Landnutzungsplanung und innovative Finanzierung zur Stärkung der Resilienz Mexikos
Die Folgen des Klimawandels bedrohen die Lebensgrundlagen mexikanischer Kleinbäuerinnen und Kleinbauern. Das Projekt fördert deshalb die Anpassung, Wiederherstellung und Erhaltung ländlicher Landschaften, um ihre Widerstandsfähigkeit zu erhöhen sowie die Ernährungssicherheit und das Einkommen vor Ort zu gewährleisten. Es unterstützt dazu kleinbäuerliche Betriebe in den Bundesstaaten Campeche, Tabasco, Chiapas, Jalisco, Michoacan, Oaxaca, Puebla, Hidalgo und Tlaxcala bei Anpassungsmaßnahmen und Produktionssteigerung. Die ökosystembasierten Anpassungsstrategien beinhalten unter anderem nachhaltige Produktion sowie integrierte Landnutzungsplanungsansätze die Ernährung, Wald, Biodiversität und Klimawandel gleichermaßen in Betracht ziehen. Innovative Finanzierungsmechanismen unterstützen diesen Prozess. Das Vorhaben fördert zudem Landnutzungsmanagementpolitik auf nationaler und subnationaler Ebene um Mexiko zu helfen, seine Ziele in den Bereichen SDGs, NDCs und Biodiversität zu erreichen.
- Länder
- Mexiko
- IKI Förderung
- 21.457.627,03 €
- Darin enthaltene Vorbereitungsphase
- 21.457.627,03 €
- Laufzeit
- 10/2022 bis 09/2028
- Status
- laufend
- Durchführungs -organisation
- World Resources Institute (WRI)
- Politischer Partner
-
- Ministry for Agriculture and Rural Development (SADER) - Mexico
- National Forestry Commission (CONAFOR) - Mexico
- National Institute of Ecology and Climate Change (INECC) - Mexico
- Secretariat of Environment and Natural Resources (SEMARNAT)- Mexico
- Durchführungspartner
-
- GAIA (Grupo Autonomo para Investigacion Ambiental)
- Inter-American Development Bank (IADB / IDB / BID)
- International Institute for Applied Systems Analysis (IIASA)
- International Union for Conservation of Nature and Natural Resources (IUCN) – Regional Office for Mexico, Central America and the Caribbean (ORMACC)
- Natura y Ecosistemas Mexicanos (Natura)
- The Inter-American Institute for Cooperation in Agriculture (IICA)
- World Resources Institute (WRI) - Mexico
Stand der Umsetzung/Ergebnisse
- WRI arbeitet zusammen mit dem Umweltministerium und dem Ministerium für ländliche Entwicklung der Regierung von Jalisco an der Umsetzung eines ersten Pilotprojektes zur Anpassung in Landwirtschaft und Viehzucht. Das Projekt konzentriert sich auf die Stärkung der Widerstandsfähigkeit von ProduzentInnen und die Regeneration von Grundwasserbeständen. Das Pilotprojekt soll Erkenntnisse und Erfahrungen zur Konzeption eines Finanzierungsmechanismus auf Landesebene liefern, um diese Aktivitäten in ganz Jalisco auszuweiten.
- Das Konsortium hat in sieben Bundesstaaten mindestens 1.190 Veranstaltungen zum Kapazitätsaufbau durchgeführt und damit 2.738 ProduzentInnen – darunter 35 % Frauen und 46 % Angehörige indigener Völker – dabei unterstützt, ein besseres Verständnis für die Umsetzung nachhaltiger Landnutzungspraktiken zu erlangen.
- Mehr als 1.300 ProduzentInnen haben auf einer Fläche von 24.000 Hektar neue Maßnahmen zur ökosystembasierten Anpassung (EbA) umgesetzt. Zu diesen Maßnahmen gehören silvopastorales Management, Diversifizierung und Erhaltung von Futterpflanzen, integriertes Weidelandmanagement, agroökologische Düngung, Tiergesundheit unter Anwendung ökologischer Methoden, Diversifizierung und Kombination von Agroforstsystemen (AFS), agroökologisches Schädlings- und Krankheitsmanagement, verbesserte Ernte- und Nacherntepraktiken, Boden- und Wasserschutzmaßnahmen, Wiederaufforstung auf Parzellen- und Landschaftsebene sowie lokale genetische Verbesserung.
- Das Projektteam hat fünf Sitzungen des durch das Projekt eingerichtete Nationale Lernnetzwerk abgehalten, um Erfahrungen zu den Themen kommunale Selbstverwaltung, ökologische Bienenzucht im Kontext des Klimawandels und Kakao-Züchtung auszutauschen.
- Das Projekt hat in Chiapas und Tabasco neue Monitoringstandorte für Kakao- und silvopastorale Viehhaltungssysteme eingerichtet und damit Transparenz und Datenfluss in diesen Wertschöpfungsketten verbessert.
- In Jalisco wurde der von der deutschen Sparkassenstiftung geleitete Klimaresilienz-Simulator eingesetzt, der es Bauern und Bäuerinnen ermöglicht, verschiedene Kombinationen von Variablen, z.B. Klima, Produktion und interne Organisation zu analysieren, um die Auswirkungen des Klimawandels besser zu verstehen und fundiertere Handlungsentscheidungen zu treffen.
- Der Partner „Natura“ moderierte partizipative Workshops zur Entwicklung von Plänen zur Anpassung an den Klimawandel (PACC) für 11 ErzeugerInnenorganisationen. Infolgedessen verfügen nun alle 15 derzeit am Projekt beteiligten Organisationen über einen eigenen PACC. Natura Mexicana begann im September mit der Umsetzung dieser Pläne durch Kurse zur regenerativen Landwirtschaft und weitete diese später auf silvopastorale Systeme und die Imkerei aus. Zwischen Oktober und Dezember wurden zwei Demonstrationsflächen für regenerative Landwirtschaft, drei silvopastorale Flächen und drei Imkereimodule eingerichtet.
- Im Rahmen eines Treffens ländlicher Frauen zum Thema „EbA“ hielten verschiedene ländliche und indigene Frauengruppen, die sich mit der Anpassung an den Klimawandel befassen, Vorträge. Darunter Gruppen, die traditionelles Kunsthandwerk herstellen und Genossenschaften, die Projekte zur Umweltsanierung entwickeln. Die Teilnehmerinnen diskutierten die Herausforderungen, denen sich Frauen in ländlichen Gebieten gegenübersehen, wie mangelnde Sichtbarkeit, eingeschränkter Zugang zu Ressourcen und begrenzte Beteiligung an kommunalen Entscheidungsprozessen, sowie Strategien zur Unterstützung und Stärkung dieser Gemeinschaften.
Letzte Aktualisierung:
06/2026
Relationen zum Projekt
Legende:
Der Link wurde in die Zwischenablage kopiert