Marine Biodiversität und Unterstützung von Küstengemeinden in Sulawesi / im Korallendreieck
Die marine Biodiversität ist für einen Großteil der Bevölkerung Indonesiens die Lebensgrundlage. Unzureichendes Management insbesondere in der Fischerei in Kombination mit den Folgen des Klimawandels stellen jedoch eine Bedrohung dar. Die Regierung Indonesiens rief deshalb in Kooperation mit weiteren Partnerländern die Coral Triangle Initiative ins Leben. Das Projekt unterstützte die Schaffung neuer mariner Schutzzonen (MPAs), ein effektiveres Management von Fischereizonen, als auch alternative Einkommensquellen. Dazu arbeitete es eng mit der Regierung und der lokalen Bevölkerung sowie mit dem Fischerei- und Tourismussektor zusammen. Es förderte unter anderem ein gemeinsames Ressourcenmanagement und mobilisierte in Kooperation mit der Wirtschaft öffentliche und private Finanzierungsquellen. Der Aufbau von Kapazitäten und Wissen sowie die Unterstützung eines Schutzgebietskonzepts soll der Regierung und den Gemeinden vor Ort ermöglichen, das nachhaltige Ressourcenmanagement auch nach Projektende fortzuführen.
- Länder
- Indonesien
- IKI Förderung
- 7.000.000,00 €
- Laufzeit
- 01/2019 bis 06/2026
- Status
- abgeschlossen
- Durchführungs -organisation
- KfW Entwicklungsbank
- Politischer Partner
-
- Dinas Kelautan dan Perikanan Aceh - Indonesien
- Dinas Kelautan dan Perikanan Nord Sulawesi - Indonesien
- Dinas Kelautan dan Perikanan West Nusa Tenggara -
- Ministry of Marine Affairs and Fisheries - Indonesia
- Durchführungspartner
-
- Wildlife Conservation Society (WCS) - Indonesia
Stand der Umsetzung/Ergebnisse
- Das Projekt ist abgeschlossen.
- Durch die Ausweisung von zehn Marinen Protected Areas (sechs MPAs in WNT und drei MPAs in Nord-Sulawesi) wurden Schutzmaßnahmen für 947.101,8 Hektar erreicht. Die jährliche Verlustrate von kohlenstoffreichen Küstenökosystemen (Seegräser und Mangroven) konnte von 2% auf 0,3 % gesenkt werden.
- Die Spawning Potential Ratio (SPR) bei mindestens 12 wichtigen Fischarten hat sich in den Fokusregionen West Nusa Tenggara, Nord Sulawesi und Aceh verbessert, was auf eine nachhaltige Fischereibewirtschaftung hinweist.
- Drei Fischereimanagementpläne (FMPoAs) wurden erstellt und deren Umsetzung in WNT, Nordsulawesi und Aceh gemonitort.
- In insgesamt 26 Zieldörfern wurden traditionelle Managementsysteme gestärkt (Aceh: 13 Dörfer; WNT: 12 Dörfer; North Sulawesi: 1 Dorf).
- Das Fischfang-Dokumentationssystem ist an 37 wichtigen Landezonen in West Nusa Tenggara (WNT), Nord Sulawesi und Aceh aktiv und erfasst nahezu alle Fangdaten (95,67 % der Fänge und Fischlängen).
- Zwei Fischereien (Snappers und Groupers in Saleh Bay, WNT) befinden sich im Marine Stewardship Council (MSC) Zertifizierungsprozess.
- Über 1.500 Mitarbeiter*innen (MPA und Zollangehörige) sind in MPA-relevanten Fähigkeiten geschult worden.
- C. 47.000 Menschen haben direkt oder indirekt von den Projektaktivitäten profitiert. Diese Menschen gehören zu 50-60 Fischergemeinden, die mit den Meeresschutzgebieten in den Provinzen WNT und Nord Sulawesi und den fischereibezogenen Aspekten des Projekts verbunden sind.
- Die Maßnahmen zur Unterstützung der Lebensgrundlagen, wie z.B. die Gründung von Ökotourismus-Initiativen und die Einrichtung von Fischverkaufsstellen, haben zudem das Bewusstsein für nachhaltiges Fischereimanagement und Meeresschutzgebiete nachhaltig gefördert. Das verbesserte Spawning Potential Ratio erhöht langfristig die Fischverfügbarkeit, steigert die Fangmengen und führt somit zu wirtschaftlichen Vorteilen für die Fischereigemeinschaften.
- Die Zusammenarbeit mit lokalen Behörden und Institutionen wurde kontinuierlich ausgebaut: 15 Fischereimanagement-Politikmaßnahmen und 13 gemeinsame MPA-Management-Politikmaßnahmen wurden eingeführt, um gemeinsame Managementinstitutionen und Kapazitäten für Fischerei- und MPA-Manager sowie Fischereigemeinden zu entwickeln.
Letzte Aktualisierung:
07/2026
Relationen zum Projekt
Legende:
Der Link wurde in die Zwischenablage kopiert