Zusammenarbeit von Universitäten in der Kleinen Sunda-Meeresregion
Universitäten aus der Kleinen Sunda-Meeresregion haben mit Unterstützung eines IKI-Projekts eine neue Forschungspartnerschaft gegründet, um den wissenschaftsbasierten Meeresschutz zu stärken.
Zwölf Universitäten aus Indonesien und Timor-Leste haben in Bali eine Absichtserklärung zur Gründung des Lesser Sunda Seascape Science Hub – University Partnership im Rahmen der Coral Triangle Initiative on Coral Reefs, Fisheries and Food Security (CTI-CFF) unterzeichnet. Die Vereinbarung stellt einen wichtigen Meilenstein zur Stärkung des grenzüberschreitenden, wissenschaftsbasierten Meeresschutzes in einer der artenreichsten Regionen der Welt dar. Die Initiative ist Teil der Umsetzung des von der IKI unterstützten Programms “Lösungen für die Resilienz von Meeres- und Küstengebieten im Korallendreieck” (SOMACORE), das von zehn Organisationen im gesamten Korallendreieck durchgeführt wird.
Schutz der biologischen Vielfalt und der Lebensgrundlagen
Die Meereslandschaft der Kleinen Sunda, die die Gewässer vor Bali, West-Nusa Tenggara, der Provinz Ost-Tenggara in Indonesien und Timor-Leste sowie Teile von Südwest-Maluku umfasst, ist ein wichtiger Teil des Korallendreiecks und bietet sowohl eine außergewöhnliche marine Artenvielfalt als auch die Lebensgrundlage für Millionen Menschen, die an den Küsten leben. Die Region ist jedoch zunehmendem Druck durch den Klimawandel und menschliche Aktivitäten ausgesetzt. Der neu gegründete Science Hub soll diesen Herausforderungen begegnen, indem er die regionale Zusammenarbeit in den Bereichen Forschung, Wissensaustausch und politikrelevante Wissenschaft verbessert.
Aufbauend auf einer 2017 lancierten Hochschulpartnerschaft stärkt der Science Hub die Rolle der Universitäten als wichtige Impulsgeber für wissenschaftsbasierte Maßnahmen für widerstandsfähige Ozeane und eine nachhaltige Entwicklung der Küstengebiete. Darüber hinaus bietet er eine Kooperationsplattform für Hochschulen, Behörden und Entwicklungspartner, um gemeinsam die Meeres- und Fischereiforschung voranzutreiben, akademische Kapazitäten zu stärken und wissenschaftliche Ergebnisse zu erzielen, die eine nachhaltige Meerespolitik unterstützen.
Dr. Frank Keith Griffin, Exekutivdirektor des CTI-CFF-Regionalsekretariats, beschrieb die Initiative als einen strategischen Mechanismus zur Verbindung von Wissenschaft, Politik und Praxis und betonte die Rolle, die sie bei der Unterstützung gemeinsamer Forschung zur Erhaltung von Korallenriffen, nachhaltigem Fischereimanagement und dem Schutz wandernder Meerestiere spielt.
Zwölf Universitäten bündeln ihre Kräfte
An der Partnerschaft sind zehn Universitäten aus Indonesien (Nusa Cendana University, Artha Wacana Christian University, Muhammadiyah University of Kupang, Tribuana Kalabahi University, Pattimura University, Kupang State Agricultural Polytechnic, Udayana University, Mataram University, Defense University und Sam Ratulangi University) und zwei Universitäten aus Timor-Leste (Universidade Nacional Timor Lorosa'e und Universidade Oriental Timor-Lorosa'e) beteiligt.
Ziel des Science Hub ist es, wissenschaftlich fundierte Politikempfehlungen zu erarbeiten, die die Entwicklung der Blue Economy unterstützen und das Wohlergehen der Küstengemeinden verbessern und gleichzeitig zur Umsetzung des SDG 14: Leben unter Wasser beitragen.
Laut Tutus Wijanarko, SOMACORE-Projektleiter für Konservasi Indonesia, geht die Absichtserklärung mit einer Vereinbarung zur Entwicklung eines gemeinsamen Arbeitsplans für 2026-2030 einher, der mit dem regionalen Aktionsplan 2.0 des CTI-CFF für 2021-2030 abgestimmt ist. Er betonte, dass der Science Hub die regionalen wissenschaftlichen Datenbanken stärken, die multidisziplinäre Forschung fördern und eine klimaangepasste, grenzüberschreitende Meeresschutzpolitik unterstützen wird. Konservasi Indonesia wird den Science Hub in diesem Jahr über das SOMACORE Programm mit einer Reihe von Zuschüssen für Kapazitätsaufbau, Ausbildung und Forschung unterstützen.
Weitere Höhepunkte des Projekts im Jahr 2025
Ein weiterer wichtiger politischer Meilenstein für das IKI-Projekt wurde auf dem 20. CTI-CFF Senior Officials Meeting in Bali im Dezember 2025 erreicht, als hochrangige Personen aus der Verwaltung den Fortschritt des IUCN Green List Pathway für Meeresschutzgebiete anerkannten. Diese Anerkennung bekräftigte das regionale Engagement zur Verbesserung der Qualität, Gerechtigkeit und Wirksamkeit von Meeresschutzgebieten über gebietsbezogene Ziele hinaus. Das SOMACORE-Programm spielte bei dieser Entwicklung eine Schlüsselrolle, indem es eine Reihe von Veranstaltungen und den regionalen Austausch proaktiv unterstützte, den Dialog in konkrete Maßnahmen umsetzte und die Widerstandsfähigkeit von Meeres- und Küstenökosystemen und Gemeinden im gesamten Korallendreieck stärkte.
Der Link wurde in die Zwischenablage kopiert
Kontakt
IKI Office
Zukunft – Umwelt – Gesellschaft (ZUG) gGmbH
Stresemannstraße 69-71
10963 Berlin