Integrität von Klima-Governance: Klima und Klimafinanzierung vor Korruption schützen - Internationale Klimaschutzinitiative (IKI)

Integrität von Klima-Governance: Klima und Klimafinanzierung vor Korruption schützen

Stand: July 2020

Ziel und Maßnahmen

Korruption zählt zu den wesentlichen Herausforderungen in Schwellen- und Entwicklungsländern. Dies gilt auch für die finanziellen Mittel für den Klimaschutz. Im Rahmen der global ausgerichteten Projektarbeit führt Transparency International zusammen mit politischen und strategischen Partnern in drei Regionen Maßnahmen zum Schutz vor Korruption durch. Es setzt dabei auf Aufklärung, gezielte Forschung, Monitoring und Advocacy-Arbeit. So sollen Opfer und Zeugen von Korruption eine Stimme erhalten. Denn damit wird gewährleistet, dass die am stärksten gefährdeten Menschen nicht doppelt geschädigt werden – durch den Klimawandel und durch Korruption. Zudem trägt das Projekt dazu bei transparente und verantwortliche Klimaschutzstrategien und -verfahren auf allen Ebenen zu fördern sowie eine regional wachsende Führungsstärke und Unabhängigkeit der Zivilgesellschaft in Klimaschutzfragen zu festigen. Auf diese Weise stärkt das Vorhaben das Vertrauen in mögliche Investitionen in den Klimaschutz und damit auch ihren Umfang.

Stand der Umsetzung/Ergebnisse

Neueste Blogs/Features/Videos

Global

  • Am 09.12.2019 startete TI eine weltweite Kampagne zum International Anti-Corruption Day, die den Zusammenhang zwischen der Notwendigkeit der Korruptionsbekämpfung und der Bekämpfung der Klimakrise aufzeigte.
  • Lancierung eines globalen Newsletter, der die Aktivitäten des Klimaprogramms von TI im Einzelnen beschreibt.-- Am 21.03.2020 wurde der World Forest Day gefeiert und eine Reihe von Tweets und Posts in sozialen Medien veröffentlicht.

Kenia

  • TI Kenia hat einen Dokumentarfilm über einen menschenrechtsbasierten Ansatz zum Thema Klimarisikoversicherung veröffentlicht.

Malediven

  • Deutsche Welle produzierte eine Dokumentation über die Arbeit von Transparency zum Thema Klimagovernance mit dem Titel: Maldives: Fighting corruption and construction in a tropical paradise’.

Überblick über ausgewählte vergangene Aktivitäten

Global

  • Eine TI-Delegation nahm im Dezember 2019 an der COP25 teil. Drei, von TI organisierte, Veranstaltungen fokussierten sich auf die Sensibilisierung für 1) die Einbeziehung der Zivilgesellschaft und die Notwendigkeit des Schutzes von Umweltaktivisten, 2) unzulässigen Einfluss auf Klimapolitik und 3) das Zusammenspiel zwischen Gender, Korruption und Klimakrise.

Bangladesch

  • Während der COP25 in Madrid präsentierte Transparency Bangladesch auf einem Side-Event die Herausforderungen von Korruption und Regierungsführung bei der Klimafinanzierung in Bangladesch.

Costa Rica

  • Ist als aktives Mitglied des 5C Citizen Advisory Council of Costa Rica Change (5C) beigetreten und befindet sich in Gesprächen, um weitere Aktivitäten im Jahr 2020 zu unterstützen und zu koordinieren.

Kenia

  • TI-Kenia nahm an der oben genannten Sitzung mit TI-Peru am Climate Law and Governance Day im Rahmen der COP25 in Madrid teil und tauschte Erkenntnisse aus nationaler Sicht über Transparenz und Klimagovernance aus .-- Als Teil des REDD+-Projekts der Forest Carbon Partnership Facility ist TI Kenia nun Mitglied einer Integritäts-Arbeitsgruppe, die sich der Entwicklung verschiedener Richtlinien im Zusammenhang mit Whistleblowing, Korruptionsprävention und einem Verhaltenskodex widmet.

Malediven

  • Gemeinsam mit dem International Republican Institute (IRI) organisierte TI-Malediven vom 21.-22.12.2019 eine regionale Konferenz mit kommunalen Führungskräften zum Thema nachhaltige Entwicklung und die Bedeutung der Bürgerüberwachung von Klimafinanzierungsprojekten.

Mexiko

  • TI-Mexiko organisierte anlässlich des National Climate Finance Day am 21.11.2019 eine Veranstaltung zur Anpassungsfähigkeit von Institutionen auf kommunaler Ebene. Es beteiligte sich an der Formulierung des Nationalen Aktionsplans der Offenen Regierungspartnerschaft (OGP).

Peru

  • Am 12.2019 startete Proética (TI-Peru) in Zusammenarbeit mit lokalen Organisationen der Zivilgesellschaft eine Kampagne, um sich für die Ratifizierung des Escazú Agreement, des ersten Umwelt-Menschenrechtsvertrags in Lateinamerika und der Karibik, einzusetzen.-- Proética nahm am 06.12.2019 am Climate Law and Governance Day im Rahmen der COP25 in Madrid an einer Podiumsdiskussion zum Thema "Auswirkungen von Wald-Governance und Transparenz in der effektiven Klima-Governance" teil.

Projektdaten

Länder:
Bangladesch, Costa Rica, Kenia, Malediven, Mexiko, Nepal, Peru, Republik Korea (Südkorea), Ruanda

Durchführungs­organisation:
Transparency International

Partnerinstitution(en):
  • Diverse climate change relevant institutions in the respective partner countries/Diverse klimarelevante Institutionen in den entsprechenden Partnerländern
  • Transparency International (Proética) - Peru,Transparency International - Bangladesh,Transparency International - Kenya,Transparency International - Maldives,Transparency International - Mexico,Transparency International - Ruanda,Transparency International - South Korea,Transperency Internaqtional - Nepal

BMU-Förderung:
4.472.229,00 €

Laufzeit:
08/2015  bis  12/2021


Internetauftritt(e):

Video



Publikationen

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