Green Economy Transformation und Dekarbonisierungspfade im Kontext der wirtschaftlichen Erholung
Die wirtschaftlichen und sozialen Auswirkungen der COVID-19-Pandemie gefährden den Fortschritt bei der Bewältigung der Klimakrise. Um die wirtschaftliche Erholung zu befördern und gleichzeitig das Momentum für die Dekarbonisierung zu stärken oder zumindest aufrechtzuerhalten, sind umfassende Politikansätze erforderlich, die wirtschaftliche Erholung, ökologischen und gesellschaftlichen Umbau miteinander zu verbinden (sog. Inclusive Green Recovery). Das Inclusive Green Economy (IGE)-Konzept bietet eine Blaupause hierfür. Das Projekt stärkte die relevanten internationalen Partnerschaften und Allianzen zur Förderung der Inclusive Green Economy (PAGE, GO4SDGs, GGKP, Green Fiscal Policy Network). Zudem unterstützte es die Partnerländer unter anderem durch gezielte technische Beratung, Lernformate und Stakeholder‑Konsultationen bei der Vorbereitung und Umsetzung von Politiklösungen zur Transformation hin zu einem inklusiven, grünen Wirtschaften.
- Länder
- Argentinien, Costa Rica, Indonesien, Südafrika
- IKI Förderung
- 3.750.000,00 €
- Laufzeit
- 03/2022 bis 12/2025
- Status
- abgeschlossen
- Durchführungs -organisation
- Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH
- Politischer Partner
-
- Department of Forestry, Fisheries and the Environment (DFFE) - South Africa
- Ministry of Economy - Argentina
- Ministry of Environment and Energy (MINAE) - Costa Rica
- Ministry of Environment and Forestry (KLHK) - Indonesia
- Durchführungspartner
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- United Nations Environment Programme (UN Environment)
Stand der Umsetzung/Ergebnisse
- Das Projekt ist abgeschlossen.
- Das Projekt baute auf Allianzen und Partnerschaften auf, die im Vorgängerprojekt „Green Economy Transformation in Zusammenarbeit mit der Partnership for Action on Green Economy (PAGE), GET 3.0“ etabliert worden waren. Um die Inclusive Green Economy (IGE) als Strategie für wirtschaftliche Erholung weiter zu etablieren, förderte das Projekt die Umsetzung nationaler IGE‑Ansätze in Partnerländern. Aktivitäten zu nachhaltiger Infrastruktur und grüner Finanzpolitik wurden durch den Umsetzungspartner United Nations Environment Programme (UNEP) unterstützt.
- In Indonesien arbeitete das Projekt mit dem Ministerium für Umwelt und Forstwirtschaft zusammen. Die Zusammenarbeit konzentrierte sich auf Artenvielfalt und Anpassungsfinanzierung. Beispielsweise wurde eine Bewertung der Finanzierungsoptionen für geschützte Gebiete für zwei Nationalparks umgesetzt.
- In Südafrika wurde in Zusammenarbeit mit dem Department of Forestry, Fisheries and the Environment (DFFE) eine informelle grüne Wirtschafts‑Gruppe mit mehreren Interessengruppen (darunter Regierung, Wissenschaft, Zivilgesellschaft, Wirtschaft, Finanzwesen und internationale Organisationen) unterstützt, um Silos zu durchbrechen, indem unterschiedliche Kompetenzen und Fachkenntnisse zusammengebracht wurden. Darüber hinaus förderte das Projekt die Kreislaufwirtschaft, indem es einen nationalen Stakeholder‑Dialog über Kreislaufwirtschaftspraktiken in verschiedenen Sektoren (Landwirtschaft, Bergbau, Fertigung und Energie) organisierte. Zudem entwickelte das Projekt Empfehlungen für eine verbesserte Integration informeller Müllsammelnder in kommunale Abfallmanagementsysteme.
- Die Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Planung und Wirtschaftspolitik in Costa Rica konzentrierte sich darauf, Instrumente für nachhaltige Infrastruktur in öffentlichen Investitionen zusammen mit dem Umsetzungspartner UNEP zu identifizieren und zu entwickeln. Weitere Projektaktivitäten fokussierten sich auf die Identifizierung öffentlicher Finanzierungsmechanismen für die Kreislaufwirtschaft, um die Umsetzung der nationalen Kreislaufwirtschaftsstrategie zu unterstützen, die im Juli 2023 gestartet worden war. Darüber hinaus unterstützte das Projekt das Finanzministerium und das Umweltministerium bei ihrer gemeinsamen Arbeit an einer grünen Steuerpolitik.
- Die Projektaktivitäten in Argentinien konzentrierten sich auf die Förderung von Kreislaufwirtschaftspraktiken, einschließlich Recycling im Industriesektor. In Zusammenarbeit mit der Direktion für nachhaltige Industrie des Wirtschaftsministeriums unterstützte das Projekt den Gesetzgebungsprozess zur Einführung eines Systems der erweiterten Herstellerverantwortung (EPR), an dem wichtige Interessengruppen aus den legislativen, regulatorischen und privaten Sektoren beteiligt waren. Das Projekt unterstützte zudem das Unterstaatssekretariat für Umwelt bei der Aktualisierung der nationalen Strategie für nachhaltigen Konsum und Produktion sowie eines neuen Aktionsplans für deren Umsetzung. Auf regionaler Ebene unterstützte das Projekt außerdem die Provinz Córdoba bei der Umsetzung und Verbreitung ihrer Arbeit zur Kreislaufwirtschaft.
Letzte Aktualisierung:
02/2026
Weiterführende Links
- Arbeitspapier: Geschlechtergleichheit und Informalität beim Übergang zu einer CO2-armen Wirtschaft (EN)
- Technisches Handbuch zur Emission nachhaltiger Kommunalobligationen in Südafrika (EN)
- Arbeitspapier: Gleichstellung der Geschlechter und Informalität bei kohlenstoffarmen Übergängen (EN)
- Website: Integration des Green Business Guide im I-GO Assistant Tool der Green Industry Plattform (EN)
- Bericht: Nationaler Stakeholder-Dialog zur Kreislaufwirtschaft in Südafrika (EN)
- Webinar: Vorgelagerte Entscheidungsfindung zur Finanzierung klimaresistenter Infrastruktur (EN)
- Handbuch: Technisches Handbuch zur Emission von nachhaltigen Kommunalobligationen in Südafrika (EN)
- Webinar: Schaffung eines günstigen Umfelds für nachhaltige Infrastrukturen: das EnABLE-Toolkit (EN)
- UNOPS-Eröffnungsbemerkungen: Überwindung der Infrastrukturlücke (EN)
- Video: Erste Internationale Klimakonferenz "Lateinamerikanisches Engagement", Córdoba, Argentinien (EN)
- Artikel: GET: Transformation der öffentlichen Finanzen für eine Klimazukunft und die Kreislaufwirtschaft in Costa Rica (EN)
Relationen zum Projekt
Legende:
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