Der Kreis schließt sich – nicht nur für GET 4.0 in Argentinien
Das globale IKI-Projekt „Green Economy Transformation und Dekarbonisierungspfade im Kontext der wirtschaftlichen Erholung“ (GET 4.0) unterstützte Argentinien beim Übergang zu einer umweltfreundlicheren, kohlenstoffarmen Wirtschaft.
GET 4.0 hat in den letzten Jahren vier Partnerländer bei der Entwicklung und Umsetzung politischer Lösungen für den Übergang zu einer inklusiven grünen Wirtschaft unterstützt. Das Projekt wurde in Argentinien, Costa Rica, Indonesien und Südafrika durchgeführt und Ende letzten Jahres abgeschlossen. Nach zwei Jahren, in denen verschiedene Aktivitäten auf unterschiedlichen Regierungsebenen unterstützt wurden, hat das Projekt in Argentinien eine Reihe von Ergebnissen und Erfolgen erzielt. GET 4.0 hat von den argentinischen Partnern sehr positives Feedback und große Anerkennung erhalten.
Vielfältige Aktivitäten
Das Projekt unterstützte das Unterstaatssekretariat für Umwelt bei der Umsetzung der Nationalen Strategie für nachhaltigen Konsum und nachhaltige Produktion (NSSCP) und stärkte Argentiniens internationale Position im Bereich nachhaltiger Konsum und nachhaltige Produktion. Erreicht wurde dies durch die Entwicklung eines Aktionsplans für die NSSCP, ein Training zu Klimawandel und nachhaltiger Produktion für exportorientierte kleine und mittlere Unternehmen in strategischen Wertschöpfungsketten und ein standardisiertes Dashboard für Lebensmittel- und Getränkeabfälle.
Die Direktion für nachhaltige Industrie im Wirtschaftsministerium hat sich auf nationaler Ebene für ein Gesetz zur erweiterten Herstellerverantwortung (EPR) eingesetzt. GET 4.0 unterstützte sie dabei mit mehreren Studien, die sich auf die Analyse der verschiedenen Abfallkreisläufe und der Aspekte konzentrierten, die bei der Umsetzung eines EPR-Systems zu berücksichtigen sind. Das Projekt förderte auch einen Diskussionsprozess zwischen Personen des privaten und des öffentlichen Sektors, um die Verhandlungen über das Gesetz zu erleichtern.
Die vom Projekt unterstützte Teilnahme argentinischer Projektpartner am One Planet Network (OPN) Forum und am World Circular Economy Forum ermöglichte den Wissensaustausch und die Verbreitung nationaler Ansätze auf globaler Ebene. Dies führte unter anderem zur Wiederaufnahme Argentiniens in den Multi-Stakeholder-Beirat des OPN-Programms für nachhaltige Lebensmittelsysteme und zur Wiederaufnahme Argentiniens in die Koalition für Kreislaufwirtschaft in Lateinamerika und der Karibik, wodurch die Position des Landes auf der internationalen Agenda gestärkt wurde.
Unterstützung auf subnationaler Ebene
Auf subnationaler Ebene unterstützte GET 4.0 die Provinz Córdoba bei der Umsetzung ihrer Agenda für Kreislaufwirtschaft und Klimaschutz. Das Projekt trug zur Konzeption und Organisation einer Veranstaltung im Rahmen der internationalen Klimakonferenz „Latin American Commitment“ (CCI25) bei, bei der 5.000 Delegierte lokaler und regionaler Regierungen, der Wissenschaft und des Privatsektors zusammenkamen, um über Klimaschutz und Biodiversitätsschutz, Geschlechtergleichstellung, Kreislaufwirtschaft und nachhaltige Finanzierung zu diskutieren.
Die Konferenz stärkte die Zusammenarbeit zwischen lokalen und regionalen Gebietskörperschaften in Lateinamerika und der Karibik bei der Bekämpfung des Klimawandels und der Mobilisierung zusätzlicher Mittel zur Finanzierung von Anpassungsmaßnahmen. Im Rahmen der Konferenz bekräftigten die anwesenden Umweltministerien der argentinischen Provinzen dieses Engagement offiziell durch die Unterzeichnung des Abschlussdokuments der Konferenz.
Die Teilnahme der deutschen Kreislaufwirtschaftsinitiative „Circular Valley“, die von GET 4.0 unterstützt wird, war ein Highlight der CCI25 und zeigte, wie die Kreislaufwirtschaft durch ein Netzwerk von Organisationen aus Nordrhein-Westfalen in Deutschland gefördert wird. Als Ergebnis entsteht derzeit eine enge Partnerschaft zwischen der Provinz Córdoba und Circular Valley.
Langfristige Auswirkungen
Die Wirkung von GET 4.0 bei der Unterstützung der politischen Partner in Argentinien ist auch nach Projektende noch spürbar. Im Februar 2026 unterzeichnete die argentinische Regierung ein gegenseitiges Handels- und Investitionsabkommen mit den USA, in dem die Bedeutung von Ressourceneffizienz und Kreislaufwirtschaft ausdrücklich erwähnt wird. Mit dem Abkommen fördern die Vertragspartner Innovationen, die die Kreislaufwirtschaft voranbringen. Argentinien verpflichtet sich, „Maßnahmen zu ergreifen, um die Rückgewinnung wichtiger Mineralien aus Abfallströmen zu fördern und Vorschriften, Infrastruktur oder Technologien zu fördern, um die Sammlung von Elektronikschrott und gebrauchten Lithium-Ionen-Batterien zum Recycling und zur Rückgewinnung wichtiger Mineralien auszuweiten“.
Damit schließt sich ein Kreis – nicht nur für das GET 4.0-Projektteam, das eng mit argentinischen Partnern vor Ort zusammenarbeitet, sondern auch für die argentinische Wirtschaft insgesamt.
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