Climate Vulnerable Forum und Vulnerable Twenty Fonds (CVF & V20 Fonds)

Stand: Oktober 2021

Wie man dem Klimawandel mit verschiedenen politischen Mitteln gezielt begegnen kann (Umwelt, Gesellschaft, Wirtschaft etc.), stellt eine große Herausforderung dar. Insbesonders für kleine Inselstaaten (SIDS) und am wenigsten entwickelte Länder (LDC). 48 der am stärksten vom Klimawandel bedrohten Nationen bilden das Climate Vulnerable Forum (CVF) und die Vulnerable Group of Twenty (V20). Sie haben den CVF & V20 Joint Multi Donor Fund gegründet, um die Fähigkeiten der Mitglieder zu stärken, die wichtigsten Prioritäten des Klimaschutzes umzusetzen (Minderung und Anpassung). Durch seine Aktivitäten soll der Fonds zur Umsetzung der UNFCCC, des Pariser Abkommens sowie der UN-Ziele für nachhaltige Entwicklung beitragen; ein besonderer Fokus liegt auf Ziel 13 zum Klimaschutz. Der Fonds will zügig besseren Klimaschutz finanzieren, insbesondere durch effektiv umgesetzte und weiter gestärkte Nationale Klimaschutzbeiträge (NDC), die Vorteile für die lokale Bevölkerung schaffen.

Stand der Umsetzung/Ergebnisse

  • Der CVF & V20 Joint Multi-Donor Fund wurde im Dezember 2020 durch die Einzahlungen Deutschlands (Internationale Klimaschutzinitiative (IKI) des Bundesumweltministeriums (BMU)) sowie von Bangladesch und den Marshall Islands ins Leben gerufen. Der Fonds wird verwaltet von dem United Nations Office for Project Services (UNOPS). Das Technische Sekretariat des Fonds wird vom Global Center on Adaptation (GCA) organisiert und umgesetzt.
  • Das erste Treffen des Steuerungsgremiums des Fonds, des so genannten Fund Board, fand am 17.12.2020 virtuell statt. Mitglieder im Fund Board sind die drei Mitglieder der so genannten Troika des CVF (Bangladesch mit dem Troika Vorsitz, Marshall Island und Äthiopien) sowie bis zu drei Geber. Diese sind neben dem BMU seit ihrem Beitritt im Dezember 2020 die beiden Stiftungen Quadrature Climate Foundation aus England und Sequoia Sequoia Climate Fund aus den USA.
  • Am 29.01.2021 fand das zweite Treffen des Fund Board statt, auf dem unter anderem der Arbeitsplan für 2021 verabschiedet wurde. Dieser sieht unter anderem folgende Aktivitäten vor:
    • Entwicklung von so genannten Climate Prosperity Plans in ausgewählten Ländern wie Bangladesch; diese Pläne beinhalten nicht nur Ziele zur Emissionsreduzierung und Anpassung an den Klimawandel, sondern komplementieren diese durch wirtschaftliche und soziale Ziele
    • Erstellen von Energiewende-Szenarios in ausgewählten CVF-Mitgliedsstaaten (in Zusammenarbeit mit der Internationalen Agentur für Erneuerbare Energie (IRENA))
    • Erstellung der dritten Ausgabe des Climate Vulnerability Monitors bis zur Vertragsstaatenkonferenz der UN-Klimarahmenkonvention (UNFCCC), der COP 26 in Glasgow im November 2020
    • Unterstützung des Accelerated Finance Mechanism (AFC) (in Zusammenarbeit mit multilateralen Entwicklungsbanken) und der Sustainable Insurance Facility (SIF) (in Zusammenarbeit mit der Munich Climate Insurance Initiative (MCII) sowie in Unterstützung der InsuResilience Global Partnership).

Weiterführende Links

Projektdaten

Länder:
weltweit

Durchführungs­organisation:
United Nations Office for Project Services (UNOPS)

Politische Partner:
  • Diverse climate change relevant institutions in the respective partner countries/Diverse klimarelevante Institutionen in den entsprechenden Partnerländern

Durchführungspartner:
  • Global Center on Adaptation (GCA)

BMU-Förderung:
3.000.000,00 €

Laufzeit:
12/2020  bis  12/2023




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