Förderung einer partizipativen und ehrgeizigen NDC-Umsetzung durch naturbasierte Lösungen in städtischen, ländlichen und küstennahen Landschaften Tansanias (PRO-NDC-ACT)

Der Waldverlust in Tansania stellt eine große Herausforderung dar. Um diesem Problem entgegenzuwirken, wendet das Projekt eine neue Form der Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Zivilgesellschaft an, die das gegenseitige Lernen im experimentellen Umfeld in den Mittelpunkt stellt. Zu diesem Zweck werden Grundlagenstudien durchgeführt und zwei Reallabore in Form partizipatorischer gemeindebasierter Waldrestaurierungsinitiativen eingerichtet. Zielregionen sind das Vumari Forest Reserve im Same District mit immergrünen und gemischten (sub-)montanen Wäldern des Eastern Arc und das untere Einzugsgebiet des Pangani River im Pangani District mit ostafrikanischen Küstenwäldern und Mangroven. Das Projekt führt außerdem nationale Stakeholder-Konsultationen durch, um Fragen zur Finanzierung von Wiederaufforstungsstrategien zu diskutieren. Darüber hinaus soll eine gezielte Öffentlichkeitsarbeit durchgeführt werden, um nationale Klimaschutzziele und die Wiederherstellung von Wäldern umzusetzen.

Projektdaten

Länder
Tansania
IKI Förderung
523.604,73 €
Laufzeit
07/2022 bis 06/2025
Status
laufend
Durchführungs -organisation
Carl von Ossietzky University Oldenburg
Durchführungspartner
  • Climate Action Network (CAN)
  • Climate Action Network (CAN) Tanzania

Stand der Umsetzung/Ergebnisse

  • Basierend auf den Ergebnissen einer Grundlagenstudie, die kurz nach Projektbeginn erstellt wurde, wurden die beiden Zielregionen ausgewählt.
  • Um die Beteiligung der lokalen Gemeinschaften an der Planung und Umsetzung von Waldwiederherstellungsaktivitäten zu fördern und die Nachhaltigkeit der Projektergebnisse sicherzustellen, wurden lokale Projektumsetzungskomitees (LPICs) eingerichtet. Die Vertretende in den LPICs setzten sich hauptsächlich aus bestehenden Komitees für natürliche Ressourcen und weiteren Gemeindemitgliedern zusammen. Die Einrichtung der LPICs wurden von den allgemeinen Dorfversammlungen genehmigt.
  • Eine erste Runde lokaler Stakeholder-Workshops fand im März/April 2023 in beiden Zielregionen statt. Das Programm umfasste eine Einführung in die Projektziele und den nationalen Rahmen für die Klimaschutzpolitik sowie Diskussionen über lokale Herausforderungen für den Waldschutz und Wege für eine nachhaltige Waldbewirtschaftung. Abschließend einigten sich die Teilnehmenden auf die übergeordneten Hauptziele für die vorgeschlagene Waldrestaurierung.
  • Im Juni 2023 fand eine zweite Runde lokaler Stakeholder-Workshops statt. Der Schwerpunkt lag auf dem Aufbau einer gemeinsamen Wissensbasis und umfassenden Diskussionen über die Relevanz intakter Naturwälder für die Lebensgrundlagen vor Ort sowie über Ansätze zur Waldwiederherstellung und nachhaltigen Bewirtschaftung. Darauf aufbauend wurden lokale Aktionspläne zur Umsetzung der Projektaktivitäten erstellt. Außerdem wurden Standorte für die Errichtung von Baumschulen ausgewählt.
  • Im Juni 2023 wurden repräsentative Waldstandorte in den beiden Zielregionen erfasst. Bestandsaufnahmen der vorhandenen Baumarten wurden entlang von Höhen- und Störungsgradienten erstellt. Die Ergebnisse flossen in die Auswahl der Baumarten für die Wiederaufforstung ein.

Letzte Aktualisierung:
03/2024

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