Stärkung des küstennahen Biodiversitätsschutzes und -managements durch Schutz und Rehabilitierungsanreize für küstennahe Kohlenstoffsenken in pazifischen Inselstaaten
Seegraswiesen und Mangrovenwälder erbringen zahlreichen Ökosystemdienstleistungen. Gemeinsam mit regionalen Partnern kartierte das Projekt mit innovativen Fernerkundungsmethoden den Bestand von Seegras und Mangroven. Gemessen und modelliert wurde, in welchem Umfang diese Ökosysteme als Kohlenstoffsenken und für andere Ökosystemdienstleistungen zur Verfügung stehen. Die Daten ermöglichten es erstmals, den ökonomischen Wert der natürlichen Ressourcen zu bestimmen. Sie halfen den nationalen Regierungen, strategische Schutz-, Bewirtschaftungs- und Rehabilitierungsmaßnahmen zu implementieren. Wirksame Kartierungs- und Quantifizierungsansätzen zur Kohlenstoffspeicherung (MRV) von Mangrovenwäldern und Seegraswiesen helfen den Entscheidungsträgern, Anreizsysteme für eine nachhaltige Bewirtschaftung und die Wiederherstellung der Ökosysteme zu entwickeln. So wird die Umsetzung von NDCs und nationalen Anpassungsprogrammen (NAPAs) vorangebracht.
- Länder
- Fidschi, Papua Neuguinea, Salomonen, Vanuatu
- IKI Förderung
- 9.220.000,00 €
- Laufzeit
- 12/2018 bis 05/2026
- Status
- abgeschlossen
- Durchführungs -organisation
- Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH
- Politischer Partner
-
- Conservation and Environment Protection Authority - Papua-Neuguinea
- Department of Environment - Fiji
- Department of Environmental Protection and Conservation (DEPC)
- Ministry of Environment, Climate Change, Disaster Management and Meteorology - Solomon Islands
- Secretariat of the Pacific Community (SPC)*
- Secretariat of the Pacific Regional Environment Programme (SPREP) - Samoa
- Durchführungspartner
-
- Secretariat of the Pacific Community (SPC)*
- Secretariat of the Pacific Regional Environment Programme (SPREP) - Samoa
Stand der Umsetzung/Ergebnisse
- Das Projekt ist abgeschlossen
- Ab 2025 unterstützte das Projekt über den Projektpartner SPREP Küstengemeinden in Papua-Neuguinea, Vanuatu, Fidschi und den Salomonen bei der Entwicklung und Umsetzung lokaler Managementpläne für Mangroven- und Seegrasökosysteme; insgesamt wurden 5.438 ha Küstenökosysteme geschützt bzw. nachhaltig bewirtschaftet und 4.138 Menschen direkt unterstützt
- 2025 wurden die Erhebungen zu Kohlenstoffvorräten in Mangroven- und Seegrasökosystemen in allen vier Partnerländern abgeschlossen und national angepasste Emissionsfaktoren entwickelt; ergänzend wurden Biodiversitäts- und Bedrohungsanalysen durchgeführt und nationale Fachkräfte geschult
- Im November 2025 wurde die nationale Blue-Carbon-Policy in Papua-Neuguinea unter Mitwirkung des Projekts offiziell vorgestellt; parallel unterstützte das Projekt 2024/2025 die Entwicklung einer Blue-Carbon-Policy in Vanuatu sowie die Ausarbeitung eines nationalen Mangroven-Managementplans auf den Salomonen
- 2025 wurden aktualisierte Mangrovenkartierungen (2016–2024) sowie erstmals regionale Seegraskartierungen über die Plattform Digital Earth Pacific veröffentlicht und für alle Partnerländer zugänglich gemacht
- Das Projekt präsentierte seine Ergebnisse auf internationalen Konferenzen, u. a. bei der Pacific Islands Ocean Conference im Oktober 2025 in Honiara
- Ab 2023 unterstützte das Projekt die Entwicklung nationaler Blue-Carbon-Politiken, u. a. durch Beiträge zu einem nationalen Stakeholder-Prozess in Papua-Neuguinea und die Zusammenarbeit mit Regierungspartnern und Organisationen wie The Nature Conservancy
- Das Projekt initiierte erfolgreich die Restaurierung degradierter Seegraswiesen auf Viti Levu (Fidschi) gemeinsam mit der Fiji National University und lokalen Gemeinden; erste Ergebnisse wurden international vorgestellt und flossen in regionale Managementansätze ein
- Der Projektpartner SPC veröffentlichte im Oktober 2023 die Plattform Digital Earth Pacific zur Unterstützung der Kartierungsarbeiten; erste Mangrovenkartierungen wurden im März 2024 präsentiert
- Das Projekt organisierte 2023/2024 mehrere regionale Austauschformate und Fachveranstaltungen, u. a. zum Internationalen Tag des Seegrases (01.03.2024) und zum Internationalen Tag der Mangroven (26.07.2024), sowie Medienkampagnen zur Bedeutung von Küstenökosystemen für Fischerei und Klimaschutz
- Auf regionaler Ebene unterstützte das Projekt kontinuierlich das Sekretariat der International Partnership for Blue Carbon (IPBC) durch fachliche Beiträge zu methodischen Ansätzen, Studien und Roadmaps sowie die Vorbereitung einer regionalen Austauschplattform für pazifische Inselstaaten.
Letzte Aktualisierung:
06/2026
Weiterführende Links
Relationen zum Projekt
Legende:
Der Link wurde in die Zwischenablage kopiert