Schutz und Integriertes Management von Meeres- und Küstenbiodiversität (TerraMar)

Die einzigartige Biodiversität der brasilianischen Meeres- und Küstenzone ist durch intensive Nutzung, Besiedlung und Verschmutzung bedroht. Das Projekt unterstützt in den Regionen Costa dos Corais und Abrolhos einen integrierten Ansatz zur Umweltraumplanung, Maßnahmen zum Schutz und zur nachhaltigen Nutzung der Meeres- und Küstenbiodiversität sowie Strategien zum Monitoring der Umweltqualität als Basis für Planungs- und Managementprozesse, inkl. zur Bekämpfung von Meeresmüll. Hierbei wird auf den Aufbau von Wissen und Ressourcen sowie Methodenentwicklung gesetzt. Projekterfahrungen sowie entwickelte Konzepte und Strategien werden national und international verbreitet und tragen zur Stärkung relevanter Politiken bei. Im Rahmen des Corona-Response-Pakets setzt das Vorhaben ein Pilotprojekt zur Verarbeitung von Plastikmeeresmüll um und analysiert das Marktpotenzial nachhaltiger Wertschöpfungsketten bei der Nutzung der Küsten- und Meeresbiodiversität.

Projektdaten

Länder
Brasilien
IKI Förderung
7.987.999,95 €
Laufzeit
08/2015 bis 01/2024
Status
laufend
Durchführungs -organisation
Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH
Politischer Partner
  • Ministry of Environment - Brazil
Durchführungspartner
  • Chico Mendes Institute for Biodiversity Conservation - Brazil
  • Leibniz-Zentrum für marine Tropenökologie (ZMT) - Deutschland
  • Ministry of Environment - Brazil

Stand der Umsetzung/Ergebnisse

  • Die App Praia Limpa zu Wasserqualität an Stränden wurde in 04/2022 veröffentlicht.
  • Die App Combate ao Lixo no Mar zu Bekämpfung von Meeresmüll wurde in 06/2022 auf der UN Oceans Conference vom brasilianischen Umweltministerium (MMA) veröffentlicht.
  • Mit Beteiligung von über 1.500 Freiwilligen an 40 Mangroven- und Strandsäuberungsmaßnahmen wurden in 2021 ca. 6,7 t Meeresmüll in 27 Küstenstädten in den Bundesstaaten Pernambuco, Alagoas, Bahia und Espirito Santo gesammelt. (www.gov.br/…)
  • Ein nationales Protokoll zur Datenerhebung von Meeresmüll an Stränden wurde mit Unterstützung des Projektes entwickelt, verbreitet und genutzt. (www.gov.br/…)
  • Angesichts der COVID-19-Pandemie führt das Projekt zusätzliche Green-Recovery-Maßnahmen durch, um umweltfreundliche Einkommensperspektiven für die Bevölkerung zu fördern. Neben der Weiterverarbeitung von Meeresmüll als Einkommensmöglichkeit für Müllsammelnde unterstützt das Projekt traditionelle Fischerinnen bei der Erstellung und Verwaltung der Webseite Gestor Orgânico Costa dos Corais zur lokalen Vermarktung von Fischprodukten während der Pandemie (costadoscorais.gestororganico.com.br).
  • Über 640 Vertretende des Umweltministeriums (MMA), der föderalen Schutzgebietsbehörde (ICMBio), der Bundesstaaten, der kommunalen Verwaltungen und der lokalen Küstengemeinden wurden zu Themen des Umweltmanagements in Küsten- und Meeresregionen ausgebildet:
    • kommunales Umweltmanagement in Küsten- und Meeresgebieten
    • systematische Planung für Biodiversitätserhalt
    • Monitoring von Mangroven und traditioneller Fischerei
    • Management traditioneller Fischerei
    • Ökonomische Instrumente für Küsten- und Meeresschutz
  • Bislang wurden sieben Küsten- und Meeresschutzgebiete mit einer Gesamtfläche von 10.951 km2 durch Projektmaßnahmen (z. B. Fortbildungen und verbesserte Managementprozesse) gestärkt.
  • Es wurden drei lokale Fischereimanagementpläne der Schutzgebiete Resex Canavieiras, Corumbau und Cassurubá (IUCN Kategorie VI) für die bedrohten Arten Guaiamum und Budiões verabschiedet. Das Projekt unterstützte durch Beratung und Fortbildungen, damit die Menschen vor Ort die traditionelle Fischerei monitoren und Managementpläne erarbeiten können.
  • Zur Förderung von Einkommensmöglichkeiten für Frauen wurden Netzwerke von über 600 Kleinfischerinnen in den Projektregionen gestärkt bzw. gegründet. Die Vermarktung von Produkten aus nachhaltigem Naturressourcenmanagement trägt zum Schutz der Biodiversität bei. (www.youtube.com/…).
  • Eine nationale Bildungsstrategie zu Umweltmanagement in der Küsten- und Meeresregion (pppzcm.monitoraea.org.br/…) wurde durch virtuelle Workshops mit über 700 Vertretenden von über 270 Institutionen aus allen 17 Küstenbundesstaaten erarbeitet und steht auf einer interaktiven Lern-Plattform zur Verfügung. (pppzcm.monitoraea.org.br/…)
  • Mit Unterstützung des Projekts wurde eine Umweltzonierung für nautische Aktivitäten entwickelt und vom Bundesstaat Pernambuco verabschiedet. Die Umweltzonierung reguliert Tourismus und Fischerei auf 58 km² Strand-, Fluß- und Meeresfläche in drei Schutzgebieten an der Flussmündung des Rio Formoso. Eine Tragfähigkeitsstudie unterstützt die Regelung der einzelnen Nutzungen. (cooperacaobrasil-alemanha.com/…)
  • Im Rahmen des Nationalen Aktionsplans für Korallenschutz (PAN Corais) wurde die Umweltbildungskampagne zu Strand- und Korallenschutz aktualisiert (coralvivo.org.br/…).

Letzte Aktualisierung:
01/2023

Legende:

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