Wiederherstellung von Waldlandschaften durch eine nachhaltige Wertschöpfungskette für Energieholz

Ghanas Waldflächen gehen jährlich um rund zwei Prozent zurück. Ein Großteil des geschlagenen Holzes wird dabei als Feuerholz und für Holzkohle verwendet, deren Verbrauch stetig ansteigt. In seiner nationalen REDD+-Strategie hat Ghana die Verbesserung der Energieholzproduktion und -nutzung als einen Schlüsselfaktor identifiziert. Die Maßnahmen hierzu schöpfen jedoch das Potenzial bisher nicht aus und es besteht die Gefahr, dass sich die Waldzerstörung trotz guter Gesetzeslage fortsetzt. Das Projekt unterstützt deshalb seine Partnerinstitutionen dabei, gemeinsam mit den Kleinunternehmen und organisierten Produzentengruppen aus den Holzkohle produzierenden Regionen, Waldlandschaften wiederherzustellen. Die Projektarbeit beinhaltet dazu eine nachhaltige Produktion und Nutzung von Holzenergie, die Verbesserung der politischen und institutionellen Rahmenbedingungen für nachhaltige Holzenergie sowie die Wiederherstellung von Waldlandschaften und die Verbreitung des Ansatzes in der Region.

Projektdaten

Länder
Ghana
IKI Förderung
5.026.095,94 €
Laufzeit
04/2019 bis 05/2023
Status
laufend
Durchführungs -organisation
Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH
Politischer Partner
  • Ministry of Lands and Natural Resources - Ghana
Durchführungspartner
  • Energy Commission - Ghana
  • Environmental Protection Agency (EPA) - Ghana
  • Forestry Commission - Ghana
  • IUCN National Committee of the Netherlands
  • Ministry of Energy - Ghana
  • Ministry of Environment, Science, Technology and Innovation (MESTI) - Ghana

Stand der Umsetzung/Ergebnisse

 

  • In zehn Holzkohle produzierende Gemeinden in der Bono East und Savannah Region werden seit März 2020 Maßnahmen zur Aufforstung für nachhaltige Energieholzproduktion auf degradierten Flächen, Rehabilitierung von degradierten Waldlandschaften und Verbesserung der energieeffizienten Nutzung von Energieholz und Holzkohle umgesetzt.
  • Bislang konnten auf knapp 1.000 Hektar degradierten Waldflächen mehr als 690.000 Setzlinge von einheimischen und schnellwachsenden Baumarten gepflanzt werden.
  • Mehr als 2.600 Bewohnerinnen und Bewohner der 10 Projektgemeinden profitieren bislang von den Pflanz- und Baumschularbeiten, davon 1.690 Frauen (64%).
  • Drei ausgewählte Gemeinden profitieren bereits seit November 2020 von durch das Projekt aufgebauten Baumschulen, in denen in 2022 mehr als eine halbe Million Setzlinge von schnellwachsenden Baumarten angezogen werden.
  • 5.000 effiziente Kochherde für Holzkohle wurden in den Projektgemeinden verteilt um den Bedarf an Holzkohle und somit den Druck auf die Wälder zu reduzieren.
  • Mehrere Studien zur Artenvielfalt, zu Gender, zur Wertschöpfungskette Holzenergie und zum Wiederherstellungspotenzial der Waldlandschaften (ROAM) in den Projektgemeinden wurden durchgeführt. Auf Basis dieser Studien wurden die Aufforstungs- und Restaurierungskonzepte entwickelt.
  • Die Projekterfahrungen werden in die Umsetzung der nationalen Bioenergie-, Klimapolitik und REDD+-Strategie eingespeist und leisten einen direkten Beitrag zur Erreichung der NDC-Ziele zur nachhaltigen Waldbewirtschaftung und zum Klimaschutz. Durch Unterstützung des Projektes wurde ein Ziel zur nachhaltigen Holzkohleproduktion in der NDC Aktualisierung übernommen. Darüber hinaus werden die Ergebnisse auf regionaler und internationaler Ebene verbreitet.

 

Meldungen zum Projekt

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20.08.2021

Auf dem Weg zu einer nachhaltigen Holzkohleproduktion

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