Einführung von Maßnahmen, Pfaden und Fahrplänen zur Optimierung der Fahrzeugeffizienz und -elektrifizierung (IMPROVE)
Eine der zentralen Mobilitätsherausforderungen unserer Zeit ist es, den Ausstiegs aus Verbrennungsmotoren und den Übergang zu Elektrofahrzeugen zu beschleunigen sowie die Energieeffizienz zu steigern. Das Projekt unterstützt Schwellen- und Entwicklungsländer bei ihrem Ziel, die durchschnittlichen Treibhausgasemissionen von neu zugelassenen oder importierten Fahrzeugen bis 2030 im Vergleich zu einem Referenzszenario reduzieren und damit einen Beitrag zum Pariser Abkommen leisten. In vier Ländern werden die notwendigen Regulierungen und Politiken entwickelt und mit Partnern abgestimmt. Dazu erhebt und analysiert das Projekt Mobilitäts- und Fahrzeugdaten, entwickelt und evaluiert Regulierungsvorschläge und unterstützt entsprechende Abstimmungsprozesse. Das Projekt fördert aktiv das internationale Lernen und die Zusammenarbeit mit globalen Initiativen, um eine Dynamik für den Übergang zu emissionsfreier Mobilität auf internationaler Ebene zu schaffen.
- Länder
- Kolumbien, Kenia, Marokko, Thailand
- IKI Förderung
- 4.000.000,00 €
- Laufzeit
- 01/2023 bis 03/2028
- Status
- laufend
- Durchführungs -organisation
- Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH
- Politischer Partner
-
- Ministry for Equipment, Transport, Logistics and Water (METLE) - Morocco
- Ministry of Mining and Energy (MinEnergia) - Colombia
- Ministry of Transport, Infrastructure, Housing, and Urban Development (MOTIHUD), Kenya
- Ministry of Transport Thailand
- Office of Industrial Economics (OIE)
Stand der Umsetzung/Ergebnisse
- Im Rahmen der Transport and Climate Change Week 2025 fand eine Schulung zum Thema Fahrzeugeffizienz statt. Vertreter verschiedener Ministerien aus den IMPROVE-Ländern hielten während der Konferenzwoche Vorträge in verschiedenen Sitzungen, darunter auch bei der Podiumsdiskussion über die Zukunft der Wertschöpfungsketten in der Automobilindustrie vor dem Hintergrund globaler Veränderungen. Im Vorfeld der Konferenz nahmen wichtige Regierungsbehörden an einer Studienreise zum Fahrzeugprüflabor der TU Dresden teil. In der Ausgabe von 2024 fand eine Sitzung zum Thema „Put less in, get more miles out: regulating vehicle efficiency to reduce CO2 emissions” statt (www.youtube.com/…).
Kolumbien:
- Veröffentlichung der Studie „Status Quo of Vehicle Efficiency Regulations in Colombia” (changing-transport.org/…).
- In Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Bergbau und Energie, dem Verkehrsministerium und dem Umweltministerium wurde eine Kraftstoffverbrauchsnorm für leichte Nutzfahrzeuge erarbeitet, die derzeit von der Regierung geprüft wird. Im Rahmen des Projekts wurde eine Ausgangsbasis auf der Grundlage offizieller Daten erarbeitet, die durch Daten der Automobilindustrie ergänzt wurden. Die Entwicklung von Szenarien ermöglichte die Abstimmung der Regelung auf bereits bestehende nationale politische Strategien wie den Fahrplan für eine gerechte Energiewende. Das Projekt unterstützte zudem die Entwicklung eines Überwachungs- und Nachverfolgungssystems, um zuverlässige Daten für künftige Aktualisierungen sowie Kosten-Nutzen-Analysen der Maßnahme zu gewährleisten. Die Regulierung soll im Laufe von 2026 veröffentlicht werden.
Kenia:
- Das Verkehrsministerium hat eine technische Arbeitsgruppe „Vehicle Efficiency Working Group” ins Leben gerufen, die die Entwicklung eines Regulierungsinstruments zur Fahrzeugeffizienz in Kenia überwachen soll. Zu den Mitgliedern der Arbeitsgruppe gehören Einrichtungen mit Regulierungsbefugnissen (z. B. Ministerien und staatliche Stellen) sowie internationale Organisationen (UNEP) und Verbände des Privatsektors. Der Staatssekretär des Verkehrsministeriums ernannte offiziell die Mitglieder der Arbeitsgruppe. Auf der Grundlage aktualisierter Kraftstoffdaten einigte sich die Gruppe darauf, einen Kraftstoffverbrauchsstandard in Kenia festzulegen, um Verbrennungsmotoren (ICE) schrittweise vom Markt zu nehmen, dabei stehen primär Importeure im Fokus.
- Das Projektteam half bei der Überarbeitung der Inspektionsstandards für importierte Autos, um CO2-Emissions- und Kraftstoffverbrauchsdaten einzubeziehen und damit die Lücken in den Klimadaten für Kenias Fahrzeugbestand zu schließen.
- Es wurden je eine Ausgangsstudie zu einerseits dem Kraftstoffverbrauch von leichten Nutzfahrzeugen in Kenia für den Zeitraum 2010–2023 (changing-transport.org/…) und andererseits zu Bedingungen und Hindernissen für die Regulierung der Fahrzeugeffizienz in Kenia veröffentlicht (changing-transport.org/…). Diese dienen als Grundlage für die weiteren Projektaktivitäten.
Marokko:
- Im Januar 2026 wurden dem Lenkungsausschuss vier Szenarien für einen Feebate-Mechanismus vorgelegt. Aktuell finden bilateraler Konsultationen mit den zuständigen Ministerien statt, um das endgültige Szenario bis April zu validieren.
- Im September 2025 hat Marokko seine neuen NDC 3.0 veröffentlicht, die 13 Maßnahmen im Verkehrssektor vorsehen, darunter auch das Feetbate-System, CO₂-Emissionsnormen sowie neue Initiativen wie die Förderung der Elektromobilität für Zwei- und Dreiräder und ein Programm zur Erneuerung emissionsarmer Fahrzeuge. Der Verkehrssektor soll bis 2035 9 % der gesamten Klimaschutzbemühungen ausmachen.
- Das Verkehrsministerium organisierte am 8. und 9. Juli 2025 eine erste Beratungsrunde zum Thema Datenanalyse und die Gestaltung eines Feebate-Systems für Marokko.
- Im Rahmen der Green Impact Expo, einer Konferenz und Ausstellung für den Verkehrssektor, die vom 11. bis 13. Februar 2025 in Casablanca stattfand, organisierte das Projekt gemeinsam mit Partnerinnen und Partnern aus dem Ministerium für Verkehr und Logistik eine Diskussionsrunde zur Dekarbonisierung des Verkehrs.
- Am 30. April 2024 fand in Rabat eine hochrangige Veranstaltung in Anwesenheit des Verkehrsministers und eines Vertreters der deutschen Botschaft zum Start des IMPROVE-Projekts statt. Im Anschluss daran fand ein technischer Workshop mit Vertretenden der Ministerien und der Automobilindustrie statt (youtu.be/…).
Thailand:
- Eine Studie zur Reform der Politik für aktuell genutzte Fahrzeuge wurde zusammen mit dem Verkehrsministerium initiiert, die 2026 veröffentlicht werden soll.
- Das thailändische Portal für Kraftstoffverbrauchsdaten startete vom 15. bis 25. Februar 2026 eine Testphase, um Rückmeldungen der zuständigen Arbeitsgruppe einzuholen bevor es Mitte 2026 veröffentlicht wird.
- Die technischen Berichte zur Ausgangssituation von Kraftstoffverbrauch und Kraftstoffeffizienz werden bei der Sitzung der Arbeitsgruppe im März 2026 zur endgültigen Genehmigung vorgelegt.
- Im Juli 2025 fand ein Seminar mit thailändischen Ministerien und internationalen Partnern statt, dessen Schwerpunkt auf der Vereinbarkeit von Wirtschaftswachstum und Klimazielen lag und bei dem ein neues Portal für Kraftstoffeffizienzdaten vorgestellt wurde.
- Im Januar 2025 begann das Projekt mit einer Arbeitsgruppensitzung, bei der die Rahmenstudie für Thailand und der Strategieplan für 2025–2026 diskutiert wurden
Letzte Aktualisierung:
05/2026
Relationen zum Projekt
Legende:
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