09.11.2022

Ghana: Design Sprint für E-Mobilitätslösungen

Design Sprint Ghana 2022: Die Gewinnerinnen und Gewinner mit der Jury

Studierende verschiedener Universitäten in Ghana entwickeln Prototypen für nachhaltige Ladestationen für Elektromobilität. 

Acht junge Studentinnen und Studenten konnten mit ihren Lösungen beim ersten Design Sprint zu E-Mobilitätslösungen überzeugen, der vom Impact Hub Accra und der Siemens Stiftung organisiert wurde. Bei dem fünftägigen Workshop Mitte Oktober 2022 in Accra, entwickelten 31 Studierende verschiedener Universitäten in Ghana Prototypen für nachhaltige Ladestationen für Elektromobilität. Das Programm wird von der Internationalen Klimaschutzinitiative (IKI), mit dem Ziel die Reduzierung der CO2-Emmissionen des Verkehrssektors in Ghana zu fördern. 

Design Sprint "Charge 2022"

Impact Hub Accra, ein Zentrum für Innovation, Austausch und Unternehmertum mit sozialer Wirkung und die Siemens Stiftung haben die Initiative Design Sprint unter dem Motto "Charge 2022" ins Leben gerufen, um den jungen Talenten in Ghana mit Begeisterung und Interesse für nachhaltige Technologien und Mobilität die Möglichkeit zu geben, an praktischen und umsetzbaren Ideen im Bereich Elektromobilität zu arbeiten. Das Programm lud Studierende  von technischen Universitäten und Hochschulabsolvent*innen dazu ein, in Gruppen oder auch einzeln entsprechende Lösungen zu entwickeln. Während des einwöchigen Programms arbeiteten sie mit Branchenexpert*innen, Mentor*innen und Wissenschaftler*innen zusammen, die sie in praktischen Aspekten der Technik und Produktentwicklung anleiteten. 

Will Senyo, CEO von Impact Hub Accra: "Unser Ziel für das von IKI geförderte Projekt ‚Cargo Bikes Made in Ghana‘ ist es, die Nutzung von E-Lastenfahrrädern in Afrika als praktikables Transportmittel zu fördern. Mit dem einwöchigen Design-Sprint-Programm wollten wir junge Menschen dazu bringen, innovative Lösungen zu entwickeln, die die Transportbranche revolutionieren werden. Die acht Gewinner*innen werden 12 Monate lang in unserem Team arbeiten, um ihre Fähigkeiten und Kompetenzen weiterzuentwickeln und uns letztendlich dabei zu helfen, dem Ziel unserer Mission näher zu kommen. Nachhaltige Lösungen sind unsere Leidenschaft und wir arbeiten kontinuierlich mit lokalen und internationalen Institutionen zusammen, um integratives Wachstum in Westafrika und darüber hinaus zu fördern.

Der Prototyp des Studierendenteams "AK LAB" gewann den Wettbewerb, die Teams "Flash Ride" und "Proton" belegten die Plätze zwei und drei. Die Teilnehmenden waren angetreten, um eine Ladestation mit einem Kostenlimit von 7.000 Euro zu entwickeln, die acht bis zehn 48V 21Ah E-Bike-Akkus gleichzeitig aufladen kann. Hierfür sollten sie hauptsächlich recycelte und lokal verfügbare Materialien verwenden.

Ein Baustein für den Ausbau der Elektromobilität in Westafrika

"Es ist wichtig, dass die entwickelten Ideen in die Prinzipien der Kreislaufwirtschaft eingebettet sind. Wir wollen die Produktion und Verbreitung von klimafreundlichen Mobilitätssystemen unterstützen und gleichzeitig junge Menschen in Ghana in zukünftigen Wachstumsbereichen der grünen Wirtschaft fördern. Der Erfahrungsaustausch im Rahmen unseres dreijährigen Programms ‚Cargo Bikes Made in Ghana‘ wird dazu beitragen, das Ökosystem der Elektromobilität in Westafrika weiter auszubauen", ergänzt Marah Köberle, Projektleiterin E-Mobilität bei der Siemens Stiftung und Mitglied der Jury, die die besten Projekte ausgewählt hat. 

Umweltfreundliche und saubere Mobilitäts- und Verkehrssektoren sind von entscheidender Bedeutung für die Erreichung des Sustainable Development Goals (SDG) 11 „Nachhaltige Städte und Gemeinden“ sowie für die Umsetzung anderer SDGs wie der Zugang zu Bildung oder Gesundheit. Um den Wandel im ghanaischen Transportsektor zu unterstützen, haben Impact Hub Accra und die Siemens Stiftung 2021 das gemeinsame Projekt ‚Cargo Bikes Made in Ghana‘ ins Leben gerufen, um elektrische Lastenfahrräder einzuführen und die nachhaltige Produktion im Land zu fördern. Sie arbeiten mit regionalen Institutionen, Unternehmen, Wissenschaftler*innen und der Verwaltung zusammen, um den städtischen Verkehr nachhaltiger, zugänglicher, inklusiver und effizienter zu machen.

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