Wiederherstellung von Landschaftsräumen in Südafrika (ReLISA): naturbasierte Lösungen für Klima, Biodiversität und Mensch

Große Gebiete der wichtigsten Biome sind in Südafrika aufgrund von Übernutzung und Klimawandel stark degradiert. Das Projekt schafft Aufmerksamkeit für die Situation und liefert wirtschaftliche Argumente für Wiederherstellung der Gebiete. Es sorgt für Bedingungen für einen gerechten Wandel des Landnutzungssektors sowie die Mobilisierung von Investitionen und stellt so degradierte Grasland-, Savannen- und Dickichtlandschaften wieder her. Die Umsetzung erfolgt in enger Absprache mit verschiedenen Beteiligten. Mit seiner Arbeit trägt das Projekt zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels bei, bekämpft den Verlust der biologischen Vielfalt und verbessert zeitgleich die Lebensgrundlagen ländlicher Gemeinden und Landwirte. Es baut gezielt Kompetenzen auf und schafft bankfähige Investitionsmöglichkeiten für den Privatsektor. Das Projekt unterstützt so die Ausweitung der Wiederherstellungsbemühungen, der Klimaziele, der grünen Wirtschaft und anderer Umweltziele im Rahmen der Rio-Konventionen und der UN-Dekade 2021-2030.

Projektdaten

Länder
Südafrika
IKI Förderung
14.547.493,00 €
Darin enthaltene Vorbereitungsphase
441.867,00 €
Laufzeit
11/2024 bis 10/2029
Status
laufend
Durchführungs -organisation
United Nations Environment Programme (UN Environment) - Kenya
Politischer Partner
  • Department of Cooperative Governance and Traditional Affairs (COGTA)
  • Department of Forestry, Fisheries and the Environment (DFFE) - South Africa
  • Department of Planning, Monitoring and Evaluation (DPME)
  • South African National Biodiversity Institute
Durchführungspartner
  • Council for Scientific and Industrial Research (CSIR) - South Africa
  • The Endangered Wildlife Trust (EWT)
  • United Nations Development Programme (UNDP)
  • United Nations Educational, Scientific and Cultural Organization (UNESCO)

Stand der Umsetzung/Ergebnisse

  • In den Schwerpunktgebieten werden Partnerschaften mit Landbesitzern und -besitzerinnen, Gemeinden, Forschenden, Regierungsvertretenden und anderen Interessengruppen aufgebaut, um die Wiederherstellung degradierter Landschaften in Busch-, Savannen- und Graslandbiomen voranzutreiben.
  • Vor-Ort-Besichtigungen und Fortschritte bei der Modellierung von Hydrologie, Boden, Kohlenstoff, Biodiversität und sozioökonomischen Faktoren dienen als Grundlage für die Standortauswahl und Projektplanung. Es werden Bestandsaufnahmen der Wiederherstellungsbemühungen in den Zielbiomen durchgeführt, während vorläufige „Stresstests” dazu beitragen, geeignete Wiederherstellungsstandorte und das Ausmaß der Degradation zu ermitteln, um Investitionen des Privatsektors anzuziehen. Auch die Kartierung der Interessengruppen in jedem Biom ist im Gange.
  • Sechs vorrangige Gebiete wurden bestätigt, fünf weitere Gebiete werden derzeit untersucht.
  • Eine Überprüfung der bestehenden MRV-Systeme (Monitoring Reporting and Verification) ist abgeschlossen, und die Arbeiten zur Stärkung des MRV-Systems Südafrikas und zur Integration von Wiederherstellungsdaten in die nationale Treibhausgasberichterstattung werden fortgesetzt. Die Ausarbeitung eines MRV/THG-Statusberichts und die Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Forstwirtschaft, Fischerei und Umwelt (DFFE) und anderen Stellen werden zur Verfeinerung der Instrumente und zur Angleichung an internationale Anforderungen beitragen.
  • Ca. 15.000 ha im Northern Drakensberg, ca. 1631 ha in Amathole und Gebiete im Soutpansberg sind auf dem Weg zu einem formellen Schutzstatus, wobei sich die Landbesitzerinnen und -besitzer aktiv für die Erweiterung der Schutzgebiete und den Erhalt wichtiger Lebensräume und Arten einsetzen. Lokale Gemeindeteams haben über 12 ha nichtheimische Pflanzen im Soutpansberg gerodet, weitere Standorte wurden im Drakensberg identifiziert.
  • Die Zusammenarbeit mit verschiedenen Interessengruppen prägt die Wiederherstellungsarbeiten im Biosphärenreservat (BR) Kruger to Canyons, im Waterberg BR und im Magaliesberg BR, wobei Standorte für Konzeptnachweise identifiziert, Arbeitspläne entworfen, Möglichkeiten für Ökotourismus ausgelotet und eine Praxisgemeinschaft für langfristige Wirkung eingerichtet werden.
  • Der Entwurf für das neue Biosphärenreservat Northern Drakensberg ist fertiggestellt und wird von der Provinz und der nationalen Regierung nachdrücklich unterstützt. Dieses Biosphärenreservat wird den Schutz der biologischen Vielfalt mit naturbasierten Investitionsmöglichkeiten verbinden.
  • In Zusammenarbeit mit lokalen Universitäten werden Forschungsvorschläge, Leistungsbeschreibungen (ToRs) und kalkulierte Forschungspakete entwickelt, um kritische Datenlücken zu schließen.
  • ReLISA hat sich an mehreren wichtigen politischen Prozessen beteiligt und sich damit als wichtiger Beitragender zu nationalen Zielen, Vorgaben und Bestrebungen positioniert.
  • Die Vorbereitungen für den offiziellen Launch von ReLISA am Rande der 3. Sitzung der G20-Arbeitsgruppe für Umwelt, Klima und Nachhaltigkeit (ECSWG) im Oktober 2025 schreiten voran.
  • Die Vorbereitungen für die erste Sitzung des Projektsteuerungsausschusses im September laufen, wobei die Abteilung für Planungsüberwachung und -bewertung (DPME) den Vorschlag prüft, weitere Mitglieder aufzunehmen.
  • Das Kommunikationsteam hat die Entwicklung von Informationsinstrumenten wie einer Website, einem Factsheet und einem Policy Brief vorangetrieben.

Letzte Aktualisierung:
01/2026

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Videos zum Projekt

Elefant

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