Klimaresilientes Netzwerk von Zugvogelschutzgebieten auf der afrikanisch-eurasischen Flugroute - Internationale Klimaschutzinitiative (IKI)

Klimaresilientes Netzwerk von Zugvogelschutzgebieten auf der afrikanisch-eurasischen Flugroute

Stand: December 2020

Intakte Feuchtgebiete sind für Zugvögel wichtige Ökosysteme, ohne die sie ihre Wanderungen nicht erfolgreich absolvieren können. Das Projekt entwickelt deshalb gemeinsam mit seinen Partnern ein durchgehendes Netzwerk an Feuchtgebieten. Dabei fokussiert es sich auf international wichtige Gebiete auf der afrikanisch-eurasischen Flugroute. Neben dem Schutz von Ökosystemen für Wasservogelarten steht auch die Erhöhung der Widerstandsfähigkeit lokaler Gemeinden gegenüber dem Klimawandel im Fokus des Projektes. Das Vorhaben unterstützt mit seiner Arbeit die Umsetzung relevanter Beschlüsse des Abkommens zur Erhaltung der afrikanisch-eurasischen Wasservögel (AEWA). Für die zielgerichtete Weiterentwicklung wichtiger Rahmenwerke und die praktische Umsetzung bestehender Resolutionen werden die gewonnenen Erfahrungen mit relevanten Strukturen und Vertragspartnern der AEWA sowie der Ramsar-Konvention und der CBD geteilt.

Stand der Umsetzung/Ergebnisse

  • Im Dezember 2018 wurde auf der 14. Sitzung der Vertragsparteien der “African Eurasian Waterbird Agreement Parties” in Durban (Südafrika) das aktualisierte “Critical Site Network-Tool” vorgestellt. Das CSN-Tool ist ein Web-Portal, das Informationen zu folgenden Themen bereitstellt: den Feuchtgebieten Afrikas, Europas und West-Asiens, sowie zum Einfluss von Klimawandel auf die Wasserverfügbarkeit in besagten Feuchtgebieten und Informationen zu den Gebieten, die für Wasservögel kritisch sind. Die Informationen sind nicht nur von Interesse für nationale Regierungen, sondern auch für internationale wie lokale Umweltschutz- und Hilfsorganisationen sowie die Wirtschaft.
  • Von Wetlands International wurde zusammen mit CARE-NL ein landschaftsbasierter Ansatz zur Reduktion des Katastrophenrisikos entwickelt. Als Fallstudie wird die Arbeit CRFs im Ziway-Shalla Unterbecken einbezogen. Der Ansatz verbindet verschiedene Sektoren und Interessen und rückt die Anpassung von Feuchtgebieten an den Klimawandel in den Fokus. Der Ansatz baut auf den Erfahrungen des CRF-Projekts auf und soll als Grundlage für zukünftige Richtlinien dienen.
  • Mali hat ein neues Gesetz zum Management von Tieren und deren Habitaten verabschiedet. Hierin werden Feuchtgebiete und Migrationskorridore als nationale Wildnisgebiete anerkannt (Artikel 9); zudem ist der Schutz von regionalen sowie lokal bedeutsamen Schutzgebieten vorgesehen (Artikel 10). Das Gesetz stärkt die nachhaltige Bewirtschaftung des Inneren Nigerdeltas und weiterer Feuchtgebiete.
  • Globale Events wie der Weltvogelzugtag oder der Internationale Tag der biologischen Vielfalt tragen dazu bei, das Bewusstsein für den Schutz von Feuchtgebieten zu befördern.
  • In Mali und Äthiopien wird die Arbeit vor Ort teils aufgrund von Sicherheitsfragen behindert.

Projektdaten

Länder:
Mali, Äthiopien

Durchführungs­organisation:
Wetlands International (WI) - Netherlands

Partnerinstitution(en):
  • Ethiopian Wildlife Conservation Authority - Ethiopia
  • Ministry of the Environment, Sanitation and Sustainable Development - Mali
  • BirdLife International - Global Office - United Kingdom
  • Ethiopian Wildlife and Natural History Society (EWNHS) - Ethiopia
  • Horn of Africa Environmental Centre and Network (HoA-REC&N) - Ethiopia
  • McGill University - Canada
  • Rift Valley Lakes Basin Authority - Ethiopia
  • Rubicon Foundation - USA
  • Universität Kassel - Germany

BMU-Förderung:
3.189.730,00 €

Laufzeit:
10/2015  bis  12/2020


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