Kontinuität und Neuanfang beim IKI-Netzwerkabend am Rande der SB-Sitzung in Bonn
Zu Beginn der zweiten Woche der June Climate Meetings 2026 kamen beim Netzwerkabend der Internationalen Klimaschutzinitiative (IKI) rund 150 Teilnehmende zusammen.
Beim diesjährigen IKI-Netzwerkabend schauten die Vertreter:innen von Durchführungs- und Partnerorganisationen, Ministerien und internationale Gäste, die teilweise über 5.000 km angereist waren, gespannt auf die neue Leitung der IKI. Dr. Kathrin Blaufuss, die zuvor das internationale Länderreferat und davor das Ministerbüro geleitet hatte, und Andreas Kübler, der bisherige Leiter des BMU-Pressereferats, leiten seit April gemeinsam das IKI-Referat im Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN). Beide nutzten die Gelegenheit, um sich der IKI-Community vorzustellen.
IKI als verlässlicher Partner
Dr. Kathrin Blaufuss betonte, dass die IKI auch in der aktuell angespannten globalen Lage, in der der Klimaschutz immer mehr unter Druck gerate, auch künftig ein verlässlicher Partner bleiben werde.
Ich bin heute hier, um Ihnen zu versichern, dass wir mit der IKI auch in Zukunft ein fairer, transparenter und verlässlicher Partner sein werden. Gleichzeitig müssen wir jedoch sicherstellen, dass jeder ausgegebene Euro für eine größtmögliche Wirkung eingesetzt wird.
IKI als Idee und Versprechen
Andreas Kübler hob die Bedeutung einer transparenten und frischen Kommunikation für die IKI hervor und betonte, dass Deutschland mehr zu bieten habe als Geld, Förderprogramme und technische Unterstützung.
Die IKI ist zugleich Idee und Versprechen. Sie ist eine Idee, wie wir beim globalen Klimaschutz erfolgreich umsteuern können, und ein Versprechen, dass wir dies gemeinsam mit den betroffenen Menschen und engagierten Gemeinschaften tun werden.
Es seien Narrative notwendig, um Menschen außerhalb der eigenen Bubble zu zeigen, was Deutschland mit der IKI anstößt und umsetzt. Als Beispiel nannte er die Geschichte eines Holzfällers, der nach zwanzig Jahren der Abholzung im Amazonasgebiet mit Unterstützung Deutschlands nun im Einklang mit dem Wald von dem Wald lebe und seine Naturprodukte auf dem Markt in Belem verkaufe.
Die neue IKI-Referatsleitung macht es sich zur Aufgabe, durch strategische Entwicklung, intelligente Vernetzung und transparente Kommunikation dem globalen Trend, den Klimaschutz zu depriorisieren, entgegenzuwirken.
Klima und Sicherheit mitdenken
Anne Vanselow aus dem Auswärtigen Amt ergänzte die Perspektive um die deutsche Klimaaußenpolitik und sprach über IKI-Projekte zum Thema Klima und Sicherheit, die das Auswärtige Amt in Abstimmung mit dem Bundesumweltministerium beauftragt und umsetzt. Dabei hob sie hervor, wie wichtig der Zugang zu sauberem Wasser, Lebensmitteln und gesunder Ernährung für die internationale Sicherheit sei.
Das Thema Klima und Sicherheit stand auch im Mittelpunkt der Keynote von Janani Vivekananda, Direktorin für Klimadiplomatie und Sicherheit bei adelphi global. Sie forderte, dass Frieden und Sicherheit unverzichtbare Elemente von Förderprogrammen – so auch der IKI – sein müssten, da sowohl Klimawandel als auch Klimaschutz Machtverhältnisse verschieben können. Sie appellierte, Projekte konfliktsensibel zu gestalten und erläuterte, welche Auswirkungen das auf die vier IKI-Förderbereiche Minderung, Anpassung, Biodiversität und Kohlenstoffsenken habe. Die Einbindung von Frieden und Sicherheit schütze nicht nur Investitionen, sondern sichere auch deren langfristige Nachhaltigkeit.
Austausch von Erfahrungen
Nach einer Fragerunde zur Keynote und den IKI-Förderprogrammen kamen die internationalen Gäste zum lebhaften Austausch und Vernetzen mit Blick auf den Rhein zusammen und nutzten die Gelegenheit, sich die ausgestellten Bilder aus dem IKI-Fotowettbewerb anzuschauen.
Wir danken allen Speaker:innen und Teilnehmenden herzlich für ihre Zeit, ihre Beiträge und die wertvollen Impulse. Weitere Eindrücke finden Sie in unserer Bildergalerie.
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Kontakt
IKI Office
Zukunft – Umwelt – Gesellschaft (ZUG) gGmbH
Stresemannstraße 69-71
10963 Berlin
Hintergrund
Die „June Climate Meetings 2026” waren die 64. Tagung des Nebenorgans für wissenschaftliche und technologische Beratung und des Nebenorgans für die Umsetzung (SB 64) der Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen (UNFCCC). Die vom 8. bis 18. Juni in Bonn stattfindende Konferenz diente der Vorbereitung der im Herbst stattfindenden Weltklimakonferenz.