Beiträge von IKI-Projekten zum Schutz und zur nachhaltigen Nutzung von Ökosystemen zwischen 2015 und 2024

Eine Gruppe von Menschen steht im flachen Wasser des Ozeans in Papua-Neuguinea und nimmt an einer Schulung zur Überwachung von Seegraswiesen und Mangroven teil.

Auf einen Blick

27.736.185 ha

Ökosysteme besser geschützt und erhalten.

Daten aus Standardindikator „Action Ecosystems“ und „SI 2 - Ökosysteme“.

Vergleichbar mit …

Alte Buche im Darßer Urwald in Zingst.

27 Millionen Hektar entsprechen ca. 77 Prozent der Landmasse Deutschlands. Überträgt man die Ergebnisse auf die Bundesrepublik, wären drei Viertel der Fläche geschützt oder nachhaltig genutzt. (Quelle: Weltbank)

Das wird gemessen

Die IKI erfasst die durch die Arbeit ihrer Projekte verbesserten und nachhaltig genutzten Flächen an Ökosystemen mit dem Indikator „Action Ecosystems“ (AE) und dem neuen Indikator „SI 2 - Ökosysteme“. Laufende IKI-Projekte, die schon vor 2022 einen Zwischenbericht eingereicht haben und nicht freiwillig auf die neuen Standardindikatoren umsteuern, berichten zu dem alten Indikator AE. Alle neueren IKI-Projekte berichten zum Indikator „SI 2“.

Definition „SI 2 - Ökosysteme“: „Fläche von Ökosystemen unter verbessertem Schutz oder nachhaltiger Nutzung durch Maßnahmen (in Hektar)“

Definition „Action Ecosystems (AE)“: „Ökosystemfläche, die durch Maßnahmen verbessert oder geschützt wurde (in Hektar/Kilometer Küste)“
 

Beide Indikatoren erheben positive Effekte auf den qualitativen Zustand bzw. die Nutzung von Ökosystemen, die direkt durch Aktivitäten bzw. Ergebnisse der einzelnen IKI-Projekte entstehen. Es zählen Maßnahmen zum Schutz von Ökosystemen und Biodiversität sowie Maßnahmen zur nachhaltigen Nutzung von Land und Ressourcen. Unter Verbesserungen fällt auch, wenn ein IKI-Projekt eine unmittelbar bevorstehende Verschlechterung im Ökosystem vermeiden konnte. Erfasst werden die Daten nur, wenn die angestrebte Verbesserung erreicht wurde. Ein Beispiel: Es zählt nur die Fläche eines eingerichteten Schutzgebietes – und nicht eines Schutzgebiets, bei dem die Vorbereitungen noch laufen. 

Die Details

Für den Zeitraum von 2015 bis 2024 berichten derzeit 28 Projekte plausible Ist-Werte zum SI 2. Ein Großteil dieser Projekte lässt sich den Förderbereichen „Anpassung an die Folgen des Klimawandels“ und „Schutz der biologischen Vielfalt“ zuordnen. Die zu SI 2 berichtenden Projekte haben im Zeitraum von 2015 bis 2024 insgesamt 4.019.097 Hektar Ökosystemfläche unter (verbesserten) Schutz und/oder nachhaltige Nutzung gestellt. Gegenüber der SI-Vorjahresauswertung ergibt sich unter diesem Indikator eine Steigerung von ca. 170.000 Hektar. Rund 21 Prozent davon sind marine oder Küstenökosysteme, während die restlichen Wirkungen in terrestrischen Ökosystemen erzielt wurden. 

Plausible Ist-Werte zu „SI 2 - Ökosysteme“ Fläche von Ökosystemen mit verbessertem Schutz/nachhaltiger Nutzung

Datenquelle: IKI-Monitoringdaten 2015 bis 2024

Ingesamt berichteten 28 Projekte zur Fläche mit verbessertem Schutz/nachhaltiger Nutzung in den Daten zum Standardindikator „SI 2 - Ökosysteme“.

Braulio Carrillo National Park, Costa Rica
Eine Elefantenherde grast im Deepor Beel in Indien in einem Stachelseerosenfeld.

Art des Ökosystems zu „SI 2 - Ökosysteme“

Datenquelle: IKI-Monitoringdaten 2015 bis 2024

63 weitere Projekte berichten plausible Ist-Werte zum Standardindikator AE. Projekte des Förderbereichs „Schutz der biologischen Vielfalt“ machen dabei den Großteil der erreichten Werte aus. Insgesamt gaben die Projekte an, 23.717.087 Hektar Ökosystemfläche unter (verbesserten) Schutz und/oder nachhaltige Nutzung gestellt zu haben. Gegenüber der SI-Vorjahresauswertung ergibt sich unter diesem Indikator eine Steigerung von ca. 480.000 Hektar.

Plausible Ist-Werte zu „Action Ecosystems“ Fläche von Ökosystemen mit verbessertem Schutz/nachhaltiger Nutzung

Datenquelle: IKI-Monitoringdaten 2015 bis 2024

Ingesamt berichteten 63 Projekte zur Fläche mit verbessertem Schutz/nachhaltiger Nutzung in den Daten zum Standardindikator „Action Ecosystems“.

Um die internationale Vergleichbarkeit der unterschiedlichen Schutzgebietstypen der Länder und Regionen zu ermöglichen, hat die Weltnaturschutzunion (IUCN) Richtlinien für die Managementkategorien für Schutzgebiete veröffentlicht. Diese werden im Rahmen internationaler Berichtspflichten, insbesondere gegenüber der Konvention über die biologische Vielfalt (Convention on Biological Diversity, CBD), genutzt. 

Fast die Hälfte aller Projekte, die zu AE oder SI 2 berichten, arbeiten in Gebieten, die unter IUCN-Schutzgebietstypen fallen. Am häufigsten sind IKI-Projekte in Nationalparks (Kategorie II), geschützten Landschaften bzw. geschütztem marinem Gebiet (Kategorie V) sowie Ressourcenschutzgebieten oder Kulturlandschaften mit Management (Kategorie VI) aktiv.

Zwei Drittel der Projekte, die zu SI 2 oder AE berichten, machen Angaben zur Art der Verbesserungsmaßnahmen, die sie auf den Flächen umsetzen. Am häufigsten arbeiten IKI-Projekte an der Wiederherstellung von Ökosystemen und an Verbesserungen des Managements von Schutzgebieten und anderen Flächen. Verminderte Entwaldung sowie Aufforstung spielen ebenfalls eine signifikante Rolle.

Der neue Indikator „SI 2 - Ökosysteme“ schlüsselt die Daten nach Bereichen auf, die über die Schutzgebietskategorien und die durchgeführten Schutzmaßnahmen hinausgehen. Aufgrund der geringen Anzahl von IKI-Projekten, die bisher zu diesem Unteraspekt des neuen Indikators berichtet haben, lassen die verfügbaren Daten noch keine detaillierte Analyse zu.

Projektbeiträge in IUCN-Schutzgebieten

Datenquelle: IKI-Monitoringdaten 2015 bis 2024

Angaben von insgesamt 42 Projekten, die zu den Standardindikatoren „Action Ecosystems“ und „SI 2 - Ökosysteme“ berichten. Mehrfachnennungen möglich.

Über 90 Prozent der Projekte, die zu SI 2 oder AE berichten, machen Angaben zur Art der Verbesserungsmaßnahmen, die sie auf den Flächen umsetzen. Am häufigsten arbeiten IKI-Projekte an der Wiederherstellung von Ökosystemen und an Verbesserungen des Managements von Schutzgebieten und anderen Flächen. Verminderte Entwaldung sowie Aufforstung spielen ebenfalls eine signifikante Rolle.

Beispielprojekt: Restaurierung von Mangrovenwäldern in Mexiko bietet Chancen der sozialen Entwicklung

Das Projekt hat ein Biodiversitätsmonitoringsystem aufgebaut, mit dem Daten und Berichte generiert werden können, um Richtlinien zum Biodiversitätsschutz und Mangrovenmanagement zu erstellen. Um die Konnektivität zwischen ökologischen Schutzgebieten zu verbessern und den Restaurierungsprozess zu stärken, wurden über 20,5 km Lagunenkanäle durch Reinigung durchlässig gemacht, 1.000 m Feuersperren eingerichtet und mehr als 25 km Zäune gebaut, um Schutzgebiete zu schützen. Es wurde außerdem ein Verkaufspunkt für Mangrovenhonig in Mexiko-Stadt eingerichtet.

Bis Laufzeitende im Dezember 2021 konnten insgesamt 4.239 ha Mangrovenwälder durch Maßnahmen geschützt, nachhaltig gemanagt oder wiederhergestellt werden.

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