Jugend für den Klimaschutz in El Salvador (YES)

In El Salvador sind die Wirtschaftszweige Energie und Landwirtschaft für den höchsten Treibhausgasausstoß verantwortlich. Klimaschutzmaßnahmen richten sich hierauf, binden junge Menschen aber nicht ein. Ihnen fehlen die Möglichkeiten und Fähigkeiten, aktiv am nachhaltigen Wandel mitzuwirken. Das Projekt stärkt die Fähigkeiten, Netzwerke und Stimmen von jungen Menschen und Organisationen von Jugendlichen und Indigenen. Junge Menschen, besonders Frauen, erproben grüne Klimaschutztechnologien mit einem Schwerpunkt auf Energieeinsparung. Sie stellen die Modellprojekte dem Privatsektor, Finanzierungsinstitutionen und der Politik vor. Das Projekt trägt nicht nur zur Verbreitung innovativer Klimaschutztechnologien bei, sondern gibt jungen Menschen auch berufliche Perspektiven. Durch den Austausch zwischen der Zivilgesellschaft in El Salvador, Zentralamerika und Deutschland und die Teilnahme an internationalen Konferenzen werden Modellprojekte verbreitet und der Erfahrungsaustausch gefördert.

Projektdaten

Länder
El Salvador
IKI Förderung
799.963,00 €
Laufzeit
09/2024 bis 08/2027
Status
laufend
Durchführungs -organisation
Brot für die Welt (Bread for the World)
Durchführungspartner
  • Salvadorian Ecological Unit (UNES)

Stand der Umsetzung/Ergebnisse

    Projektumsetzung und Jugendbeteiligung:
    • Die Auftaktveranstaltung des Projekts fand im Februar 2025 mit Beteiligung von Vertreterinnen und Vertretern der Kommunalverwaltungen, Akteuren aus dem privaten Sektor im Bereich erneuerbare Energien sowie jungen Menschen statt. Insgesamt nahmen 122 Personen teil und trugen zum Start der Projektaktivitäten und zur Zusammenarbeit verschiedener Akteure bei.
    • Das Jugend-Umweltnetzwerk wurde erweitert und umfasst nun Gemeinden in Ahuachapán Sur und der Region Sonsonate, wodurch die lokale Beteiligung an klimabezogenen Initiativen gestärkt wurde.
    • Eine Gesamtzahl von 166 jungen Menschen (101 Frauen und 65 Männer) nahm an Qualifizierungsprozessen zu Führung, Gleichstellung und gesellschaftlicher Beteiligung im Klimaschutz teil.
    • Weitere Schulungsmodule stärkten das Wissen zu internationaler und nationaler Klimagovernance, einschließlich der national festgelegten Klimabeiträge (NDCs) von El Salvador, sowie zu Konzepten von Klimaschutz, Anpassung und der Nutzung grüner Technologien.
    • Ein Unternehmertums-Trainingsprogramm unterstützte 45 junge Menschen bei der Entwicklung und Validierung grüner Geschäftsideen sowie bei der Vorbereitung auf die Teilnahme an Fördermechanismen für Startkapital.
    • Insgesamt wurden 80 grüne Geschäftsideen bewertet, von denen 25 im nächsten Schritt für Startkapital zur Umsetzung grüner Technologien vorgesehen sind.
    Jugendgeführte Innovation und Klimaschutz:
    • Ein Green Camp ermöglichte den Wissensaustausch zwischen jungen Unternehmerinnen und Unternehmern sowie Akteuren aus dem Privatsektor und unterstützte die Weiterentwicklung von Geschäftsideen.
    • Als konkretes Pilotresultat wurde eine energieeffiziente Kochstelle im Wert von 800 US-Dollar an eine von jungen Menschen geführte Initiative übergeben, was die Anwendung grüner Technologien in der Praxis zeigt.
    • Vier Klimawissenschaftsmessen wurden in Ahuachapán Sur und Sonsonate mit 370 Teilnehmenden aus Wissenschaft, öffentlichen Institutionen, Kommunalverwaltungen und Zivilgesellschaft durchgeführt und stärkten den Dialog zu Klimaschutz und Wiederherstellung von Ökosystemen.
    • Junge Menschen präsentierten Prototypen grüner Technologien sowie unternehmerische Initiativen in öffentlichen Präsentationsformaten und erhöhten damit die Sichtbarkeit von Klimaschutzlösungen auf lokaler Ebene.
    • Eine Jugendtheatergruppe mit 15 Mitgliedern wurde gegründet und führte das Stück „Youth Committed to the Common Good“ in mehreren öffentlichen Veranstaltungen auf, um für Klimaschutz und Umweltthemen zu sensibilisieren.
    Regionale Zusammenarbeit und Kommunikation:
    • Jugendvertreterinnen und -vertreter nahmen an regionalen Foren in Zentralamerika sowie an Vorbereitungsprozessen für die 30. Weltklimakonferenz (COP30) teil und stärkten damit die Jugendbeteiligung in der Klimapolitik sowie den regionalen Austausch.
    • Die Projektkommunikation erzielte eine hohe Reichweite in sozialen Medien und erhöhte die Sichtbarkeit jugendgeleiteter Klima- und Unternehmertumsinitiativen.
    Geschlechtergerechtigkeit und Inklusion:
    • Frauen machten mehr als 60 % aller Teilnehmenden in den Trainings- und Unternehmertumsaktivitäten aus.
    • Geschlechtergerechte Ansätze wurden in alle Qualifizierungsmaßnahmen integriert und stärkten sowohl praktische als auch strategische Kompetenzen junger Frauen in den Bereichen Klimaschutz und unternehmerische Entwicklung.

Letzte Aktualisierung:
07/2026

Legende:

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