese Beispiele geben einen kleinen Einblick in die enorme Bandbreite der Herausforderungen, die die Staatengemeinschaft bewältigen muss, um die globalen Klima- und Biodiversitätsziele bis 2050 zu erreichen.

Seit dem Jahr 2008 fördert die Bundesregierung mit der Internationalen Klimaschutzinitiative den Schutz des Klimas und der Biodiversität im globalen Süden. Zwei globale Rahmenabkommen sind dabei der IKI übergeordnet:

Das Übereinkommen von Paris

Mit dem Übereinkommen von Paris⁠ hat die Weltgemeinschaft 2015 vereinbart, dass alle Staaten ihre Treibhausgasemissionen senken. Dabei müssen die reicheren Länder die ärmeren unterstützen. Das Abkommen konkretisiert die Klimarahmenkonvention (UNFCCC) der Vereinten Nationen, die bereits 1992 beschlossen wurde.

Hinter dem Pariser Abkommen steht der Grundgedanke, dass konsequenter Klimaschutz in allen gesellschaftlichen Bereichen das Leben und Überleben der Menschen schützt. Besonders relevante Ansatzpunkte sind dabei die Energieerzeugung und der Energieverbrauch.

Gleichzeitig sollen Maßnahmen zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels helfen, zum Beispiel vor Extremwetterereignissen zu schützen und Überschwemmungen oder Dürren zu vermeiden.

Klimaschutz und Anpassung helfen dabei, Schäden an der Infrastruktur zu vermeiden oder Verluste in der Landwirtschaft zu verhindern. Dies ist letztlich mit weniger Kosten verbunden, als im Nachgang für die Schäden zu bezahlen.

Das Übereinkommen über die biologische Vielfalt

Ein ähnliches Prinzip greift beim Schutz der Biodiversität: Wenn wir komplexe Ökosysteme und die darin vorkommenden Arten schützen, hilft dies dabei, das Weltklima und davon abhängige Wirtschaftsbereiche stabil zu halten.

Das hat direkte Auswirkungen auf die Ernährungssicherheit, die Wasserversorgung und vieles mehr. Mit dem Übereinkommen über die biologische Vielfalt (CBD) haben die Vereinten Nationen 1992 in Rio de Janeiro das erste globale Abkommen zum Schutz der Natur und zur Sicherung der natürlichen Lebensgrundlagen des Menschen beschlossen. Das Übereinkommen wurde zuletzt auf der Weltnaturschutzkonferenz 2022 mit dem Kunming-Montreal-Global Biodiversity Framework bekräftig und konkretisiert.

Die Internationale Klimaschutzinitiative ist in den vergangenen Jahren zu einem zentralen Programm der Klima- und Biodiversitätsförderung weiterentwickelt worden: Mit der IKI leistet Deutschland seit 2008 Beiträge zum Schutz des Klimas und der Biodiversität – und erfüllt seine internationalen Verpflichtungen innerhalb der Staatengemeinschaft.

Unsere Stärke: Schutz des Klimas und der Biodiversität verbinden

Der Klimawandel und der Verlust der biologischen Vielfalt sind zwei weltweite Megakrisen, die eng miteinander verbunden sind. Funktionierende Lösungen müssen daher die Wechselwirkungen und Synergien im Blick haben – genau das spiegelt sich im Ansatz der Internationalen Klimaschutzinitiative wider. Unter einem Dach vereint das Förderprogramm die vier Förderbereiche

Von Beginn der IKI an wurden die Bereiche zusammengedacht, und viele Projekte sind bereichsübergreifend konzipiert worden. So gab und gibt die IKI wichtige Impulse für die Umsetzung einer ehrgeizigen Klima- und Biodiversitätspolitik in ihren Partnerländern.

Dieser integrative Ansatz ist mit der Strategie der Internationalen Klimaschutzinitiative bis 2030 weiter konkretisiert worden. Gleichermaßen bezieht die IKI Allianzen und Prozesse in ihre Förderstrukturen ein, die für die Bundesregierung wichtig sind. Hierzu zählen insbesondere der Klimaclub, die Just Energy Transition Partnerships und die NDC-Partnerschaft.

Unser Fokus ab 2024: priorisierte Handlungsfelder und ausgewählte Partnerländer

Visualisierung der IKI-Handlungsfelder
Übergreifende Schwerpunkte und priorisierte Handlungsfelder in den Förderbereichen der IKI.

Die Bundesregierung will mit der Förderung über die die Internationale Klimaschutzinitiative maximale Wirkungen für den Schutz des Klimas und der Biodiversität erreichen. Dazu konzentriert sie die Förderaktivitäten auf priorisierte Handlungsfelder innerhalb der vier Förderbereiche: 

Ein weiteres zentrales Element ist die enge Zusammenarbeit mit ausgewählten Partnerländern, insbesondere mit den Schwerpunktländern der IKI. Diese Schwerpunktländer stehen für fast 50 Prozent der globalen Treibhausgasemissionen und gehören gleichzeitig zu den 25 globalen Biodiversitäts-Hotspots. Das heißt: Hier sind IKI-Projekte besonders wirksam, weil es ein großes Potenzial zur Minderung von Treibhausgasen, Anpassung an die Auswirkungen des Klimawandels und zum Schutz der Biodiversität gibt.

Die Akteure hinter der IKI

Innerhalb der Bundesregierung verantworten das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz, das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz sowie das Auswärtige Amt die Internationale Klimaschutzinitiative. Alle drei Ministerien bringen ihre jeweiligen Kompetenzen in die Konzeption und strategische Ausrichtung des Förderprogramms ein, die Gesamtkoordination liegt beim Wirtschaftsministerium. Die IKI-Aktivitäten werden eng mit dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung abgestimmt und sind an die Klimaaußenpolitikstrategie der Bundesregierung Deutschlands angebunden.

Für die Umsetzung der derzeit rund 400 laufenden Projekte setzt die IKI auf eine enge Zusammenarbeit mit den Regierungen der Partnerländer und eine vielfältige Durchführerstruktur, das heißt: die Diversität der Organisationen, die unsere Projekte umsetzen, entspricht der Vielfalt der Projektanforderungen.

Die fachliche Begleitung, die Programmverwaltung und die Evaluationen der Projekte werden durch das IKI Office der bundeseigenen Zukunft – Umwelt – Gesellschaft (ZUG) gGmbH unterstützt, die die Projektträgerschaft der IKI übernommen hat.

Kontakt

IKI Office
Zukunft – Umwelt – Gesellschaft (ZUG) gGmbH
Stresemannstraße 69-71

10963 Berlin

iki-office@z-u-g.org

Pressekontakt

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Die IKI-Strategie

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Kernelemente der IKI

Förderphilosophie

Übersicht, in welchen Ländern und Themenbereichen die IKI fördert und wie die Förderung erfolgt.
 

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Partnerländer

Grundsätzlich können in allen Ländern der sogenannten DAC-Liste IKI Fördermittel eingesetzt werden. Besonders eng arbeitet die IKI mit ihren Schwerpunktländern zusammen. 

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Werte & Verantwortung

Illustration: sechs Menschen stehen auf einer Erdkugel und diskutieren; im Hintergrund sind ei Windrad und eine Sonnenblume zu sehen.

Transparenz und Fairness sind Kernelemente der IKI. Ein Überblick über die Instrumente, mit denen sie gewährleistet werden sollen. 

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Globale Initiativen

Afroamerikanische Techniker überprüfen Solarzellen

Deutschland engagiert sich über die IKI in zahlreichen global agierenden Initiativen und Fonds zum Schutz des Klimas und der biologischen Vielfalt.

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Wirkung & Lernen

Vorstellung der verschiedene Instrumente zu Monitoring, Evaluierung und Wissensmanagement in der IKI.

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Internationale Vereinbarungen

Globus und Hydroinstallation auf der COP 26

Die IKI agiert mit ihrer Arbeit im Kontext verschiedener internationaler Vereinbarungen. Die wichtigsten im Überblick.

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