Biodiversität und Ökosystemdienstleistungen in agrarischen Landschaften

Stand: Januar 2021

Eine wachsende Weltbevölkerung und veränderte Konsumgewohnheiten erhöhen weltweit die Nachfrage nach Nahrungsmitteln und nachwachsenden Rohstoffen. Daher wird die Landnutzung auch in den Partnerländern zu stark intensiviert – mit negativen Folgen beispielsweise für die Bodenfruchtbarkeit oder die Artenvielfalt. Das Vorhaben stärkt in den Partnerländern Indien, Kenia und Tadschikistan die Kapazitäten, Biodiversität und Ökosystemleistungen in agrarischen Landschaften zu erhalten. Entsprechende Landnutzungsansätze werden ausgewertet und exemplarisch umgesetzt. Die Erfahrungen daraus sind die Grundlage für die Weiterentwicklung der institutionellen Rahmenbedingungen auf nationaler und (insbesondere in Indien) auf regionaler Ebene. Ergebnisse und Erfahrungen aus dem Vorhaben werden im überregionalen Dialog ausgetauscht und daraus resultierenden Empfehlungen auf internationaler Ebene verbreitet.

Stand der Umsetzung/Ergebnisse

  • In Indien sind drei Veröffentlichungen von „good practices“ (Panorama Solutions) im Rahmen eines „Write shops“ erfolgt: 1. jhum-intensification, 2. home-garden, 3. biodiversity-action-plan. Das Biodiversitäts-Aichi-Poster-Tool wurde aktualisiert.
  • In Indien läuft ein Integrated Ecosystem Services-Trainingsmodul am “State Institute of Rural Development, Mizoram”.
  • In Kenia fand ein intersektorales Forum auf Grund der COVID-19 Pandemie nicht im Februar, sondern virtuell im August statt.
  • Online Trainingsmaterialien für weiteres „training of trainers“ sind entwickelt worden.
  • Mittlerweile sind bereits 25 Lösungsansätze auf der PANORAMA-Plattform aus dem eigenen Projektkontext publiziert.
  • Aufgrund des Lockdowns in Indien und Kenia (COVID-19) werden digitale Medien eingesetzt zur Beteiligung des Vorhabens an Veranstaltungen und der Zusammenarbeit mit Partnern.
  • In Tadschikistan ist ein Katalog für biodiversitätsfreundliche Landnutzungspraktiken veröffentlicht worden. Die Auswertung der Farmer Field Schools (FFS) mit 685 Bauern (57% Frauen) ergab, dass der Anteil des Einsatzes projektgeförderter Landnutzungstechniken von 31% auf 68% angestiegen ist.
  • Fünf gemeindebasierte Saatgutbanken wurden in Tadschikistan etabliert.
  • Ein Schulungskonzept für den Ansatz der Landnutzung mit angepassten Regenfeldfrüchten wurde entwickelt, das auf PANORAMA publiziert werden soll.

Projektdaten

Länder:
Indien, Kenia, Tadschikistan

Durchführungs­organisation:
Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH

Politische Partner:
  • Ministry for Development of North Eastern Region - India
  • Ministry of Agriculture, Livestock and Fisheries - Kenya
  • Ministry of Agriculture - Tajikistan

Durchführungspartner:
  • Deutsche Welthungerhilfe e.V.

BMU-Förderung:
4.000.000,00 €

Laufzeit:
12/2016  bis  03/2021




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