EcoLogistics: Dekarbonisierung des Straßengüterverkehrs für nachhaltige Städte

Stand: Januar 2021

Der städtische Güter- und Warenverkehr stellt eine erhebliche Treibhausgasquelle in Argentinien, Kolumbien und Indien dar. Dennoch wird er in vielen Städten bei Minderungsmaßnahmen kaum berücksichtigt. Das Projekt fördert umweltfreundliche Regeln und Praktiken, die direkt zum Klimaschutz und der Zielerreichung ambitionierter NDCs in den Partnerländern beitragen. Dazu schafft es bei lokalen und nationalen Regierungen ein stärkeres Bewusstsein für die Thematik, gibt anderen Städten ein Handlungsbeispiel und entwickelt Aktionspläne. Das Vorhaben stärkt institutionelle Ressourcen und Kompetenzen, indem es unter anderem alle Interessengruppen beteiligt, ein Instrument zur Eigenkontrolle für den Güter- und Warenverkehr entwickelt und nationale Politikempfehlungen gibt. Demonstrationsprojekte aus den Projektstädten sowie Sammlungen erfolgreicher Praxisbeispiele sollen die nationalen Regierungen motivieren, die Projekterfahrungen in einem größeren Maßstab auszuweiten.

Stand der Umsetzung/Ergebnisse

  • Das Projekt wurde offiziell bei einem Side Event auf der COP23 am 10. November 2017 am „Städte und Regionen Pavillon“ vorgestellt.
  • Das Projekt wurde am 20.6.2018 beim ICLEI World Congress in Montreal vorgestellt, gemeinsam mit Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern von Partnerstädten.
  • Erste Kick-off Meetings im Oktober 2018 mit Transportministerien und teilnehmenden Städten aus Kolumbien und Argentinien.

Argentinien:

  • Der offizielle Start des Projekts erfolgte mit dem „National Kickoff Meeting cum workshop“ am 05. Dezember 2018. 24 Teilnehmer nahmen an dem Treffen teil, darunter Vertreter des Verkehrsministeriums, des Ministeriums für Energie und Bergbau und des argentinischen Ministeriums für Umwelt und nachhaltige Entwicklung sowie Vertreter der deutschen Botschaft und dreier Projektstädte.
  • In Argentinien arbeitet das Projekt in den Städten Santa Fe und Rosario.

Kolumbien:

  • Das nationale Kick-off-Meeting fand am 09. Oktober 2018 statt. Darunter waren Vertreter des Verkehrsministerium Kolumbiens und der Projektstädte aus Argentinien, der Gemeinde Rosario und Santa Fe (ARG) sowie aus Kolumbien, Bogotá, AMVA und Manizales (COL).
  • In Kolumbien arbeitet das Projekt mit den Städten Bogotá, Manizales und Valledupar sowie mit der Metropolregion Valle de Aburrá zusammen.

Indien:

  • In Indien wurde mit den Städte Kochi und Panaji eine Absichtserklärung unterschrieben.
  • Der nationale Kick-Off-Workshop für das Projekt fand am 31. Oktober in New Delhi statt. An dem Workshop nahmen Beamte aus über zehn indischen Städten teil, darunter Kochi, Shimla und Panaji, sowie Beamte aus verschiedenen Ministerien wie z.B. dem Ministerium für Handel und Industrie, dem Ministerium für Umwelt, Wald und Klimawandel sowie dem nationalen Institut für Urbane Angelegenheiten. Am Auftakt nahmen auch verschiedene Branchenexperten, Vertreter von akademischen Einrichtungen der Privatwirtschaft und der Zivilgesellschaft teil.
  • Das EcoLogistics-Projekt wurde auf der „Urban Freight Technical Session“ während der „Urban Mobility India Conference (UMI)“ und der Expo 2018 in Nagpur vorgestellt.

Projektdaten

Länder:
Argentinien, Indien, Kolumbien

Durchführungs­organisation:
ICLEI - Local Governments for Sustainability e.V.

Politische Partner:
  • Ministry of Environment and Sustainable Development (MADS) - Colombia
  • Ministry of Environment and Sustainable Development - Argentina*
  • Ministry of Housing and Urban Affairs (MoHUA) - India
  • Ministry of Transport - Argentina
  • Ministry of Transport - Colombia

Durchführungspartner:
  • ICLEI South America Secretariat - Brazil
  • ICLEI Southeast Asia Secretariat

BMU-Förderung:
3.499.626,53 €

Laufzeit:
11/2017  bis  10/2021


Internetauftritt(e):



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