Feuchtgebiete als wichtige Pfeiler für Biodiversitäts- und Klimaschutz - Internationale Klimaschutzinitiative (IKI)

Feuchtgebiete als wichtige Pfeiler für Biodiversitäts- und Klimaschutz

Stand: September 2020

Ziel und Maßnahmen

Übergeordnetes Projektziel ist das verbesserte Management von Feuchtgebieten für Biodiversitäts- und Klimaschutz durch die Institutionalisierung eines Ökosystemansatzes und effektive Umsetzung des National Plan for Conservation of Aquatic Ecosystems (NPCA). Spezifische Projektziele sind: 1. Die Einführung eines Ökosystemansatzes in drei ausgewählten Ramsar-Gebieten in zwei Bundesstaaten; 2. Der Aufbau eines Überwachungssystems einschließlich Ramsar Site Management Effectiveness-Tracking-Tool (R-METT); und 3. Kapazitätsaufbau und Stärkung der indischen Institutionen für Feuchtgebiets-Management. Das Projekt konzentriert sich auf das Schließen von Management- und Kapazitätslücken. Dies soll zu einem besseren Schutz der Biodiversität von Feuchtgebieten und ihrer Ökosystemleistungen führen und im Weiteren die Klimaresilienz von Feuchtgebieten stärken sowie die Lebensbedingungen der Menschen im Einzugsbereich der ausgewählten Standorte verbessern. Das Projekt ist Teil des IKI-Corona-Response-Pakets.
Vorgängerprojekt(e)
Nachhaltiges Management von Küsten- und Meeresschutzzonen, Indien

Stand der Umsetzung/Ergebnisse

  • Als Teil des Corona Response Paketes sollen u.a. arbeitsplatzschaffende Wiederherstellungs- und Rehabilitierungsmaßnahmen für Mangroven-Ökosysteme eingerichtet und Schulungen gegen Wilderei und für nachhaltigen Tourismus angeboten werden.
  • Das indische Umweltministerium hat die Richtlinien für die Umsetzung der "Wetlands Conservation and Management Rules" veröffentlicht, die 2017 in Kraft getreten sind. Das Projekt trägt direkt zu deren Umsetzung in den Bundesstaaten Himachal Pradesh, Odisha und Tamil Nadu bei.
  • Die Erhaltung und Wiederherstellung von Feuchtgebieten wurde als eine der transformativen Ideen in das 100-Tage-Programm der neu gewählten indischen Regierung im Mai 2019 aufgenommen. 130 Feuchtgebiete im ganzen Land wurden für Maßnahmen zur Einführung eines integrierten Managementansatzes in den nächsten fünf Jahren identifiziert. Dazu gehören auch die vier Ramsar-Standorte, an denen das Projekt umgesetzt wird. Die mit Unterstützung des Projekts entwickelten Instrumente zur Bewertung von Feuchtgebieten, der ökosystembasierte Planungsansatz, die Überwachungssysteme und die Schulungsprogramme sind universell und können auf andere Feuchtgebiete übertragen werden.
  • Die Ramsar-Konvention erkennt das System zur Bestandsaufnahme, Bewertung und Überwachung von Feuchtgebieten (Wetlands Inventory, Assessment and Monitoring System - WIAMS) als ein wesentliches Instrument für Planungsprozesse und Management von Feuchtgebieten an. Um WIAMS an den indischen Kontext anzupassen und zu optimieren, organisierte das Projekt vom 23. bis 24. Juli 2019 einen Experten-Workshop in Neu-Delhi.
  • Am 26. und 27. August 2019 organisierte das Projekt zusammen mit der Forstbehörde von Tamil Nadu in Nagapattinam (Tamil Nadu) einen Workshop zum Thema "Integrated Management of the Point Calimere Ramsar site", an dem Forstbeamte und Forstbeamtinnen, Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen sowie Behördenvertreter und Behördenvertreterinnen teilnahmen.
  • Vom 18. bis 20. September 2019 organisierte das Projekt eine Schulung zum Thema "Multi-Stakeholder-Engagement für das integrierte Management von Feuchtgebieten" für Manager und Managerinnen der vier Projektstandorte sowie Bundesbeamte und Bundesbeamtinnen.
  • Vom 11. bis 13. November 2019 fand eine Schulung zum Thema "Rapid Assessment of Wetland Ecosystem Services (RAWES)" für die Manager und Managerinnen der Ramsar-Standorte statt.
  • Für den Projektstandort Renuka ji (Himachal Pradesh) wurde ein illustratives Factsheet mit Infografiken zur Veranschaulichung der Werte, Vorteile und Gefahren für das Feuchtgebiet für die Kommunikation mit lokalen Interessenvertretern und Interessenvertreterinnen entwickelt.

Projektdaten

Länder:
Indien

Durchführungs­organisation:
Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH

Partnerinstitution(en):
  • Ministry of Environment, Forest and Climate Change (MoEFCC) - India
  • Ministry of Environment, Forest and Climate Change (MoEFCC) - India
  • Wetlands International South Asia (WISA)

BMU-Förderung:
4.000.000,00 €

Laufzeit:
09/2018  bis  08/2022


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