Kanada und Deutschland unterstützen gemeinsam mit Nigeria lokale Unternehmerinnen
Global Affairs Canada (GAC), die Development Bank of Nigeria (DBN) und die Internationale Klimaschutzinitiative (IKI) arbeiten zusammen, um von Frauen geführten Unternehmen in Nigeria Finanzmittel für Maßnahmen im Bereich Klima und Biodiversität zur Verfügung zu stellen.
Kanada unterstützt das Vorhaben mit 5 Millionen kanadischen Dollar – umgerechnet rund 3,4 Millionen Euro. Die Kooperation basiert auf dem "Funding the Funders"-Ansatz der IKI Small Grants, der es lokalen Partnern ermöglicht, über Förderinstitutionen Zugang zu Klima- und Biodiversitätsfinanzierung zu erhalten. Mit dem finanziellen Beitrag Kanadas und der Unterstützung bei der Umsetzung aus Deutschland durch das IKI Small Grants-Programm soll das Projekt bis August 2029 laufen und es der Development Bank of Nigeria ermöglichen, ein landesweites Finanzierungsprogramm aufzubauen. Die staatliche Bank wird Finanzmittel und gezielte Schulungen für von Frauen geführte Kleinst-, kleine und mittlere Unternehmen bereitstellen.
Diese sollen sicherstellen, dass die Unternehmen mit ihren Produkten oder Dienstleistungen einen Beitrag zum Klima- und Biodiversitätsschutz leisten, ihre Kohlenstoffemissionen reduzieren und besser mit den Auswirkungen des Klimawandels umgehen können. Insgesamt sollen 5.000 Unternehmen erreicht werden, was ungefähr 25.000 indirekt Geförderten entspricht, einschließlich Mitgliedern der umliegenden Gemeinschaften. Alle 5.000 Unternehmen erhalten weitere Unterstützung, etwa Trainings im Bereich Klimaresilienz, und die 240 vielversprechendsten werden für eine zusätzliche Anschubfinanzierung ausgewählt, um ihr Geschäft weiter auszubauen.
Der Schwerpunkt liegt auf ländlichen Regionen, in denen vor allem Frauen mit den Folgen des Klimawandels zu kämpfen haben, jedoch keinen Zugang zu den Mitteln haben, die zur Bewältigung der lokalen Auswirkungen erforderlich sind. Für den Geschäftsführer der DBN, Dr. Tony Okpanachi, ist die gesellschaftliche Wirkung der Förderung ein Hauptziel der nationalen Bank.
Finanzierung für lokale Unternehmerinnen
"Diese Partnerschaft mit Global Affairs Canada und IKI Small Grants ermöglicht es uns, Unternehmerinnen zu erreichen, denen der Zugang zur Klimafinanzierung in Nigeria erschwert ist", sagt Theresa Lawal, Leiterin der Abteilung Produktentwicklung und strategische Allianzen bei DBN. Durch die Kofinanzierung aus Kanada kann das deutsche IKI Small Grants-Programm die nigerianische Bank dabei unterstützen, Zuschüsse für von Frauen geführte Kleinst-, kleine und mittlere Unternehmen bereitzustellen. Damit sind sie besser in der Lage, sich an die Auswirkungen des Klimawandels anzupassen und gleichzeitig ihr Geschäft auszubauen und einen Beitrag zur Wertschöpfung zu leisten.
"Stellen Sie sich eine Frau vor, die für ihr Unternehmen auf Solarlösungen setzt, um unabhängig vom Stromnetz zu sein, oder eine Kleinbäuerin, die auf klimaresiliente Landwirtschaft umstellt", beschreibt Theresa Lawal die Zielgruppe. "Frauen in Nigeria erhalten weniger als 20 Prozent aller verfügbaren Mittel. Dieses Förderprogramm wird den Zugang zu Finanzen verbessern, den Beitrag der Frauen zum Klimaschutz stärken und ihre Fähigkeit zur Anpassung an den Klimawandel verbessern."
Mehr lokale Wirkung durch globale Partnerschaften
Für Global Affairs Canada liegt die Bedeutung der Initiative in der Gleichstellung der Geschlechter, im Bereich Klima sowie in der wirtschaftlichen Stärkung Afrikas. Arash Irantalab, Leiter der Entwicklungszusammenarbeit des kanadischen Hochkommissariats in Nigeria, betont: „Kanada arbeitet mit afrikanischen Partnern zusammen, um für beide Seiten Chancen im Bereich Wirtschaft zu schaffen und gemeinsam wichtige Prioritäten auf der internationalen Bühne voranzutreiben, um globale Herausforderungen wie den Klimawandel anzugehen.“
Die Entscheidung, mit IKI Small Grants zusammenzuarbeiten, wurde dabei getroffen, um „mit einer Initiative zu kooperieren, die sich als effektiv und erfolgreich erwiesen hat, und so auf globale Partnerschaften für mehr Wirkung in lokalen Initiativen zu setzen“.
Lokalen Zugang zu Klima- und Biodiversitätsförderung schaffen
Wie verschiedene internationale Vereinbarungen unterstreichen, sind lokale Initiativen in den Bereichen Klima und Biodiversität für die globale Transformation unerlässlich. Als eine ihrer zwei Förderlinien finanziert IKI Small Grants nationale oder regionale Förderinstitutionen, die Zuschüsse direkt an lokale Akteure weiterleiten. Einfach ausgedrückt, setzt IKI Small Grants dabei auf den Ansatz "Funding the Funders".
Durch die Kofinanzierung aus Kanada und die Unterstützung durch IKI Small Grants kann die Development Bank of Nigeria ein nationales Förderprogramm planen und durchführen sowie die Auszahlungen eigenständig abwickeln. Die Empfängerinnen der Zuschüsse werden durch die Bank selbst ausgewählt und in der Landessprache angesprochen, was die administrativen Hürden für den Zugang zur Klimafinanzierung senkt.
Über das Projekt
Dieses Vorhaben wird von Global Affairs Canada kofinanziert und im Rahmen des IKI Small Grants-Programms zur wirksamen Förderung lokaler Klima- und Biodiversitätsprojekte weltweit durchgeführt. IKI Small Grants wird vom Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit finanziert und von der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH umgesetzt. Das Programm ist Teil der Internationalen Klimaschutzinitiative (IKI) Deutschlands.
Mehr Infos zu IKI Small Grants
Mehr über den „Funding the Funders“-Ansatz in diesem Video:
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