02.09.2022

Erstes Mitglied des IKI-Beschwerdemechanismus

Gemeindemitglieder Gbevozoun in Benin
Gemeindemitglieder Gbevozoun in Benin

Dr. Lalanath de Silva wird als erstes Mitglied dem Expertengremium des Unabhängigen Beschwerdemechanismus der IKI beitreten. 

Er wird die Funktion als Experte für Compliance Review übernehmen. 

Lalanath de Silva
Lalanath de Silva war bis zuletzt Leiter des unabhängigen Beschwerdemechanismus des von der UNFCCC eingerichteten Green Climate Fund (GCF).

Dr. de Silva ist ein  erfahrener Umwelt- und Menschenrechtsanwalt, der langjährige Berufserfahrung aus internationalen, öffentlichen wie auch gemeinnützigen Organisationen mitbringt. Er beendet zurzeit seine sechsjährige, nicht verlängerbare Amtszeit als Leiter des unabhängigen Beschwerdemechanismus (IRM – Independent Redress Mechanism) des von der UNFCCC eingerichteten Green Climate Fund (GCF). Als Leiter des IRM des GCF war er auch maßgeblich am Aufbau der Grievance Redress and Accountability Mechanisms (GRAM)-Partnerschaft beteiligt, die einer wachsenden Zahl von Beschwerde- und Rechtsbehelfsmechanismen, die in verschiedenen Bereichen entstehen, Führung, eine Lern- und Wissensplattform und einen Raum für Treffen bietet.

Von 2012 bis 2016 war de Silva Mitglied des Compliance Review Panel der Asiatischen Entwicklungsbank (ADB). Während dieser Zeit war er als Direktor der Environmental Democracy Practice und Direktor der Access Initiative am World Resources Institute, USA, tätig und unterstützte zivilgesellschaftliche und staatliche Partner in über 50 Ländern dabei, Reformen in der Umweltpolitik voranzutreiben. Zuvor war er für die Vereinten Nationen, das Umweltministerium von Sri Lanka und gemeinnützige Anwaltskanzleien in Sri Lanka tätig. Er ist auch ein erfolgreicher Musiker und Komponist.

Transparenz und Fairness sind Kernelemente der IKI, die durch eine Reihe von Instrumenten gewährleistet werden und in jedem Projekt verpflichtend zur Anwendung kommen müssen. Die Instrumente sollen u.a. sicherstellen, dass bei IKI-Projekten internationale Umwelt- und Sozialstandards eingehalten und negative Auswirkungen von Projekten auf Umwelt und Menschen vermieden, minimiert oder gemildert werden. Der unabhängige Beschwerdemechanismus der IKI soll Menschen, die (potentiell) negative soziale und/oder ökologische Folgen von IKI-Projekten erleiden oder die unsachgemäße Mittelverwendung melden wollen, die Möglichkeit geben, ihre Beschwerden zu äußern und Abhilfe zu schaffen. Auf diese Weise soll er auch dazu beitragen:

  • die ökologischen und sozialen Ergebnisse von Projekten zu überwachen und zu verbessern,
  • unbeabsichtigte negative Auswirkungen von Projekten zu vermeiden, die von ZUG und BMWK, BMUV und AA unbemerkt bleiben,
  • die angemessene Verwendung öffentlicher Mittel zu unterstützen und
  • mit internationaler guter Praxis übereinstimmen.

Ein Entwurf für den Mechanismus wurde im Oktober und November 2021 konsultiert. Mehr als 20 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus allen Regionen der Welt haben den Prozess mit wertvollen Anregungen begleitet.

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Kontakt

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