LEAP - Locally Empowered Areal Protection im West Indischen Ozean - Internationale Klimaschutzinitiative (IKI)

LEAP - Locally Empowered Areal Protection im West Indischen Ozean

Stand: July 2020

Ziel und Maßnahmen

Im westlichen Indischen Ozeans sind nur 2,1 Prozent der Fläche ausgewiesene Meeresschutzgebiete. Die Aichi-2020-Ziele und SDG 14 sehen jedoch eine Abdeckung von 10 Prozent vor. Das Projekt verbessert deshalb das Konzept der Locally Managed Marine Areas (LMMA), um es als Erfolgsmodell für Schutzgebiete weiter zu verbreiten und die Aichi-Ziele zu erreichen. Dazu integriert das Vorhaben das Thema Klimaresilienz in das LMMA-Konzept. Zudem führt es mit Unterstützung der lokalen Gemeinden Wiederherstellungsmaßnahmen kritischer Ökosysteme durch. Dadurch erhöht es die positiven Wirkungen von LMMAs auf den Biodiversitätsschutz und die Anpassung an die Klimawandelfolgen. Durch ein regionales Netzwerk von LMMAs sollen bewährte Maßnahmen untereinander geteilt sowie Advocacy gestärkt werden. Durch die Integration des LMMA-Ansatzes in nationale, regionale und internationale Politiken soll dieser als eines der Hauptmodelle für Küsten- und Meeresschutz sowie der Ökosystem-basierten Anpassung etabliert werden.

Stand der Umsetzung/Ergebnisse

  • Das Projekt wurde am 16. September 2019 auf den Seychellen unter Anwesenheit von Regierungsbeamten sowie Vorsitzenden und CEOs des Privatsektors und der Zivilgesellschaft offiziell gestartet. Über den Projektstart wurde von lokalen Medien und Zeitungen berichtet. Auf den Seychellen wurde eine nationale Arbeitsgruppe (NWG) mit Mitgliedern aus verschiedenen Regierungsabteilungen und Akteuren der Zivilgesellschaft eingerichtet, die das Projekt leiten wird. Die NWG umfasst Vertreter folgender Abteilungen: CEOs der Blue Economy, Umwelt, Kommunalverwaltung und Tourismus sowie Vorsitzende der Interessengruppen der Zivilgesellschaft.
  • In Mosambik hat eine Governance-Bewertung auf nationaler Ebene begonnen. Die ‘Green List’ wurde bei wichtigen Partnern auf nationaler und provinzieller Ebene vorgelegt. Es wurde eine Schulung zu Naturschutzfinanzierung und Ökosystemmanagement organisiert, die sich an mehrere wichtige Interessengruppen der Provinz im Land richtet. Es wurden acht Spar- und Darlehensprogramme für Dörfer mit 140 direkten Begünstigten eingerichtet, von denen 105 Frauen sind. Darüber hinaus fand eine Sensibilisierung von 200 Gemeindegruppen für die Bedeutung und Rolle von Mangroven statt; fünf CCPs (Community Fisheries Council - die Leitungsgremien der lokal verwalteten Meeresgebiete oder LMMAs) wurden in Mangroven-Baumschulen und geschützten Arten geschult. Es wurden Schulungen zur Tintenfischfischerei von Frauengruppen durchgeführt, um vorübergehende Reserven und Zonen ohne Fang zu fördern. Ama unterstützte jedes Dorf bei der Auswahl bestimmter Arten für Aktivitäten zur Verbesserung der Fischerei: z.B. Maweya - Muschel; Ngoma - Kaninchenfisch; Murrebwe - Octopus, Mwinde - Kaiserfisch; Erhebungen zur Wertschöpfungskette der Fischerei wurden durchgeführt.
  • In Kenia und Tansania wurde ein erster Governance-Workshop organisiert, um herauszufinden, wie das LEAP-Projekt den laufenden Prozessen und Initiativen in den jeweiligen Ländern am besten einen Mehrwert verleihen kann. Besonderes Augenmerk wurde darauf gelegt, wie das LEAP-Projekt Synergien und die Zusammenarbeit zwischen bestehenden LMMAs und anderen Standorten, die ebenfalls einen LMMA-Ansatz verfolgen könnten, am besten verbessern kann. Die erste Sitzung des Nationalen Beratenden Ausschusses für jedes Land wurde ebenfalls abgehalten, um die Umsetzung des Projekts zu steuern und sicherzustellen, dass Synergien und Komplementaritäten geschaffen werden. Es wurden auch Diskussionen geführt, um herauszufinden, wie Veranstaltungen zum Erfahrungsaustausch / Lernen auf nationaler Ebene aussehen könnten und worauf sie sich konzentrieren sollten.

Projektdaten

Länder:
Kenia, Mosambik, Seychellen, Tansania

Durchführungs­organisation:
International Union for Conservation of Nature and Natural Resources (IUCN) - Eastern and Southern Africa Regional Office

Partnerinstitution(en):
  • Institute for the Development of Fisheries and Aquaculture (IDEPA) Ministry of the Sea, Inland Waters, and Fisheries
  • Ministry of Environment, Energy and Climate Change - Seychelles
  • Ministry of Forestry and Wildlife - Kenya
  • Ministry of Livestock Development and Fisheries, Fisheries - Tanzania
  • State House, Office of the Vice President - Department of The Blue Economy
  • Associação do Meio Ambiente (AMA)
  • CORDIO East Africa
  • Nature Seychelles

BMU-Förderung:
4.124.185,00 €

Laufzeit:
04/2019  bis  03/2023




Meldungen zum Projekt

08.06.2020Tag der Ozeane 2020
22.10.2019Seychellen: Schutz der Meeresgebiete
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