CoralCarib: Entwicklung eines neuen strategischen Ansatzes für die Erhaltung und Wiederherstellung karibischer Korallenriff-Ökosysteme in klimaresistenten Refugien
Die Zukunft der Karibik ist eng mit der Gesundheit ihrer Korallenriffe verbunden. Der Bewuchs mit lebenden Korallen - ein wichtiges Maß für die Gesundheit der Riffe - ist in der Karibik in den letzten Jahrzehnten aufgrund einer Kombination aus globalen und lokalen Bedrohungen um 60 % zurückgegangen. Die Zerstörung der Riffe bedroht die Bevölkerung der Region, deren Wirtschaft in hohem Maße von gesunden Riffen abhängt (> 0,85 Mio. EUR/km2 an kritischen Ökosystemgütern und -dienstleistungen). Das Projekt verfolgt einen innovativen Ansatz, der sich auf Klima-Refugien konzentriert, deren Korallen ein hohes Potenzial haben, künftige Entwicklungen des Klimas zu überstehen. Zu den wichtigsten Aktivitäten gehören die effektive Bewirtschaftung der Meeresgebiete, die Eindämmung von Riffbedrohungen, Korallenriff Rehabilitation mit Hilfe fortschrittlicher Technologien, die Förderung nachhaltiger Lebensgrundlagen und eine Reihe von Maßnahmen zur Ausweitung der Wirkung auf die gesamte Region.
- Länder
- Belize, Kuba, Dominikanische Republik (Dom Rep), Haiti, Jamaika
- IKI Förderung
- 6.500.000,00 €
- Darin enthaltene Vorbereitungsphase
- 150.000,00 €
- Laufzeit
- 11/2022 bis 10/2028
- Status
- laufend
- Durchführungs -organisation
- The Nature Conservancy (TNC) - International
- Politischer Partner
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- Belize Fisheries Department - Belize
- Ministry of Housing, Urban Renewal, Environment and Climate Change (MHURECC ) - Jamaica
- Ministry of Science, Technology and the Environment (CITMA) - Cuba
- Ministry of the Environment - Haiti
- National Council for Climate Change and the Clean Development Mechanism - Dominican Republic
- Durchführungspartner
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- Alligator Head Foundation
- Dominican Foundation of Marine Studies
- Grupo Puntacana Foundation
- Haiti Ocean Project (HOP)
- Haiti’s Environment and Integrated Development Initiative (IEDIH)
- National Aquarium of CUBA
- University College London (UCL)
Stand der Umsetzung/Ergebnisse
- FGPC und FUNDEMAR unterzeichneten eine Vereinbarung zur Datenbereitstellung für den Bericht zur Lage der Korallenriffe in der Karibik, der 2025 veröffentlicht wird.
- Dezember 2024:
- Mitglieder des CoralCarib-Teams nahmen am Reef Futures Global Symposium 2024 in Mexiko teil und hielten 10 Vorträge mit Schwerpunkt auf Korallenriff-Monitoring, den Auswirkungen des Bleichereignisses 2023 auf die Korallenrestaurierung und Anpassungsstrategien sowie dem Wert von In-situ-Korallenaufzuchtanlagen.
- Oktober 2024:
- Während der MarCuba 2024, einer wichtigen internationalen Veranstaltung zum Meeresschutz in der Karibik, brachte das Projekt Expertinnen und Experten aus der gesamten Region zusammen, um Wissen über Riffrestaurierung auszutauschen.
- In Sitzungen im Acuario Nacional de Cuba und im Meliá Habana Hotel diskutierten CoralCarib-Vertretende aus Kuba, der Dominikanischen Republik und den US-Jungferninseln Fortschritte, Herausforderungen und Erkenntnisse bei der Korallenrestaurierung.
- Ein Highlight war eine Sitzung zum Design und zur Entwicklung von Korallenreproduktionslaboren, bei der Jessica Ward (TNC), Rebecca Garcia (Fundación Grupo Punta Cana) und Sergio Guendulain (FUNDEMAR) ihre Erfahrungen beim Bau von Laboren auf den US-Jungferninseln, in Punta Cana und Bayahibe präsentierten. Diese Labore sind entscheidend für die Umsetzung von Reproduktions- und Restaurierungsstrategien in der Region und sollen als Modell für das neue Labor in Punta Perdiz, im Zapata-Sumpf, Kuba, dienen.
- Haiti:
- Der lokale CoralCarib-Partner Haiti Ocean Project gründete eine Korallenaufzuchtanlagen mit zehn Korallen unter Einbindung von Jugendlichen sowie Fischerinnen und Fischern.
- Kuba:
- CoralCarib lieferte Ausrüstung für den Start eines neuen Korallenaufzuchts- und restaurierungslabors im Acuario Nacional de Cuba in Havanna. Diese Einrichtung wird Kubas Rolle bei regionalen Naturschutzbemühungen stärken, den Wissensaustausch und innovative Möglichkeiten für lokale Partner und Gemeinschaften fördern und sexuelle Reproduktionstechniken zur Wiederherstellung von Korallenpopulationen nutzen.
- Die kubanische Regierung setzt ihre Unterstützung für CoralCarib fort, unter anderem durch die kürzliche Einfuhr eines Fahrzeugs und die Ermöglichung von TNCs Plänen, zusätzliche Ausrüstung für die Einrichtung eines neuen Labors zur sexuellen Vermehrung von Korallen in der Ciénaga de Zapata einzuführen.
- TNC Kuba veranstaltete den ersten lokalen Workshop zur Korallenrestaurierung, um das Bewusstsein zu schärfen und die Beteiligung an der Mission von CoralCarib zu stärken.
- Dominikanische Republik:
- Das Coral Innovation Hub wird gemeinsam von der Fundación Grupo Puntacana (FGPC) und der Fundación Dominicana de Estudios Marinos (FUNDEMAR) betrieben. Gemeinsam haben diese Organisationen über 3.122 Korallenfragmente von sechs Arten in terrestrischen Aufzuchtstationen produziert und betreiben 40 marine Aufzucht-Strukturen, die sich auf die kritisch gefährdete Geweihkoralle konzentrieren. Neue Einrichtungen sind im Bau und werden die Korallenforschung und Restaurierungskapazitäten weiter verbessern – unter anderem durch Methoden wie KI-gestützte Werkzeuge, einschließlich automatisierter Systeme zum Pflanzen von Korallen und zur Analyse großer Feld-Datensätze, um widerstandsfähige Korallen für die Restaurierungsaktivitäten zu identifizieren.
- Das Konsortium CoralCarib, vertreten durch den Partner FUNDEMAR, begann erstmals mit der Kultivierung von sexuell gezüchteten Korallen-Nachwuchs, um zu testen, ob sich so Korallen-„Plantagen“ anlegen lassen. Die sechseckigen Strukturen sind darauf ausgelegt, Korallenriff-Skelette zu stabilisieren und das Ausbringen von Korallen in Aufzuchtprojekten zu unterstützen. Diese Plantagen sollen künftig als Brutstätten für die Gewinnung von Korallenlarven dienen und die Vernetzung zwischen Populationen fördern.
- Haiti:
- Das Reef Resilience Forum, das im Dezember 2025 stattfand, markierte einen wichtigen Meilenstein für das Baradères–Cayemites Marine Protected Area und die Arbeit von CoralCarib in Haiti. Die Veranstaltung wurde in Zusammenarbeit mit dem lokalen Umsetzungspartner Haiti’s Initiative for Integrated Environment (IEDIH) organisiert – als erste Ausgabe einer geplanten jährlichen Reihe. Lokale Behörden, Fischer, technische Institutionen, Zivilgesellschaft sowie nationale und internationale Partner kamen zusammen, um Perspektiven auszutauschen und Prioritäten für den Schutz und die Restaurierung von Korallenriffen abzustimmen. Ein Multi-Stakeholder-Panel betonte die Bedeutung lokaler Führung, und am Ende des Treffens einigten sich die Teilnehmenden auf konkrete Maßnahmen zur Stärkung der Koordination und Governance von Meeresschutzgebieten im Süden Haitis.
- Jamaika:
- Die Zusammenarbeit von CoralCarib mit Jamaikas National Environment and Planning Agency und lokalen Organisationen wurde im Rahmen des Coral Reef Awareness Month im September 2025 präsentiert. Die Aktivitäten umfassten Aufklärungsarbeit in Schulen, koordinierte Tauchgänge zum Monitoring der Laichaktivitäten von Korallen sowie Datenerhebungen zur Unterstützung des langfristigen Riffmanagements. Die Berichterstattung in nationalen Medien hob den Korallenschutz als nationale Priorität hervor und unterstrich die Bedeutung von Wissenschaft und Partnerschaften. Diese gemeinsame Initiative stärkte die lokalen Kapazitäten und schuf die Grundlage für den langfristigen Schutz der Riffe in Jamaika.
- Regional:
- Für die Modellierung der Korallenlarven-Verbreitung in den Inseln der Karibik identifizierte CoralCarib wichtige Ursprungsriffe und unterstützte so die Priorisierung von Schutz- und Restaurierungsmaßnahmen für Korallenriffe in der gesamten Region. Diese Arbeit zeigt, wie Korallenriffe in allen Ländern und Territorien miteinander vernetzt sind. Neben der regionalen Analyse wurden detaillierte Länder-Modelle für vier CoralCarib-Staaten entwickelt: Kuba, die Dominikanische Republik, Haiti und Jamaika. Auf dieser Grundlage entstand zudem ein Online-Tool, mit dem die CoralCarib-Länder das Ausmaß von Laichereignissen von Korallen in ihren Gewässern bewerten und die potenziellen Auswirkungen ihrer Restaurierungsaktivitäten einschätzen können.
Letzte Aktualisierung:
06/2026
Relationen zum Projekt
Legende:
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