Bekämpfung von Klimawandel und Biodiversitätsverlust
Die starke Zunahme von Umweltkriminalität hat schwerwiegende negative Auswirkungen auf den Klimawandel und den Verlust der biologischen Vielfalt auf globaler Ebene. Die verheerenden Folgen lassen sich in fünf großen Bereichen beobachten: Fischerei, Forstwirtschaft, Bergbau, Umweltverschmutzung und Wildarten. Ziel dieses Projekts ist es, die Bemühungen von Strafverfolgungsbehörden und die internationale Zusammenarbeit bei der Aufdeckung und Unterbindung von Umweltverbrechen zu verstärken. Gleichzeitig sollen Möglichkeiten geprüft werden, um das Engagement der Zivilgesellschaft zu fördern, die mit den Strafverfolgungsbehörden bei der Aufdeckung und Meldung mutmaßlicher illegaler Aktivitäten, die eine Bedrohung für die Umweltsicherheit darstellen könnten, zusammenarbeiten kann. Dies soll durch eine Reihe von Initiativen erreicht werden, die darauf abzielen, die Strafverfolgungskapazitäten und die operativen Maßnahmen der Partnerländer zu stärken und gleichzeitig die Verfügbarkeit und den Austausch von kriminalpolizeilichen Daten und Erkenntnissen zu verbessern, um die grenzüberschreitende Untersuchung von Umweltverbrechen zu fördern.
- Länder
- Peru, Kamerun
- IKI Förderung
- 5.000.000,00 €
- Laufzeit
- 11/2024 bis 11/2027
- Status
- laufend
- Durchführungs -organisation
- The International Criminal Police Organization – Interpol
- Durchführungspartner
-
- World Wide Fund for Nature (WWF) - Germany
Stand der Umsetzung/Ergebnisse
- INTERPOL koordinierte eine regionale Operation gegen den illegalen Handel mit Wildtieren und forstwirtschaftlichen Erzeugnissen sowie gegen Straftaten im Zusammenhang mit Bergbau, Umweltverschmutzung und Fischerei in neun Ländern Lateinamerikas und der Karibik. Ein umfassender Analysebericht über die Operation wurde allen teilnehmenden Ländern zur Verfügung gestellt, und es fand ein regionales Treffen nach Abschluss der Operation statt, um den Informationsaustausch zu erleichtern.
- Das „Clean Gold“-Programm (Programa Ouro Alvo) der brasilianischen Bundespolizei wurde unterstützt; dabei handelt es sich um eine Initiative zur Schaffung einer regionalen forensischen Datenbank zur Rückverfolgung der Herkunft von beschlagnahmtem Gold. Brasilien erhielt Ausrüstung und Software für die Probenahme und Analyse von Gold, und die Einweisung brasilianischer Forensikexperten in die Nutzung modernster spezialisierter Laborgeräte wurde unterstützt.
- Es fanden drei nationale Koordinierungstreffen für Argentinien, Costa Rica und Panama zum Thema illegaler Bergbau und Fischereiverbrechen statt. Zur Stärkung des Informationsaustauschs und der Zusammenarbeit bei der Bekämpfung von Umweltverschmutzung und Abfallkriminalität wurde ein interkontinentales Treffen veranstaltet, an dem fast 30 Strafverfolgungsbeamte aus Indonesien, Malaysia, Thailand, Vietnam, Südafrika, Australien und Singapur teilnahmen.
- Es wurden zwei kriminalanalytische Berichte erstellt, der erste zur Unterstützung einer grenzüberschreitenden Ermittlung wegen des Verdachts auf Handel mit Plastik, der zweite zum weltweiten illegalen Quecksilberhandel.
- Für Panama wurde ein Diagnosebericht erstellt, der Empfehlungen zur Verbesserung der operativen Maßnahmen und zur Stärkung der behördenübergreifenden Zusammenarbeit bei der Bekämpfung des illegalen Bergbaus und des illegalen Goldhandels enthält.
- In Panama, Brasilien und Vietnam wurden auf nationaler Ebene Mentoring-Aktivitäten zu Ermittlungen im Bereich Umweltkriminalität für mehr als 100 Strafverfolgungsbeamte organisiert.
Letzte Aktualisierung:
11/2024
Relationen zum Projekt
Legende:
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