Unterstützung von Anpassungsfähigkeiten durch IKI-Projekte zwischen 2015 und 2024
Auf einen Blick
direkt oder indirekt bei der Klimafolgenanpassung und/oder dem Schutz von Ökosystemen unterstützt.
Auf Basis der summierten Ergebnisse zu den Standardindikatoren „Action People“ und „S3 - Anpassung“ (indirekte Unterstützung).
Das wird gemessen
Die IKI erfasst die Anzahl der Menschen, die bei der Anpassung an die Folgen des Klimawandels oder dem Schutz von Ökosystemen durch IKI-Projekte unterstützt wurden, mit den Indikatoren „Action People“ (AP) und „SI 3 - Anpassung“.
Definition „SI 3 - Anpassung“: „Anzahl der Menschen, die direkt und indirekt durch IKI-Projekte dabei unterstützt wurden, sich besser an den Klimawandel anzupassen“
Definition „Action People (AP)“: „Anzahl der Menschen, die direkt bei der Anpassung an den Klimawandel oder dem Schutz von Ökosystemen unterstützt wurden“
Laufende IKI-Projekte, die schon vor 2022 einen Zwischenbericht eingereicht haben und nicht freiwillig auf die neuen Standardindikatoren umsteuern, berichten zu dem alten Indikator AP. Alle neueren IKI-Projekte berichten zum Indikator SI 3. Der SI 3 misst Personen, die durch Anpassungsmaßnahmen erreicht wurden, und nicht die qualitativen Veränderungen ihrer individuellen Resilienz. Er erfasst Menschen, die direkte oder indirekte Unterstützung zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels erhalten.
Zu den direkt unterstützten Personen oder Haushalten zählen alle, die direkt mit dem Projekt in Kontakt stehen und intensive Unterstützung erhalten. Beispiele für eine direkte Unterstützung sind unter anderem die Bereitstellung von Ernteausfallversicherungen oder bauliche Unterstützung für Häuser, die durch ein IKI-Projekt unwetterfest gemacht werden. Beispiele für eine indirekte Unterstützung sind Personen, die Wetterinformationen erhalten oder in einem Einzugsgebiet leben, für das ein IKI-Projekt bauliche Maßnahmen zum Hochwasserschutz durchgeführt hat.
Der Indikator AP ist zugleich enger und weiter gefasst als SI 3. Er erfasst ausschließlich direkt unterstützte Personen, umfasst aber nicht nur Anpassung, sondern auch Unterstützung zum Schutz von Ökosystemen.
Die Details
28 Projekte berichten derzeit plausible Ist-Werte zum SI 3. Die meisten dieser Projekte arbeiten im Rahmen der Förderbereiche „Anpassung an die Folgen des Klimawandels“ und „Schutz der biologischen Vielfalt“. Die Projekte unterstützten 195.548 Personen direkt und 450.968 Personen indirekt in ihrer individuellen Anpassungsfähigkeit. Von den direkt unterstützten Personen sind ca. 43 Prozent Frauen. Gegenüber der SI-Vorjahresauswertung ergibt sich unter diesem Indikator eine Steigerung von über 39.000 direkt und 84.000 indirekt unterstützten Personen.
Plausible Ist-Werte zu „SI 3 - Anpassung“ Direkt unterstützte Personen
Insgesamt berichteten 28 Projekte zu direkt unterstützten Personen in den Daten zum Standardindikator „SI 3 - Anpassung“.
Plausible Ist-Werte zu „SI 3 - Anpassung“ Indirekt unterstützte Personen
Insgesamt berichteten 28 Projekte zu indirekt unterstützten Personen in den Daten zum Standardindikator „SI 3 - Anpassung“.
76 Projekte berichten derzeit plausible Ist-Werte zum Standardindikator AP. Wie bereits im vergangenen Jahr leisten Projekte des Förderbereichs „Anpassung an die Folgen des Klimawandels“ die größten Beiträge. Über die Projekte unterstützte die IKI 1.241.727 Personen (davon 46 Prozent Frauen) in der Klimafolgenanpassung oder bei dem Erhalt von Ökosystemen. Gegenüber der SI-Vorjahresauswertung ergibt sich unter diesem Indikator ein Anstieg von über 80.000 Personen.
Plausible Ist-Werte zum Standardindikator „Action People“
Insgesamt berichteten 76 Projekte zum Standardindikator „Action People“.
Projektbeispiel: Integriertes Klimawandelmanagement in Gemeindereservaten im Regenwald Amazoniens
Das Projekt hat die Widerstandsfähigkeit der betroffenen Bevölkerung in fünf Kommunalreservaten gegenüber negativen Auswirkungen des Klimawandels gestärkt. Dies geschah beispielsweise durch die Integration von ökosystembasierten Anpassungsstrategien (EbA) in die nachhaltige Bewirtschaftung kommunaler Schutzgebiete. Luftbildaufnahmen zur Identifikation von Bedrohungen und die Wiederherstellung von Wäldern trugen dazu bei, die Erhaltung dieser wertvollen Gebiete zu gewährleisten. Das Projekt förderte durch die Maßnahmen die nachhaltige Entwicklung der indigenen Gemeinschaften, deren Lebensgrundlage von den natürlichen Ressourcen abhängt. Durch die Arbeit konnten 6.910 Personen unter anderem über Kleinstbeihilfen und weitere Unterstützungsleistungen direkt in ihrer Anpassungsfähigkeit unterstützt werden. Außerdem profitierten 34.816 Personen indirekt von der Unterstützung des Projekts.
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