Biodiversität und Ökosystemdienstleistungen in agrarischen Landschaften - Internationale Klimaschutzinitiative (IKI)

Biodiversität und Ökosystemdienstleistungen in agrarischen Landschaften

Stand: Juli 2021

Eine wachsende Weltbevölkerung und veränderte Konsumgewohnheiten erhöhen weltweit die Nachfrage nach Nahrungsmitteln und nachwachsenden Rohstoffen. Daher wird die Landnutzung auch in den Partnerländern zu stark intensiviert – mit negativen Folgen beispielsweise für die Bodenfruchtbarkeit oder die Artenvielfalt. Das Vorhaben stärkt in den Partnerländern Indien, Kenia und Tadschikistan die Kapazitäten, Biodiversität und Ökosystemleistungen in agrarischen Landschaften zu erhalten. Entsprechende Landnutzungsansätze werden ausgewertet und exemplarisch umgesetzt. Die Erfahrungen daraus sind die Grundlage für die Weiterentwicklung der institutionellen Rahmenbedingungen auf nationaler und (insbesondere in Indien) auf regionaler Ebene. Ergebnisse und Erfahrungen aus dem Vorhaben werden im überregionalen Dialog ausgetauscht und daraus resultierenden Empfehlungen auf internationaler Ebene verbreitet.

Stand der Umsetzung/Ergebnisse

  • In Indien und Kenia werden auf Grund des Lockdowns digitale Medien zur Beteiligung des Vorhabens an Veranstaltungen und der Zusammenarbeit mit Partnern eingesetzt.
  • In Kenia ist der „solutions catalogue“ fertiggestellt worden.
  • Eine Umfrage zum Kommunikationsbedarf des Inter-sectoral Forum on Agroecology and Agrobiodiversity (ISFAA) wird durchgeführt (kwiksurveys.com/…).
  • Eine weitere Umfrage zur Profilierung von Akteurinnen und Akteuren sowie Institutionen im Bereich Agrarökologie und Agrobiodiversität wird durchgeführt (kwiksurveys.com/…).
  • Fünf gemeindebasierte Saatgutbanken wurden in Tadschikistan etabliert und werden genutzt.
  • Ein Schulungskonzept für den Ansatz der Landnutzung mit angepassten Regenfeldfrüchten wurde entwickelt.
  • In Indien sind drei Veröffentlichungen von „good practices“ (Panorama Solutions) im Rahmen eines „Write shops“ erfolgt. Das Biodiversitäts-Aichi-Poster-Tool wurde aktualisiert.
  • In Indien läuft ein Integrated Ecosystem Services-Trainingsmodul am „State Institute of Rural Development, Mizoram“.
  • In Kenia fand ein intersektorales Forum auf Grund der Covid-19 Pandemie nicht im Februar 2020, sondern virtuell im August statt.
  • Online-Trainingsmaterialien für weiteres „training of trainers“ sind entwickelt worden.
  • Mittlerweile sind bereits 25 Lösungsansätze auf der PANORAMA-Plattform aus dem eigenen Projektkontext publiziert.
  • In Tadschikistan ist ein Katalog für biodiversitätsfreundliche Landnutzungspraktiken veröffentlicht worden. Die Auswertung der Farmer Field Schools (FFS) mit 685 Bäuerinnen und Bauern (57 Prozent Frauen) ergab, dass der Anteil des Einsatzes projektgeförderter Landnutzungstechniken von 31 auf 68 Prozent angestiegen ist.

Projektdaten

Länder:
Indien, Kenia, Tadschikistan

Durchführungs­organisation:
Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH

Politische Partner:
  • Ministry for Development of North Eastern Region - India
  • Ministry of Agriculture, Livestock and Fisheries - Kenya
  • Ministry of Agriculture - Tajikistan

Durchführungspartner:
  • Deutsche Welthungerhilfe e.V.

BMU-Förderung:
4.850.000,00 €

Laufzeit:
12/2016  bis  11/2022


Internetauftritt(e):



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