22.05.2017

Biodiversität und Nachhaltiger Tourismus

Das Logo der Europäischen Klimaschutzinitiative; BMUB
Die Capisaan Höhle in der Provinz Nueva Vizcaya auf den Philippinen; Foto: Berthold Schirm

Der Internationale Biodiversitätstag 2017 macht auf einen verantwortungsvollen Umgang mit Natur und Ressourcen im Tourismus aufmerksam.

Der alljährlich am 22. Mai stattfindende Internationale Tag für biologische Vielfalt steht 2017 unter dem Motto „Biodiversität und Nachhaltiger Tourismus“.  Damit setzen die Vereinten Nationen einen weiteren Akzent im Internationalen Jahr des nachhaltigen Tourismus für Entwicklung.

Artenreiche und intakte Ökosysteme stellen eine wichtige Grundlage für viele Bereiche der Tourismuswirtschaft dar. Wenn dieser Sektor die große Bedeutung von attraktiven Landschaften und reicher Biodiversität anerkennt, untermauert dies politische und wirtschaftliche Argumente für eine Erhaltung der biologischen Vielfalt. Ebenso wirken sich viele Themen, die im Rahmen des Übereinkommens über die biologische Vielfalt (Convention on Biological Diversity, CBD) behandelt werden, direkt auf den Tourismussektor aus. Die Einnahmen aus einem nachhaltig strukturierten, naturverträglichen Tourismussektor können einen signifikanten Beitrag zum Schutz und zur Erhaltung zum Beispiel bedrohter Wildtierpopulationen sowie zur nachhaltigen Nutzung biologischer Ressourcen leisten.

Das Thema „Nachhaltiger Tourismus“ findet sich auch in Projekten der Internationalen Klimaschutzinitiative (IKI) des Bundesumweltministeriums (BMUB) wieder. Dabei handelt es sich um Aktivitäten, die dazu dienen sollen den Gemeinden vor Ort zusätzliches Einkommen zu schaffen. Dank solcher alternativen Einkommensquellen, können der Druck auf natürliche Ressourcen, wie zum Beispiel Holz oder Fisch, reduziert und Maßnahmen zum Schutz und zur Erhaltung biologischer Vielfalt finanziert werden.

So unterstützt ein IKI-Projekt am mexikanischen Golf von Kalifornien Schulungen von Führungskräften, technischem Personal und Tourismus-Dienstleistern in Naturschutzgebieten. Ziel ist es zum einen, die sozialen, ökologischen und wirtschaftlichen Vorteile von Freizeit- und touristischer Nutzung dieser Naturschutzgebiete zu maximieren. Zum anderen sollen die negativen Auswirkungen verringert werden, die diese Nutzung auf die Biodiversität des Meeres und der Küste hat.

Auf den Philippinen arbeitet ein IKI-Projekt mit Ministerien, Behörden und Gemeinden gemeinsam an der Ausarbeitung von Managementplänen für Schutzgebiete. In der Provinz Nueva Vizcaya liegt das einzigartige Höhlen-Ökosystem Capisaan Cave, wobei sich die Gemeinde in ihrem Managementplan für den Schutz und die Erhaltung dieser Höhlen ausgesprochen hat. Dabei ist ein Teil für Touristen zugänglich, andere Teile können nur von Wissenschaftlern betreten werden. Die Region ist schwer zu erreichen, daher wird in sogenannten einfachen „homestays“ direkt bei den Bewohnern der Gemeinde übernachtet. Zudem werden die Bewohner auch als Tourguide ausgebildet. Beide Maßnahmen bieten so eine alternative Einnahmequelle für die lokale Bevölkerung

Stärkung von lokalem Ökotourismus war auch Thema eines IKI-Vorhabens im äthiopischen Biosphärenreservat Kafa. Dabei wurden Trainingsmaßnahmen mit lokalen Gemeinden zur langfristigen Instandhaltung der touristischen Infrastruktur, wie gemeindebasierten Gästehäusern, durchgeführt. Außerdem nahmen mehr als 400 Reiseanbieter, Tourismus-Behörden sowie UNESCO- und Partner-Biosphärenreservate an einer Ökotourismusveranstaltung zur Bewerbung des Kafa-Biosphärenreservats in Addis Abeba teil.

Das BMUB fördert über die IKI bislang mit rund 750 Millionen Euro über 160 biodiversitätsrelevante Projekte, die die Partnerländer bei der Umsetzung des Strategischen Plans 2011-2020 der CBD unterstützen.

Der Internationale Tag der Biodiversität ist eine Initiative der Vereinten Nationen und erinnert an den 22. Mai 1992, an dem in Nairobi Einigkeit über den Text des UN-Übereinkommens über biologische Vielfalt (CBD) erzielt wurde. Um den einzigartigen Reichtum unserer Erde an Ökosystemen, Arten und Genen zu erhalten, haben die Vereinten Nationen die Dekade der biologischen Vielfalt 2011-2020 ausgerufen.

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iki-office@z-u-g.org

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