Das IKI-Jahr 2025 in Zahlen
Alle wichtigen Zahlen und Fakten der Internationalen Klimaschutzinitiative (IKI) kompakt zusammengefasst.
Die Bundesregierung will mit der IKI maximale Wirkung für den Schutz des Klimas und der Biodiversität erzielen. 2025 konnte die IKI ihren Haushaltsansatz in Höhe von 635 Millionen Euro beinahe voll ausschöpfen. Darunter versteht man die Mittel, die der IKI für das Jahr im Bundeshaushalt zur Verfügung gestellt wurden. Die Ausgaben für laufende und neue Projekte lagen bei 632 Millionen Euro. Die Zusagen im Jahr 2025 beliefen sich auf 507 Millionen Euro. Unter Zusagen sind die Mittel zu verstehen, zu denen sich die Bundesregierung im jeweiligen Haushaltsjahr rechtlich Dritten gegenüber verpflichtet hat. Sie umfassen sowohl Ausgaben als auch Verpflichtungsermächtigungen. Darin enthalten sind auch Einzahlungen in internationale Klima- und Biodiversitätsfonds sowie Zusagen für die IKI Medium Grants, für die IKI Small Grants und für die Mitigation Action Facility.
Haushaltsansätze für die IKI 2008-2025
Förderzusagen 2025 nach Förderbereichen
Die Zusagen verteilen sich auf folgende Bereiche (Rundungsdifferenzen möglich):
- 223 Millionen Euro: „Minderung von Treibhausgasen“
- 79 Millionen Euro: „Anpassung an die Folgen des Klimawandels“
- 80 Millionen Euro: „Erhalt natürlicher Kohlenstoffsenken, mit Schwerpunkt auf Reduktion von Emissionen aus Entwaldung und Walddegradierung (REDD+)“
125 Millionen Euro: „Schutz der biologischen Vielfalt“
Alle Fördermittel der IKI werden ausschließlich den von Deutschland im Kontext internationaler Vereinbarungen getätigten Finanzzusagen für Treibhausgasminderung und/oder Klimafolgenanpassung zugerechnet. Förderungen der beiden entsprechenden IKI-Förderbereiche werden jeweils zu 100 Prozent auf die jeweiligen Finanzzusagen angerechnet. Die anderen Förderbereiche werden auf die beiden Zusagenkategorien aufgeteilt.
Förderzusagen 2025 nach Regionen
Die Zusagen verteilen sich folgendermaßen auf die Regionen (Rundungsmöglichkeiten möglich)
- Global: 292 Millionen Euro
- Mittel- und Osteuropa, Zentralasien, Türkei: 12 Millionen Euro
- Süd- und Südostasien, Pazifik (Asien): 58 Millionen Euro
- Afrika südlich der Sahara (Afrika): 13 Millionen Euro
- Mittel- und Lateinamerika, Karibik: 132 Millionen Euro
Förderzusagen 2025 nach priorisierten Handlungsfeldern der IKI-Strategie
Förderbereich: Minderung der Treibhausgasemissionen
- Dekarbonisierung der Industrie: 45 Millionen Euro
- Energiewende: 67 Millionen Euro
- NDCs und LTS: 1 Million Euro
- Verkehrswende: 21 Millionen Euro
Förderbereich: Anpassungen an die Folgen des Klimawandels
- Nationale Anpassungspläne (NAP): 3 Millionen Euro
- Ökosystembasierte Anpassung: 9 Millionen Euro
- Resilienz und Sicherheit: 2 Millionen Euro
Natürliche Kohlenstoffsenken
- Beendigung von Entwaldung und Landnutzungsänderungen: 63 Millionen Euro
- Moorschutz: 1 Million Euro
Förderbereich: Schutz der biologischen Vielfalt
- Mainstreaming von Biodiversität: 35 Millionen Euro
- NBSAPs inkl. Förderung von IPLCs: 1 Million Euro
- Schutz von Lebensräumen: 58 Millionen Euro
Übergreifende Schwerpunkte
- Finanzierung der sozialökologischen Transformation: 69 Millionen Euro
- Flankierung der internationalen Verhandlungsprozesse: 2 Millionen Euro
- Nachhaltige und klimagerechte Entwicklung urbaner und stadtnaher Räume: 24 Millionen Euro
Die IKI arbeitet aktuell daran, die Kriterien für die Zurechnung zu den einzelnen Handlungsfeldern neu zu gestalten. Die aktuelle Auswertung erfolgt zurzeit noch auf Basis der individuellen Beurteilung der Projektbetreuenden.
Zusagen zum Anpassungsfonds für das Jahr 2025 wurden ebenfalls nicht aufgeführt. Sie können noch nicht oder generell nicht präzise einem Handlungsfeld zugewiesen werden. Einzelne IKI-Projekte arbeiten darüber hinaus in wichtigen Themengebieten, die keinem priorisierten Handlungsfeld entsprechen.
Förderzusagen 2025 nach Förderinstrumenten
Die IKI unterstützt ihre Partnerländer über drei Förderinstrumente. Im Rahmen von IKI Compete nutzt die IKI Ideenwettbewerbe, sogenannte Calls, um über die IKI Large Grants, IKI Medium Grants und IKI Small Grants groß-, mittel- und kleinvolumige Projekte umzusetzen. Über IKI Invest tätigt die IKI Fondseinzahlungen und beteiligt sich an multilateralen Initiativen. Über IKI Strategic Action arbeitet die IKI gezielt bilateral mit 14 Schwerpunktländern zusammen.
Die Zusagen verteilen sich folgendermaßen auf die Förderinstrumente:
- IKI Compete; 231 Millionen Euro
- IKI Invest: 208 Millionen Euro
- IKI Strategic Action: 68 Millionen Euro
IKI-Calls des Jahres 2025 im Überblick
Im Rahmen des Förderinstrumentes IKI Compete ruft die IKI pro Jahr zu verschiedenen Calls auf. Der Wettbewerbscharakter der Förderverfahren und die Einbeziehung nichtstaatlicher Durchführungsorganisationen sind wesentliche Merkmale der IKI, die sie von der klassischen Entwicklungszusammenarbeit differenzieren. Ein weiterer Unterschied ist, dass IKI-Mittel nicht an Regierungsinstitutionen der Partnerländer fließen (weitere Informationen über die IKI-Förderphilosophie).
Im Jahr 2025 startete die IKI drei neue Calls. Detailinformationen lassen sich einfach mit einem Klick auf die entsprechenden Calls aufrufen.
Projektbilanz für das Jahr 2025
Neben den neuen Ideenwettbewerben wurden auch Projekte, die bereits in vorherigen Calls ausgewählt wurden, weiter vorangetrieben.
Im Jahr 2025 haben insgesamt 75 neue IKI-Projekte die Arbeit aufgenommen. 53 von ihnen wurden im Rahmen der verschiedenen Calls von IKI Compete ausgewählt, neun weitere starteten unter IKI Invest. Sechs Förderinstitutionen haben Grant Agreements mit IKI Small Grants im Rahmen der „Funding the Funders“-Förderlinie geschlossen und mit der Umsetzung ihrer Projekte begonnen. Eine Organisation wird im Rahmen einer Kofinanzierung gemeinsam mit Global Affairs Canada unterstützt.
Von den für den Themencall 2024 eingereichten Projektideen wurden elf ausgewählt, ausführliche Projektvorschläge zu erarbeiten. Gleiches galt für zwei Projektideen des Ländercalls Kolumbien aus dem Jahr 2024 sowie für elf Projektideen, die für den vierten Call der IKI Medium Grants eingereicht worden waren. Die Projektauswahl aus dem sechsten International Call der IKI Small Grants wurde 2025 geprüft und der Bundesregierung zur Förderung vorgeschlagen. Im Rahmen eines dritten Förderaufrufs der „Funding the Funders“-Förderlinie wurden geeignete Förderinstitutionen vorausgewählt und der Bundesregierung zur Förderung vorgeschlagen. Die Förderentscheidungen erfolgen im Jahr 2026.
75 Projekte beendeten ihre Arbeit, sodass sich zum Ende des Berichtszeitraumes 354 Projekte in der Durchführung befanden.
IKI-Projekte
starteten im Jahr 2025.
IKI-Projekte
beendeten im Jahr 2025 erfolgreich ihre Arbeit.
Zahlen aus der Projektarbeit: Von der Projektauswahl bis zur Evaluation
Um das Klima und die biologische Vielfalt effektiv und nachhaltig zu schützen, reicht es nicht aus, Fördermittel auszuschütten. Der Wettbewerbscharakter der IKI sorgt dafür, dass nur hochwertige Projektvorschläge umgesetzt werden. Dafür wurden im Jahr 2025 in allen IKI-Calls 2.211 Skizzen durch die ZUG bzw. IKI-Small-Grants-Anträge durch die GIZ sowie die IKI-Ministerien geprüft. Über einen mehrstufigen Prozess kontrollieren beide Organisationen zudem den fachlichen Projektfortschritt und die rechtmäßige Verwendung von Fördermitteln. Dazu wurden im Jahr 2025 347 Zwischenberichte und Zwischennachweise sowie 121 Schlussberichte und Verwendungsnachweise geprüft.
Zwischenberichte und Zwischennachweise
wurden im Jahr 2025 durch das IKI Office der ZUG und die GIZ geprüft.
eingereichte Projektskizzen und IKI-Small-Grants-Anträge
wurden durch das IKI Office der ZUG und die GIZ (ISG) im Jahr 2025 geprüft.
Um aus den bisherigen Projekten zu lernen und die erreichten oder erwarteten Ziele sowie ihre Wirkungen einzuschätzen, nutzt die IKI verschiedene Evaluierungsinstrumente. Hierzu zählen rückblickende Abschlussreviews zur Einschätzung des Projekterfolgs, Mid-Term-Evaluierungen mit Fokus auf Lernen und Weiterentwicklung des Projektes, begleitende Wirkungsevaluierungen zur Erfassung langfristiger Wirkungen sowie strategische Evaluierungen zu projektübergreifenden Fragen. Im Jahr 2025 befanden sich zwanzig Mid-Term-Evaluierungen in Durchführung und neun wurden abgeschlossen. Des Weiteren wurden zwei begleitende Wirkungsevaluierungen fortgeführt.
IKI-Jahresbericht 2025
Dieser Beitrag ist Teil des IKI-Jahresberichts 2025.
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