Schutz und Regeneration der hochandinen Puna-Graslandschaft und des Waldes an der Baumgrenze des Manu Biosphärenreservats (PunaManu)
Das Manu Biosphärenreservat soll langfristig als intaktes biodiversitätsreiches Ökosystem und nachhaltige Lebensgrundlage der lokalen Bevölkerung erhalten bleiben. Die charakteristische Puna-Graslandschaft und die Wälder an der Baumgrenze des andinen Hochlands tragen zu Klimaschutz und Biodiversitätserhalt bei und erbringen wichtige Ökosystemleistungen. In der Gemeinde Lucuybamba im Mapacho-Tal soll sich diese sensible Baumgrenzregion von menschlichen Einflüssen regenerieren. In Zusammenarbeit mit den Menschen und der Parkverwaltung unterstützte das Vorhaben Feuerschutzmaßnahmen, den Abzug von Rindern und damit die Erholung des natürlichen Ökosystems. Flora und Fauna sowie die Kohlenstoffspeicherkapazität im Projektgebiet wurden erfasst, um den Prozess der Wiederherstellung der natürlichen Ökosystemfunktionen zu dokumentieren. Eine umweltverträgliche Nutzung der natürlichen Ressourcen durch die Bewohner wurde weiterentwickelt und die Menschen zu Verbündeten des Gebietsschutzes gemacht.
- Länder
- Peru
- IKI Förderung
- 800.000,00 €
- Laufzeit
- 07/2021 bis 12/2024
- Status
- abgeschlossen
- Durchführungs -organisation
- Zoologische Gesellschaft Frankfurt von 1858 e.V (ZGF)
- Durchführungspartner
-
- Aid for Endangered Wildlife Frankfurt Zoological Society - AVISA SZF Peru (FZS Peru)
- Pontifical Catholic University of Peru
Stand der Umsetzung/Ergebnisse
- Das Projekt wurde abgeschlossen.
- Dreißig Familienbetriebe wurden gegründet, von denen 14 von Frauen geführt wurden. Diese Betriebe erhielten ständige technische Unterstützung in Produktionstechniken und guten landwirtschaftlichen Praktiken und orientierten sich an den Kriterien der Nachhaltigkeit, einer Voraussetzung für die Erlangung der Zertifizierung des Biosphärenreservats Manu.
- Der ländliche Honigproduktionsverein des Sektors Patanmarca wurde technisch ausgestattet und beraten, um die Honigproduktion zu verbessern und eine engere Beziehung zwischen den Imkern des Mapacho-Tals zu ermöglichen. In Zusammenarbeit mit Fachleuten der Gemeinde Challabamba wurde auch eine technische Ausbildung in Bienenzucht, Bienenhaltung und Bienenstockmanagement entwickelt.
- Drei Ein-Hektar-Flächen wurden zur Untersuchung der Baumvielfalt und der Biomassedynamik eingerichtet. Zwei davon untersuchten den ungestörten Zustand und eine den Zustand mit Weidevieh. Auffällig war, dass die Parzelle mit Viehbesatz eine geringere Baumvielfalt aufwies als die beiden anderen. Im Rahmen der Laborarbeiten wurden verschiedene Pflanzenproben identifiziert und chemische Analysen sowohl von Pflanzen- als auch von Bodenproben durchgeführt. Außerdem wurden Analysen der Bodenmikrobiota durchgeführt, die einen innovativen Aspekt der Biodiversitätsforschung darstellten.
- In jeder der drei Flora-Parzellen wurden Umweltmessstationen installiert. Diese Stationen lieferten wichtige Informationen über den Wasserhaushalt und die Wasserdynamik auf den Parzellen auf beiden Seiten der Wasserscheide. Das Verständnis der Hydrologie dieser Region war von entscheidender Bedeutung für das Verständnis der künftigen Wasserverfügbarkeit im Mapacho-Tal und für die Nachhaltigkeit der landwirtschaftlichen und wirtschaftlichen Aktivitäten der an das Schutzgebiet angrenzenden Gemeinden.
- Die vierte Feldauswertung der Faunastudie war abgeschlossen. Neue Arten von Gliederfüßern und Säugetieren konnten in der nächsten Zeit identifiziert werden, da die Felduntersuchungen noch nicht abgeschlossen waren und vielversprechende Ergebnisse lieferten.
- Es wurde eine Forstbaumschule mit mehr als 8000 heimischen Pflanzenarten eingerichtet, die unter aktiver Beteiligung der örtlichen Bevölkerung gepflanzt werden sollten. Die Setzlinge, die sich zu diesem Zeitpunkt in der Baumschule für die Wiederaufforstung befanden, wurden aus Gebieten entlang der Straßen gewonnen, die gerade ausgebaut wurden. Ohne diese Bemühungen wären diese Jungpflanzen vernichtet worden.
Letzte Aktualisierung:
04/2026
Weiterführende Links
Relationen zum Projekt
Legende:
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