Schutz und integriertes Management der Meeres- und Küstenbiodiversität (TerraMar II)

Das Projekt baut auf den Erfahrungen und Erkenntnissen des Vorgängerprojekts "TerraMar" auf. Es unterstützt Brasilien dabei, den Schutz und die nachhaltige Nutzung von Küsten- und Meeresökosystemen zu verbessern, die Widerstandsfähigkeit gegen den Klimawandel zu stärken und einen gerechten Übergang zu einer blauen und kreislauforientierten Wirtschaft zu fördern. Um dies zu erreichen, verfolgt das Projekt einen gender-responsiven, Mehr-Ebenen-Ansatz. Dabei stärkt es die marine Raumplanung (MSP) und das Küstenmanagement und unterstützt die Entwicklung oder Überarbeitung und Umsetzung nationaler Politiken und Instrumente für die Erhaltung und nachhaltige Nutzung von Küsten- und Meeresökosystemen. Darüber hinaus integriert das Projekt Aspekte wie Klimawandel, Gleichstellung der Geschlechter, Einbeziehung indigener Völker und lokaler Gemeinschaften (IPLC) und Kapazitätsentwicklung übergreifend in alle Projektkomponenten.

Projektdaten

Länder
Brasilien
IKI Förderung
4.000.000,00 €
Laufzeit
03/2024 bis 02/2028
Status
laufend
Durchführungs -organisation
Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH
Politischer Partner
  • Ministry of Environment and Climate Change (MMA) - Brazil
Durchführungspartner
  • Brazilian Institute for Development and Sustainability (IABS)
  • Chico Mendes Institute for Biodiversity Conservation - Brazil
  • Foundation for the Support of the University of Rio Grande (FAURG)
  • Ministry of Environment and Climate Change (MMA) - Brazil

Stand der Umsetzung/Ergebnisse

  • Seit 2024 unterstützt TerraMar II das Ministerium für Umwelt und Klimawandel (MMA) bei der Weiterentwicklung der marinen Raumplanung (MRP), was schließlich im Juni 2025 zur formellen Verankerung durch einen Bundesdekret führte. Die Unterstützung umfasste neben technischer Hilfe für die nationale Koordinierung auch Workshops und Schulungen, in deren Rahmen die Ziele und Leitlinien der maritimen Raumplanung (MSP) festgelegt, die regionale Integration gestärkt, die Beteiligung lokaler Gemeinschaften gefördert und über 110 Akteur*innen in der praktischen Anwendung von MSP-Methoden geschult wurden.
  • Im September 2025 unterstützte TerraMar II die 15. Nationale Konferenz zum Küstenmanagement (ENCOGERCO), bei der Schlüsselakteur*innen zusammenkamen, um Empfehlungen für die Aktualisierung des Nationalen Küstenmanagementplans (PNGC) zu konsolidieren.
  • In Zusammenarbeit mit der Boticario Group Foundation und dem World Wildlife Fund (WWF) unterstützte TerraMar II das MMA und das Chico Mendes Institute for Biodiversity Conservation (ICMBio) bei der Organisation von Workshops zur Entwicklung der Nationalen Strategie für die Erhaltung und nachhaltige Nutzung von Korallenriffen (ProCoral) und des Nationalen Aktionsplans (PAN Corais), welche beide in 2025 offiziell verabschiedet wurden. Im Jahr 2026 unterstützte das Projekt die Sammlung von Fachbeiträgen als Grundlage für eine künftige nationale Regelung und einen Leitfaden für bewährte Verfahren zur Wiederherstellung von Korallenriffen in Brasilien.
  • Im Juni 2024 hat Brasilien das Nationale Programm für den Schutz und die nachhaltige Nutzung von Mangroven (ProManguezal) durch ein Bundesdekret etabliert. Um Vorschläge zu sammeln und das Engagement für den entsprechenden Aktionsplan zu fördern, organisierten MMA und TerraMar II einen Workshop mit mehr als 170 Vertreter*innen des öffentlichen Sektors, der Wissenschaft, der Zivilgesellschaft und der traditionellen Küstengemeinden. Das Projekt unterstützte MMA zudem bei der Aktualisierung der 2026 gestarteten landesweiten Mangrovenkartierung, bei der landesweit etwa 1,23 Millionen Hektar Mangrovenflächen erfasst wurden.
  • In Zusammenarbeit mit wichtigen Partnern unterstützte TerraMar II die Entwicklung der 2025 verabschiedeten Nationalen Strategie für einen plastikfreien Ozean (ENOP), indem es über 250 Vertreter*innen aus Wissenschaft, Zivilgesellschaft sowie dem öffentlichen und privaten Sektor einband und Maßnahmen zur Wissensverbreitung förderte. Das Projekt unterstützte zudem die interinstitutionelle Ausarbeitung des ENOP-Aktionsplans (PLASF), der 2026 verabschiedet wurde.
  • Im Mai 2024 organisierte das MMA in Zusammenarbeit mit TerraMar II, Conservation International (CI), WWF und der Boticario Group Foundation einen Workshop mit wichtigen Vertreter*innen aus der Wissenschaft, von Regierungsbehörden und zivilgesellschaftlichen Organisationen, um Fachbeiträge für den Klimaanpassungsplan für die Meeres- und Küstenzone zu sammeln, der 2025 als Teil des Nationalen Klimaplans ins Leben gerufen wurde.
  • Im Jahr 2024 unterstützte TerraMar II einen von der Nationalen Kommission für Meeresschutzgebiete (CONFREM) geleiteten Workshop mit mehreren Partnern, um traditionelle Küstengemeinden zu stärken und ihre Zusammenarbeit mit Bundesministerien sowie ihren Beitrag zu wichtigen nationalen Rahmenwerken für die Meeres- und Küstenpolitik zu fördern.

Letzte Aktualisierung:
09/2026

Legende:

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