Methan Portfolio der Climate and Clean Air Coalition (CCAC)
Methan ist ein Treibhausgas, das die Atmosphäre um ein Vielfaches stärker erwärmt als CO2 und für ca. 45 % der Nettoerwärmung verantwortlich ist. Eine erhebliche Reduzierung von Methanemissionen in den nächsten zehn Jahren ist unabdingbar, um die globale Erwärmung auf 1,5 °C zu begrenzen und verheerende Klimakipppunkte zu vermeiden. Der Bericht Global Methane Assessment 2021 zeigte auf, dass die Emissionen aus fossilen Brennstoffen und dem Abfallsektor in diesem Jahrzehnt mit kostengünstigen Maßnahmen um 60 % bzw. 35 % gesenkt werden können. 155 Länder haben seitdem die freiwillige Verpflichtung zur Reduktion von Methanemissionen (Global Methane Pledge) unterzeichnet, um die Emissionen bis 2030 um mindestens 30% gegenüber 2020 zu senken. Dieses Projekt wird Entwicklungsländer bei der Erreichung ihrer Methanreduktionsziele unterstützen, technische Kompetenzen aufbauen, politische und rechtliche Rahmenbedingungen für Methanreduktion fördern und innovative Methanlösungen weltweit vorantreiben.
- IKI Förderung
- 8.000.000,00 €
- Laufzeit
- 12/2023 bis 06/2028
- Status
- laufend
- Durchführungs -organisation
- United Nations Environment Programme (UN Environment)
- Durchführungspartner
-
- United Nations Office for Project Services (UNOPS)
Stand der Umsetzung/Ergebnisse
- In den Jahren 2024/2025 wurden insgesamt sieben Projektvorschläge aus zwei verschiedenen Finanzierungsmechanismen im Rahmen der CCAC - Transformative Action Call for Proposals und Fossil Fuel Regulatory Programme (FFRP) - für eine IKI-Finanzierung vorgesehen, darunter Maßnahmen zum organischen Abfallmanagement und zur Methanreduktion in Panama, Paraguay und Senegal, das WAWE-Projekt zur Verwertung von Marktabfällen in Uganda und Kenia sowie Methanminderungsprojekte im Öl- und Gassektor in Irak, Ghana uns Kasachstan.
- Der Transformative Action Call for proposals zielte darauf ab, Vorschläge von gemeinnützigen Organisationen anzunehmen, um transformative Maßnahmen in allen Sektoren mit kurzlebigen Klimaschadstoffen (SLCP), einschließlich fossiler Brennstoffe und Abfall, voranzutreiben. Für jeden Sektor wurden spezifische Schwerpunktbereiche festgelegt. Im Bereich der fossilen Brennstoffe lag der Schwerpunkt auf der Entwicklung von Richtlinien und Vorschriften sowie auf Kapazitätsaufbau im Bereich Methanminderung. Im Abfallsektor lag der Fokus auf der Abfallverwertung, der Umleitung organischer Abfälle, der Unterstützung von Methanminderungsmaßnahmen auf subnationaler Ebene und der Vermeidung der offenen Verbrennung zur Verbesserung der Luftqualität (weitere Details auf der CCAC-Website unter www.ccacoalition.org/…).
- Für diesen Call standen insgesamt sechs Millionen USD zur Verfügung, wobei die maximale Fördersumme pro Antrag eine Million USD betrug. Diese Mittel wurden aus dem Treuhandfonds des CCAC bereitgestellt, in den verschiedenen Staaten und andere Partner auf freiwilliger Basis einzahlen. (www.ccacoalition.org/…). Es wurden 614 Projektskizzen mit einer Gesamtsumme von 394 Million USD eingereicht. 249 Vorschläge kamen in die engere Auswahl für eine umfassende Bewertung. Infolgedessen wurden folgende Projekte für eine IKI-Förderung ausgewählt:
- Panama: Beschleunigung von Maßnahmen zur Verbesserung der Bewirtschaftung organischer Abfälle und zur Reduzierung von Methanemissionen (Projektnummer PA-24-003, abrufbar unter: www.ccacoalition.org/…)
- Paraguay: Maßnahmen zur Verbesserung der Bewirtschaftung organischer Abfälle und zur Reduzierung von Methanemissionen in mittleren und kleinen Gemeinden (Projektnummer PY-24-002, abrufbar unter: www.ccacoalition.org/…:~:text=Paraguay%20-%20Actions%20to%20improve%20organic%20waste%20management,To%20achieve%20these%20objectives%20the%20project%20will%3A%20)
- Senegal: Entwicklung einer nationalen Strategie für die Bewirtschaftung organischer Abfälle, die auf kurzlebige Klimaschadstoffe abzielt (Projektnummer SN-24-002, abrufbar unter: www.ccacoalition.org/…)
- Waste to Wealth: Nutzung innovativer, geschlechtsspezifischer Geschäftsmodelle zur Umwandlung von organischen Marktabfällen in organischen Dünger und Tierfutter (WAWE) (Projektnummer WST-24-007, abrufbar unter: www.ccacoalition.org/…).
- Ende September 2024 startete CCAC zusammen mit der Clean Air Task Force (CATF) das Fossil Fuel Regulatory Programme (FFRP), das Regierungen von Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen dabei unterstützt, Sofortmaßnahmen zur Reduzierung der Methanemissionen aus dem Öl-, Gas- und Kohlesektor zu ergreifen (weitere Details hier: www.ccacoalition.org/… Im Rahmen des FFRP wurden zwei Projekte für die IKI-Förderung ausgewählt:
- Irak: Entwicklung eines Fahrplans für die Dampfrückgewinnung und von Richtlinien für die Erkennung und Reparatur von Lecks im Öl- und Gassektor (Projektnummer IQ-24-003, abrufbar unter: www.ccacoalition.org/…)
- Ghana: Entwicklung von Methanrichtlinien für die Umsetzung der neuen Erdölvorschriften (Projektnummer GH-24-006, abrufbar unter: www.ccacoalition.org/…).
- Kasachstan: Entwicklung eines nationalen SLCP-Plans zur Einbindung von SLCP-Minderungsmaßnahmen in die bestehende Politik und die Methan-Roadmap (Projektnummer KZ-24-002, abrufbar unter: www.ccacoalition.org/…).
- Darüber hinaus wurden im Anschluss an das vom CCAC-Sekretariat mit Unterstützung der CCAC-TEAP-Ko-Vorsitzenden (Irland und Ghana) und der Waste Hub Leadership Group veröffentlichte Abfallbrief zwei Technologien zur Methanreduzierung identifiziert, die das Potenzial für ein Scale-up haben - eine davon ist die BSF-Technologie (Black Soldier Fly). Daraufhin wurde mit Mitteln der IKI ein umfassender CCAC-TEAP-Bericht zu Black Soldier Flies in Auftrag gegeben, der im Frühjahr 2025 veröffentlicht wurde. Der Bericht dient als Leitfaden für Entscheidungsträger*innen und Unternehmer*innen, um das Potenzial von BSF-Systemen für die Behandlung organischer Abfälle zu erschließen (verfügbar unter: www.ccacoalition.org/…).
- Aufgrund der deutschen Führungsrolle im CCAC hat das CCAC eine Ausschreibung veröffentlicht: „CCAC Food & Nutrition Challenge 2025 – Globale Maßnahmen gegen Lebensmittelverluste und -verschwendung zur Reduzierung von Super-Schadstoffen und zur Bekämpfung von Mangelernährung“. Auf diese Ausschreibung gingen rekordverdächtige 1085 Bewerbungen ein, in denen Fördermittel in Höhe von über 1 Milliarde US-Dollar beantragt wurden. Zwei Projekte wurden ausgewählt: FLOWERS in Uganda (2026) zur Förderung des lokalen Austauschs von organischen Abfällen für regenerative Systeme [WST-25-008] und Organics Mobilized in Armenien (2026–2028) zur Beschleunigung des sozialen Wandels hin zu einer zirkulären Bioökonomie [WST-25-009].
- Das CCAC unterstützte China, Brasilien und das Vereinigte Königreich bei der Ausrichtung eines Methan- und Nicht-CO2-Gipfels auf der COP30, an dem Vertreter aus Barbados, Frankreich, Deutschland und von Bloomberg Philanthropies teilnahmen. Es war die dritte Ausgabe des Gipfels, der erstmals auf der COP28 stattfand. Im Rahmen des Gipfels kündigten Marina Silva, Brasiliens Ministerin für Umwelt und Klima, sowie Ed Miliband, britischer Staatssekretär für Energiesicherheit und Netto-Null, die Einführung eines mehrjährigen „Super Pollutant Country Action Accelerator“ unter der Schirmherrschaft der CCAC an, um bis 2030 in 30 Entwicklungsländern eine rasche und tiefgreifende Reduzierung von Super-Schadstoffen, einschließlich Methan, zu erreichen.
Letzte Aktualisierung:
10/2026
Relationen zum Projekt
Legende:
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