17.05.2024

Wiederherstellung von Waldlandschaften: Ein Schlüssel zur Entwicklung von Klimalösungen

Eine Frau pflanzt einen Baumsetzling.
Gemeinde Guindulman, Provinz Bohol, Philippinen: Eine Mitarbeiterin der Bayong Farmers Association, pflanzt einen Baumsämling.

Erfahren Sie, wie die Wiederherstellung von Wäldern und Landschaften globale Klimaziele in verschiedenen Regionen unterstützt. Die von der IKI unterstützten Initiativen zeigen nachhaltigen Fortschritt und stärken die Gemeinden.

Im globalen Kampf gegen den Klimawandel ist die Wiederherstellung von Wäldern und Landschaften (Forest and Landscape Restoration, FLR) eine zentrale Strategie, nicht nur bei der Wiederbelebung degradierter Flächen, sondern auch bei der Erreichung der nationalen Klimaziele (Nationally Determined Contributions, NDCs) im Rahmen des Pariser Abkommens. Dieser Artikel beleuchtet die Umsetzung von FLR-Initiativen in drei verschiedenen Regionen: den pazifischen Inseln, der Sahelzone und dem Mittelmeerraum, dank der finanziellen Unterstützung durch die Internationale Klimaschutzinitiative (IKI). 

Die pazifischen Inseln

Lokale Gemeinschaften auf den Philippinen und Fidschi haben bereits große Fortschritte erzielt. Die Projekte konzentrierten sich vor allem auf die Verbindung der Wiederaufforstung mit nachhaltigen Landnutzungsaktivitäten wie Landwirtschaft, Agroforstwirtschaft und Ökotourismus. 

Auf den Philippinen wurden 400 Hektar in Bohol und 605 Hektar in Bataan wiederhergestellt. Davon profitierten Hunderte von Haushalten vor Ort direkt, weil sie ein höheres Einkommen aus nachhaltiger Landwirtschaft erzielten, bei der „Cash Crops“ wie Ananas und Bananen angebaut wurden. Darüber hinaus wurde bei diesen Initiativen der Schwerpunkt darauf gelegt, die Bevölkerung einzubeziehen und für die Bedeutung von FLR und nachhaltiger Waldbewirtschaftung zu sensibilisieren. Integriert wurden verschiedene Erhaltungsmaßnahmen wie z.B. die unterstützte Naturverjüngung, der Schutz von Wasserquellen und Maßnahmen wie Bienenzucht und Vanilleanbau, die gleichzeitig als Einnahmequellen dienen. 

Die Sahelzone 

Menschen auf einem Feld in Afrika.
Wiederherstellung von Land im Niger - eine Gruppe auf einem Feld.

Die Initiative "Great Green Wall" in Niger ist ein Beispiel für die Wirksamkeit von kleinen Maßnahmen mit erheblichen sozioökonomischen Auswirkungen. Mit Unterstützung der französischen Globalen Umweltfazilität und der IKI wurden im Rahmen des Projekts kleine Zuschüsse für lokale Gemeinschaften bereitgestellt. So wurden zusätzliche Einkünfte, die Entwicklung von Fähigkeiten und die Stärkung der Selbstbestimmung gefördert. Mit diesen Mitteln wurden der Anbau dürreresistenter Pflanzen und die Anwendung wassersparender Techniken unterstützt, die für Gemeinden wichtig sind, die mit unregelmäßigen Regenfällen, hohen Temperaturen und schlechter Bodenqualität konfrontiert sind. 

Ein herausragender Erfolg war ein Zuschuss an eine Frauenkooperative für die Entwicklung von Moringa. Moringa ist eine klimaresistente Pflanze, die nicht nur die nachhaltige Landwirtschaft unterstützt, sondern auch die Rolle der Frauen als Führungspersönlichkeiten in der Gemeindeentwicklung hervorhebt.

Der Mittelmeerraum

Wald
Blick auf den Maâmora-Wald (Marokko), den größten Korkeichenwald des Mittelmeerraums und Pilotstandort des von der IKI finanzierten Projekts "The Paris Agreement in action".

Im Mittelmeerraum waren Länder wie Libanon und Marokko Vorreiter bei der Anwendung integrierter Bewirtschaftungs- und Wiederherstellungsmethoden für FLR. Die Projekte haben sich darauf konzentriert, den Boden für eine Ausweitung der Wiederherstellung zu bereiten, indem sie günstigere Bedingungen geschaffen und Ad-hoc-Technologien und -Methoden vorgestellt haben, mit denen die nationalen und globalen Wiederherstellungsziele erreicht werden können.

Die biologische Vielfalt hat zugenommen und die Praktiken der nachhaltigen Landwirtschaft (sensu lato) wurden verbessert. Dazu gehören beispielsweise Wiederaufforstung, unterstützte natürliche Regeneration und Beweidung. Eine besondere spielt dabei ein integrierter und partizipatorischer Ansatz.

Im Falle Marokkos stehen die durchgeführten Maßnahmen im Einklang mit den Grundsätzen der neuen Forststrategie, bei der die Beteiligung lokaler Akteure und Interessengruppen Priorität hat. Im Maâmora-Wald, dem größten Korkeichenwald im Mittelmeerraum, haben die nationalen Partner einen partizipativen Managementplan zur Wiederherstellung entwickelt. Ziel dieses Plans ist es, die lokale Bevölkerung über Genossenschaften systematisch in Erhaltungs- und Wiederherstellungsmaßnahmen einzubeziehen, die mit der nationalen Waldstrategie in Einklang stehen.

Ziele umsetzen

Der vielseitige Ansatz, den der Mechanismus zur Wiederherstellung von Wäldern und Landschaften der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) in diesen Regionen verfolgt, zeigt, wie wichtig maßgeschneiderte, lokal angepasste Lösungen für das Erreichen globaler Umweltziele sind. Durch die Unterstützung regionaler Plattformen, die Erleichterung des Wissensaustauschs, den Aufbau lokaler Kapazitäten, die Mobilisierung innovativer Finanzmittel und die Umsetzung nationaler Aktionspläne stellen diese Initiativen nicht nur degradierte Landschaften wieder her, sondern bauen auch widerstandsfähige Gemeinschaften auf, die in der Lage sind, sich den Herausforderungen des Klimawandels zu stellen. Der anhaltende Erfolg dieser Projekte dient als überzeugendes Modell für andere Regionen weltweit und unterstreicht die Notwendigkeit integrierter, auf Gemeinschaften ausgerichteter Umweltstrategien im Rahmen der globalen Klimaagenda.

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Kontakt

IKI Office
Zukunft – Umwelt – Gesellschaft (ZUG) gGmbH
Stresemannstraße 69-71

10963 Berlin

iki-office@z-u-g.org

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