Beiträge von IKI-Projekten zur Treibhausgasminderung zwischen 2015 und 2024

Luftaufnahme eines Solarparks: Reihen von Solarmodulen erstrecken sich über das Gelände, während ein Auto die Straße in der Mitte passiert.

Auf einen Blick

22.912.671 t

CO2-Äquivalente vermieden.

auf Basis der summierten Ergebnisse der Standardindikatoren „Action Mitigation“ und „SI 1 - Minderung“.

Vergleichbar mit ...

Der jährliche CO2-Fußabdruck pro Kopf in Deutschland liegt bei 8,6 Tonnen CO2-Äquivalenten (Quelle: Climate Watch Data, Stand 2021). Die Ergebnisse entsprechen also dem jährlichen Ausstoß von rund 2,6 Mio. in Deutschland lebenden Menschen oder in etwa der Bevölkerung Kölns und Münchens zusammen. 

Wahrzeichen Mombasa Tusks

Nehmen wir den jährlichen CO2-Fußabdruck pro Kopf von Kenia (1,35 Tonnen CO2-Äquivalente, Quelle:Climate Watch Data, Stand Februar 2025), entsprechen die Werte dem jährlichen Ausstoß von ungefähr 30 Prozent der Bevölkerung Kenias.

Das wird gemessen

Im Berichtszeitraum 2015 bis 2024 werden die Treibhausgasminderungen durch IKI-Projekte über zwei Indikatoren erhoben.

Definition „SI 1 - Minderung“: „Direkt oder indirekt durch das Projekt reduzierte Treibhausgasemissionen oder erhöhte Kohlenstoffbestände (in Tonnen CO2-Äquivalenten (t CO2eq))“

Alle neueren Projekte berichten zu dem „SI 1 - Minderung“. Über SI 1 erfasst die IKI die Treibhausgasminderung differenziert auf zwei Ebenen. Auf erster Ebene werden unmittelbare durch die IKI finanzierte Treibhausgasminderungen erfasst (Ebene 1: direkte Minderung). Zusätzlich werden auf zweiter Ebene mittelbare Minderungsbeiträge erfasst, die durch von der IKI finanzierte technische Unterstützung von Klimaschutzmaßnahmen erreicht werden (Ebene 2: indirekte Minderung). Dabei ist es wichtig zu erwähnen, dass sich der Indikator ausschließlich auf Minderungseffekte bezieht, die während der Projektlaufzeit aufgetreten sind (ex post). Darüber hinausgehende Projektionen zu Einsparungen, die nach Projektlaufzeit bspw. durch die kontinuierliche Nutzung neuer Technologien entstehen, sind nicht enthalten.

Definition „Action Mitigation (AM)“: „Im Projektgebiet reduzierte Treibhausgasemissionen oder erhöhte Kohlenstoffbestände (in Tonnen CO2-Äquivalenten (t CO2eq))“

Laufende IKI-Projekte, die schon vor 2022 einen Zwischenbericht eingereicht haben und nicht freiwillig auf die neuen Standardindikatoren umsteuern, berichten zu dem alten Indikator „Action Mitigation“ (AM). Dieser erfasst unmittelbare Minderungseffekte, die sich typischerweise über die Durchführung von Pilotmaßnahmen oder direkte Investitionen ergeben. Nicht alle dieser Maßnahmen werden dabei direkt über die IKI finanziert.

Die Details

14 Projekte erzielten laut eigenen Angaben eine direkte Treibhausgasminderung im Rahmen des SI 1. Die berichteten Werte liegen bei 2,1 Mio. Tonnen CO2-Äquivalenten. Der Indikator wurde im Jahr 2022 eingeführt und es ist davon auszugehen, dass direkte Minderungseffekte vor allem gegen Laufzeitende der einzelnen Projekte auftreten.

Plausible Ist-Werte zu „SI 1 - Minderung“ Direkte Minderung

Datenquelle: IKI-Monitoringdaten 2015 bis 2024

Insgesamt berichteten 14 Projekte unter dem Standardindikator „SI 1 - Minderung“ zu direkten Treibhausgasminderungen.

Bei den indirekten Treibhausgasminderungen unter dem SI 1 verzeichnete die IKI im Vergleich zum Vorjahr einen Anstieg von über 1,8 Mio. Tonnen CO2-Äquivalenten auf über 3,3 Millionen Tonnen. Insgesamt berichten derzeit zehn IKI-Projekte plausibel zu indirekten Treibhausgasminderungen.

Plausible Ist-Werte zu „SI 1 - Minderung“ Indirekte Minderung

Datenquelle: IKI-Monitoringdaten 2015 bis 2024

Insgesamt berichteten zehn Projekte unter dem Standardindikator „SI 1 - Minderung“ zu indirekten Treibhausgasminderungen.

Die höchsten Treibhausgaseinsparungen berichten IKI-Projekte im Rahmen des Indikators AM. Insgesamt reichten 34 Projekte plausible Ist-Werte für diesen Indikator ein. Verglichen mit der SI-Vorjahresauswertung stiegen die berichteten Ist-Werte damit um rund 670.000 Tonnen CO2-Äquivalente auf 17,5 Millionen Tonnen. Sechs dieser Projekte, plus zwei weitere Projekte, die bisher keine Daten eingereicht haben, befinden sich noch in Durchführung und werden in den kommenden Jahren weitere Minderungseffekte berichten. Die vier Projekte mit den höchsten berichteten Werten stammen alle aus dem IKI-Förderbereich „Erhalt und Wiederherstellung natürlicher Kohlenstoffsenken“ und machen gemeinschaftlich über 70 Prozent der berichteten Werte aus. Alle unter dem Indikator AM erfassten IKI-Projekte haben sich zudem zum Ziel gesetzt, bis zu ihrem Umsetzungsende insgesamt fast 22 Millionen Tonnen an CO2-Äquivalenten zu vermeiden.

Plausible Ist-Werte zum Standardindikator „Action Mitigation“

Datenquelle: IKI-Monitoringdaten 2015 bis 2024

Insgesamt berichteten 34 Projekte zum Standardindikator Minderung (Action Mitigtion).

Beispielprojekt: Unterstützung des nationalen Fonds für Energieeffizienz in der Ukraine

Mit Unterstützung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) und der EU-Kommission hat die ukrainische Regierung 2019 den Energieeffizienzfonds (EEF) eingerichtet, über den Sanierungsmaßnahmen an Mehrfamilienhäusern finanziert werden. Vor Kriegsbeginn wurden bereits 861 Sanierungsprojekte gefördert. Seither hat der EEF ein neues Programm zur Förderung von Reparaturmaßnahmen aufgelegt und arbeitet darauf hin, die Dynamik bei der Sanierung von Wohngebäuden, die nicht von Kriegsschäden betroffen sind, aufrechtzuerhalten. Das IKI-Projekt unterstützt den EEF beim weiteren Aufbau von Kompetenzen (sowohl innerhalb des EEF-Sekretariats als auch bei den Durchführenden von Sanierungsmaßnahmen) sowie bei der Weiterentwicklung seines Förderinstrumentariums im Angesicht der aktuellen Herausforderungen. 

Durch technische Unterstützung des Projekts bei der Sanierung von Gebäuden konnten indirekt bereits über 65.000 Tonnen CO2-Äquivalente eingespart werden.

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