Länderspezifisches Auswahlverfahren

In einem länderspezifischen Auswahlverfahren (Ländercall) entwickelt die Internationale Klimaschutzinitiative (IKI) gemeinsam mit einer Partnerregierung Themen für bilaterale Projekte. In den meisten Fällen erfolgt diese vertiefte Zusammenarbeit mit IKI-Schwerpunktländern

Das Ziel der Ländercalls ist es, das IKI-Portfolio im jeweiligen Land weiterzuentwickeln. Der Fokus liegt auf den landespezifischen Prioritäten, die sich aus dem Übereinkommen von Paris und dem Übereinkommen über die biologische Vielfalt (CBD) ergeben. 

Das Fördervolumen, das über die IKI bereitgestellt wird, beträgt in der Regel 12 bis 15 Millionen Euro pro ausgewähltem Projekt.

Pro Ländercall werden in den meisten Fällen zwei Förderschwerpunkte bestimmt, zu denen jeweils ein Projekt umgesetzt werden soll. 

In einem Wettbewerb sucht die IKI Ideen für die Umsetzung der Förderschwerpunkte. Der Ideenwettbewerb ist etwa vier Monate geöffnet, das heißt: In diesem Zeitraum können Institutionen, die die Voraussetzungen für eine Bewerbung erfüllen, Projektskizzen einreichen.

Call geschlossen

Wie hoch ist die Förderung?

12 bis 15 Millionen Euro

Wer wird gefördert?

Mehrere Organisationen und/oder Unternehmen in einem Konsortium

Wie lange laufen die Projekte?

5 bis 7 Jahre

Wie oft wird gefördert?

Unregelmäßig, nach bilateraler Abstimmung mit IKI Schwerpunktland

Wo wird gefördert?

Bilateral;
das Land ist vorgegebenen

Wie wird ausgewählt?

Grafik: Das zweistufige thematische Auswahlverfahren

In der ersten Stufe treffen die Ministerien, die an der IKI beteiligt sind, und die jeweilige Partnerregierung aus allen eingereichten Projektskizzen, die die zwingenden Voraussetzungen für das Verfahren erfüllen, eine Vorauswahl. 

Diese Auswahl wird anhand der formalen und fachlichen Kriterien, die in der Förderinformation beschrieben sind, detailliert begutachtet. Anschließend entscheidet die IKI in enger Abstimmung mit der jeweiligen Partnerregierung, welche Skizzen in der zweiten Verfahrensstufe weiterverfolgt werden. 

Zu Beginn der zweiten Verfahrensstufe werden die hauptverantwortlichen Durchführungsorganisationen der ausgewählten Projektskizzen aufgefordert, einen umfassenden Projektvorschlag zu erstellen und einzureichen. 

Nach dessen Prüfung und Bewilligung beginnt die Umsetzung der Projekte, die in der Regel über fünf bis sieben Jahre laufen.

Wer wird gefördert?

Im Rahmen von länderspezifischen Auswahlverfahren fördert die IKI folgende Institutionen: 

  • Nichtregierungsorganisationen,
  • Wirtschaftsunternehmen,
  • Hochschulen und Forschungseinrichtungen aus dem In- und Ausland,
  • Durchführungsorganisationen der Bundesrepublik Deutschland,
  • Institutionen in den Kooperationsländern (unter anderem akkreditierte nationale Umsetzungsorganisationen bei internationalen oder multilateralen Organisationen) sowie
  • internationale zwischenstaatliche Organisationen und Einrichtungen, wie zum Beispiel Entwicklungsbanken, Organisationen und Programme der Vereinten Nationen.

Regierungen der Kooperationsländer können sich nicht um IKI-Fördermittel bewerben.

Kontakt

IKI Office
Zukunft – Umwelt – Gesellschaft (ZUG) gGmbH
Stresemannstraße 69-71

10963 Berlin

iki-office@z-u-g.org

https://international-climate-initiative.com/

Telefonische Sprechzeiten:
Dienstags:  14 bis 16 Uhr (MESZ)
Donnerstags: 10 bis 12 Uhr (MESZ)

+49 30700181222