Biodiversitätsfinanzierungsinitiative (BIOFIN II)

Stand: Januar 2021

Die Finanzierung des Biodiversitätsschutzes ist ein zentrales Thema bei der Umsetzung der Konvention zur Erhaltung der Biodiversität (CBD). Die meisten Staaten verfügen über keine verlässlichen Informationen über die tatsächlichen Kosten für die Umsetzung ihrer Biodiversitätsstrategien. Die BIOFIN-Initiative, die mittlerweile in über 37 Ländern aktiv ist, ist eine globale Partnerschaft, die seine Partnerländer dabei unterstützt, diese Wissenslücken mit der BIOFIN-Methodik zu schließen. In einem zweiten Schritt werden dann Finanzierungslösungen entwickelt und umgesetzt. Die BIOFIN Phase II, die über das IKI-Corona-Response Paket finanziert wird, konzentriert sich auf vier Lösungsansätze: Unterstützung der Länder bei der Bewältigung der Auswirkungen von COVID-19, Ergebnisbasierte und effektive Budgetierung, Abbau biodiversitätsschädlicher Ausgaben/Subventionen sowie die Integration von Biodiversität in den Finanzsektor.
Vorgängerprojekt(e)
BIOFIN - Biodiversitätsfinanzierungsinitiative

Stand der Umsetzung/Ergebnisse

  • COP 12: Beschluss zur Mobilisierung von Ressourcen (UNEP/CBD/COP/DEC/XII/3), seitdem fördern die Mitgliedstaaten die Ausweitung und Anwendung von BIOFIN.
  • Die BIOFIN-Methodologie wird inzwischen in 37 Ländern umgesetzt.
  • BIOFIN-Länder haben die drei BIOFIN- Assessments fertiggestellt (Phase I) und begonnen eine konkrete Finanzierungsplanung für nationale Biodiversitätspläne zu entwickeln und Instrumente umzusetzen.
  • Der BIOFIN-Katalog der Finanzierungslösungen umfasst über 150 Finanzierungslösungen.
  • BIOFIN hat eine sehr umfassende Online-Plattform zum Austausch und Lernen entwickelt.
  • Der erste BIOFIN MOOC fand im April 2019 mit über 3300 Teilnehmern statt und ist nun auf der Webseite zugänglich. – Neue Publikation Anfang 2020 veröffentlicht: 'Moving Mountains: Unlocking Private Capital for Biodiversity and Ecosystems'.
  • Die Philippinen verabschiedeten einen Haushaltsentwurf mit 40 Millionen US-Dollar für ihr Schutzgebietssystem. Indonesien plant Investitionen in Höhe von 2,7 Millionen US-Dollar für ein Vogelschutzzentrum
  • Mexiko half bei der Neugestaltung von zwei Umweltfonds. In dem Prozess konnten Einsparungen von mehr als 3 Millionen US-Dollar pro Jahr erzielt werden, da der nationale Klimafonds – der zuvor nicht einsatzbereit und nicht auf Biodiversität ausgelegt war – einen Umsatz von mehr als 2 Millionen US-Dollar für die Finanzierung von Naturschutzprojekten verzeichnete.
  • Sambia verabschiedete sein erstes Rahmenwerk für grüne Anleihen.
  • Sri Lanka führte eine nachhaltige Finanzstrategie für einen grünen Finanzsektor ein.
  • Georgien hat einen neuen Haushalt genehmigt, mit einer Erhöhung der Investitionen in die biologische Vielfalt um über 200.000 Dollar.
  • Das Kabinett der Seychellen verabschiedete im April 2019 viele neue Finanzierungslösungen für die biologische Vielfalt, darunter eine neue Finanzierungseinheit für die biologische Vielfalt, Biosicherheitsgebühren und tourismusbezogene Gebühren.

Projektdaten

Länder:
Argentinien, Belize, Bhutan, Botsuana, Brasilien, Chile, China, Costa Rica, Ecuador, Fidschi, Georgien, Guatemala, Indien, Indonesien, Kambodscha, Kasachstan, Kirgisistan, Kolumbien, Kuba, Madagaskar, Malawi, Malaysia, Mexiko, Mongolei, Mosambik, Nepal, Peru, Philippinen, Ruanda, Sambia, Seychellen, Sri Lanka, Südafrika, Tansania, Thailand, Uganda, Vietnam

Durchführungs­organisation:
United Nations Development Programme (UNDP) - Slovakia

Politische Partner:
  • Diverse biodiversity relevant institutions in the respective partner countries/Diverse biodiversitätsrelevante Institutionen in den entsprechenden Partnerländern

BMU-Förderung:
40.000.000,00 €

Laufzeit:
01/2018  bis  12/2025




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