Kolumbien

Stand: Mai 2023

Das Land gehört zu den Schwerpunktländern, mit denen die Internationale Klimaschutzinitiative (IKI) besonders eng zusammenarbeitet.

Blick über die Anden

Kolumbien gehört zu den artenreichsten Ländern der Welt: Rund zehn Prozent der Arten, die es auf der Welt gibt, finden sich dort. Ihr Schutz und der Schutz ihrer Lebensräume ist daher auch international von großem Interesse. Das Land ist dabei geprägt von sozialen Unruhen und bewaffneten Konflikten. Die Sicherheitslage, insbesondere für Menschenrechts- und Umweltaktivistinnen und -aktivisten, aber auch für indigene Bevölkerungsgruppen, ist vor allem in ländlichen Gebieten schwierig.

Schnittstellenprojekt

In den meisten Schwerpunktländern der IKI gibt es sogenannte IKI-Schnittstellenprojekte, die feste Projektbüros in den Hauptstädten haben. Neben ihrem eigenen landesspezifischen Projektauftrag gehört es zu den Aufgaben der Schnittstellenprojekte, engen Kontakt zu den Umwelt- und Klimaministerien zu halten sowie die klima- und biodiversitätspolitische Vernetzung mit anderen relevanten Ministerien sicherzustellen. Darüber hinaus arbeiten die Schnittstellenprojekte daran, alle IKI-Projekte im Land und in der Region miteinander zu vernetzen und so Synergien zu fördern.

In Kolumbien wird die Schnittstellenfunktion derzeit vom Projekt NDC Unterstützung Kolumbien übernommen. 

Schwerpunkte des Projekts 

  • Klimawandelresistente Wertschöpfungsketten (Mais, Fleisch und Milch): Umsetzung von Pilotmaßnahmen zur Minderung der Emissionen in zwei Departments Kolumbiens.
  • Stärkung des nationalen Klima-Monitoringsystems (MRV und M&E): Stärkung des Monitoring-Systems für Treibhausgasemissionen und Anpassungsmaßnahmen, um eine transparente und adäquate Berichterstattung über Klimaschutzmaßnahmen im Land zu ermöglichen.
  • Stärkung der Rahmenbedingungen für eine koordinierte Umsetzung des NDC: Verknüpfung des NDC mit sektoralen Strategien, wie dem Klimamanagementplan des Umweltsektors (PIGCCS Ambiente) und dem Fahrplan des Nationalen Aktionsplans für Klimawandel und Gender. 
  • Kompetenzstärkung von strategischen Akteurinnen und Akteuren: Fortbildungen und Kurse zu Themen wie Klimawandel, Landwirtschaft, Kommunikation und Gender.
  • Unterstützung Kolumbiens bei der Erarbeitung einer Strategie zur Förderung des nachhaltigen und integrativen Wachstums.
  • Funktion als IKI-Schnittstelle: Förderung des Dialogs über Klima und Biodiversität zwischen den IKI-Projekten im Land sowie zwischen weiteren Akteurinnen und Akteuren (Vernetzungsangebote und Wissensmanagement).

In Kürze

Region: Südamerika

Einwohnerzahl: 51,9 Mio. (Weltbank, 2022)

CO2eq-Emissionen gesamt (inkl. LUCF): 270,3 Mio. t (ClimateWatch, 2020)

CO2eq-Emissionen pro Kopf (inkl. LUCF): 5,3 t (ClimateWatch, 2020) 

Gesamtenergieversorgung (IRENA, 2020):

  • 26 % EE (51 % Bioenergie - 49 % Wasser/Meer)
  • 37 % Öl
  • 25 % Gas
  • 11 % Kohle + sonstige

IKI-Projekte im Land (Stand: November 2023):

  • bilateral: 8 laufend, 13 abgeschlossen
  • regional: 9 laufend, 15 abgeschlossen
  • global: 25 laufend, 41 abgeschlossen

ClimateWatch

NDC-Partnerschaft: Länderseite

 IKI-Partnerministerien:

  • Ministerium für Umwelt und nachhaltige Entwicklung (Minambiente)
  • Ministerium für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung
  • Ministerium für Bergbau und Energie
  • Ministerium für Verkehr
  • Ministerium für Wohnungswesen, Stadt und Territorium
  • Nationales Planungsministerium
  • Ministerium für Finanzen und öffentliche Kredite
  • Ministerium für auswärtige Angelegenheiten

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