04.10.2016

Auftakt des NAP - Prozesses in Mali

Zwei Männer und eine Frau diskutieren Material an einer Tafel.
Im Rahmen von Workshops mit den ländlichen Gemeinden (hier Dougabougou in der Region Segou) werden die Auswirkungen des Klimawandels und potentielle Anpassungsmassnahmen diskutiert. Foto: GIZ / Abdramane N’Golo Diarra

Zwei IKI-Projekte der GIZ unterstützen malische Partner bei verbesserter Planung und Steuerung der Anpassung an den Klimawandel.

Mit einer Kick-Off Veranstaltung des malischen Umweltministerium begann am 18.8.2016 der Auftakt zum nationalen Anpassungsplanungsprozess (National Adaptation Plan Process; NAP) in Mali. Gleich zwei Vorhaben der Internationalen Klimaschutzinitiative (IKI) des Bundesumweltministeriums (BMUB) unterstützen diesen Prozess.

So unterstützt das Projekt „Innovative Entwicklungsplanung zur Anpassung an den Klimawandel“ die für Planungsfragen zuständigen nationalen Behörden. Diese sollen  mögliche Anpassungsmaßnahmen in den Instrumenten zur Planung für die Gebietskörperschaften, wie Gemeinden, Kreise und Regionen berücksichtigen. Das zweite Projekt, „Mali - Pilotprogramm für integrative Anpassungsstrategie“, unterstützt die nationale Umweltbehörde bei der Umsetzung der nationalen Klimastrategie in den besonders betroffenen Sektoren.

Pflanze die mit Tröpfchenbewässerung gewässert wird.

Im Rahmen dieser beiden Projekte, die von der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH durchgeführt werden, wurde im Juli eine umfassende Vulnerabilitätsanalyse in Auftrag gegeben. Sie soll die Verwundbarkeit der Bevölkerung in den Zielregionen der Projekte mithilfe der von der GIZ entwickelten Methode „Sourcebook Vulnerability“ analysieren. Damit kann die Art und das Ausmaß der zu finanzierenden Anpassungsmaßnahmen besser an den reellen Bedürfnissen ausgerichtet und die eingesetzten Mittel möglichst effizient verwendet werden. Gleichzeitig wurden Kommunen ausgewählt, die von der GIZ in der Überarbeitung ihrer Entwicklungspläne begleitet werden sollen, damit Klimaaspekte in diesen Gemeinden eine bessere Berücksichtigung finden. Die überarbeiteten Entwicklungspläne dienen dann auch gemeinsam mit der Vulnerabilitätsanalyse als Grundlage zur Auswahl von konkreten Anpassungsmaßnahmen, die in diesen Kommunen umgesetzt werden sollen. Weiterhin begann im September die Überarbeitung der Dokumente zu strategischen Umweltprüfungen, der Umweltverträglichkeitsprüfungen und des Audits. Die neu gestalteten Gesetzestexte und Leitfäden sollen Klimawandelaspekte berücksichtigen und die Anwendung dieser Instrumente stärken.

Herannahende Gewitterfront

Der nationale Anpassungsplanungsprozess wurde bereits in seinen Grundzügen 2010 auf den Verhandlungen zur Klimarahmenkonvention in Cancún beschlossen. Die genauere Ausarbeitung der technischen Richtlinien für die Entwicklungsländer wurde dann 2012 durch die Experten der Least Developed Countries Gruppe fertig gestellt.

Zum einen soll die Verwundbarkeit der Bevölkerung gegenüber den Auswirkungen des Klimawandels reduziert und zum anderen Aspekte des Klimawandels in Entwicklungsstrategien und –planungen auf allen relevanten Ebenen und in allen relevanten Sektoren integriert werden. 

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Kontakt

IKI Office
Zukunft – Umwelt – Gesellschaft (ZUG) gGmbH
Stresemannstraße 69-71

10963 Berlin

iki-office@z-u-g.org

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Gemüsegarten mit intelligenten Bewässerungssystemen; Foto: DW/ Gerlind Vollmer

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