Kohlenstoffarmes und resilientes Wasser- und Abwassermanagement

Schwindende Wasserressourcen und häufige Dürren machen Südafrikas Wassersektor sehr anfällig gegen Klimawandel. Das Projekt stärkt die Klimaresilienz des Wasser- und Abwassersektors Südafrikas. Die Projektmaßnahmen dienen der Anpassung und der Erhöhung der Energieeffizienz, tragen zu nationalen Klimazielen bei und berücksichtigen die Entwicklungsbedürfnisse vulnerabler Gruppen. Ausbau von Effizienzgewinnen beim Wasser- und Energieeinsatz, die Nutzung sauberer Energiequellen, die Reduktion von Wasserverlusten und die Stärkung von Managementkompetenzen verbessern die Wasser- und Sanitärversorgung besonders für vulnerable Gruppen. Aktivitäten werden in mindestens zwei Gemeinden durchgeführt und führen zu einem replizierbaren Modell. Das Projekt unterstützt das Ressort für Wasser und Abwasser dabei, auf der Basis neuer Projekterkenntnisse die Umsetzung des Nationalen Wasser Nationaler Masterplan für Wasser und Abwasser zu beschleunigen und effektiver zu gestalten.

Projektdaten

Länder
Südafrika
IKI Förderung
2.900.000,00 €
Laufzeit
08/2022 bis 05/2027
Status
laufend
Durchführungs -organisation
Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH
Politischer Partner
  • Department for Water and Sanitation (DWS) - South Africa
Durchführungspartner
  • South African Local Government Association (SALGA) - South Africa
  • Water Research Commission (WRC)

Stand der Umsetzung/Ergebnisse

  • In uMhlathuze werden politische Maßnahmen zur Bekämpfung von Wasserverlusten im Versorgungsnetz (derzeit bei 63 %) als ebenso wichtig angesehen wie Infrastrukturinvestitionen. Im Rahmen des Projekts wurde die Einrichtung einer abteilungsübergreifenden Steuerungsstruktur für den Verluste im Wassernetz (NRW) empfohlen, die anschließend vom Gemeinderat genehmigt wurde. Im April 2026 nahmen drei Arbeitsgruppen zu den Themen Messung und Abrechnung, physische Verluste sowie Stammesgebiete ihre Arbeit auf. Eine Strategie zum Management der Netzverluste wurde entwickelt und wartet nun auf die Genehmigung durch den Gemeinderat.
  • Eine betriebliche Bewertung der Kläranlagen in uMhlathuze ergab erhebliche Herausforderungen, die zur Nichteinhaltung der Abwasserstandards führten. Die größte Anlage der Gemeinde wurde als der dringlichste Fall eingestuft. Im Rahmen des Projekts wurde eine Vorstudie zur Machbarkeit der Sanierung erstellt und vom Gemeinderat genehmigt. Auf dieser Grundlage bewilligte der Gemeinderat einen kommunalen Beitrag in Höhe von 16,7 Millionen ZAR. Weitere 51,3 Millionen ZAR wurden aus dem „Integrated Urban Development Grant“ bereitgestellt, der vom Ministerium für kooperative Regierungsführung und traditionelle Angelegenheiten verwaltet wird.
  • Auf Empfehlung des Projekts hat uMhlathuze seine Tarifstruktur für gewerbliche Verbraucher überarbeitet, dabei die Verbrauchsstufen reduziert und die monatliche Grundgebühr erhöht. Dies vereinfacht die Tarifstruktur, spiegelt die tatsächlichen Kosten der Dienstleistung besser wider und erleichtert die Finanzplanung.
  • An einer zweitägigen Schulung im Mai 2026 zum Thema „Leitfaden zum Regenwassermanagement für George“ nahmen 43 Teilnehmer aus der Stadtverwaltung, der Öffentlichkeit und Ingenieurbüros teil. Zukünftige Bauanträge werden anhand der in den Leitlinien festgelegten Grundsätze für wassersensibles Stadtdesign geprüft.
  • In einer Kläranlage in George wurden Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz erfolgreich abgeschlossen. Durch den Einsatz von Sensoren zur Erfassung von Echtzeitdaten zur Abwasserzusammensetzung und die entsprechende Anpassung des Belüftungsbetriebs konnte der durchschnittliche Energieverbrauch der Anlage um 17 % – das entspricht etwa 1.200 kWh pro Tag – gesenkt werden, was einer jährlichen Reduzierung der Treibhausgasemissionen um über 400 tCO₂e entspricht. Die aus dem Energieeffizienzprojekt „George“ gewonnenen Erkenntnisse wurden im Juli 2026 im Rahmen einer Konferenz in Kapstadt bei einem Workshop mit mehr als 60 Teilnehmenden vorgestellt und diskutiert.
  • Im August 2026 begannen die Arbeiten an einer Machbarkeitsstudie für einen Hochwasserschutzpark in George, die gemeinsam mit der vom BMZ finanzierten C40 Cities Finance Facility (CFF) kofinanziert wird. Es wäre die bislang größte grüne Infrastruktur der Gemeinde und würde als Vorzeigeprojekt für ihre „Sponge City“-Vision dienen.
  • Gemeinsam mit dem CFF unterstützte das Projekt einen Workshop zur Vorbereitung der Einführung einer nationalen Plattform für das Management von städtischen Einzugsgebieten und Flüssen im Rahmen einer Konferenz in Kapstadt im Juli 2026.
  • Im April 2026 veranstalteten das Projekt und das Ministerium für Wasser und Sanitärversorgung (DWS) eine dreitägige Schulung für 30 „Klimabotschafter“, Vertreter aller Provinzbüros des DWS, deren Aufgabe es ist, die Umsetzung der nationalen Strategie zur Bekämpfung des Klimawandels im Wasser- und Sanitärsektor voranzutreiben.

Letzte Aktualisierung:
09/2026

Legende:

  • Aktuelles Projekt
  • Vorgängerprojekt
  • Nachfolgeprojekt
  • Thema
  • Länderauswahl

Der Link wurde in die Zwischenablage kopiert

Meldungen zum Projekt

Luftbild der Stadt George, im Hintergrund Berge
16.04.2026

Südafrika: Eine Schwammstadt im Entstehen

weiterlesen Südafrika: Eine Schwammstadt im Entstehen