Die Stärkung der Blue Economy im Westindischen Ozean

Grundlage einer nachhaltigen Entwicklung rund um eine ozeanbasierte Wirtschaft ist die Vereinbarkeit mit den Zielen der Biodiversitätskonvention (CBD). Das Projekt treibt deshalb den Schutz und die Stärkung natürlicher Meeresressourcen im westlichen Indischen Ozean in den Partnerländern voran. Mit Meeres- und Küstenplanung, Wiederherstellung von Ökosystemen wie Mangroven sowie der Entwicklung klimaresilienter und nachhaltiger Fischereimethoden zum Wohle der Küstengemeinden stärkt das Vorhaben die Resilienz der Meeresbiodiversität. Es baut dazu Ressourcen und Kompetenzen vor Ort auf, entwickelt Strategien für das Fischereimanagement und Raumordnungspläne für die Umsetzung des SDG 14 (Leben unter Wasser) und der CBD. Zudem unterstützt es die Partnerländer dabei, ihre NDCs hinsichtlich des Schutzes der Meeresbiodiversität anzupassen.

Projektdaten

Länder
Kenia, Seychellen, Tansania
IKI Förderung
7.568.771,00 €
Darin enthaltene Vorbereitungsphase
311.104,00 €
Laufzeit
04/2021 bis 03/2027
Status
laufend
Durchführungs -organisation
The Nature Conservancy (TNC) - International
Politischer Partner
  • Ministry of Agriculture, Livestock and Fisheries - Kenya
  • Ministry of Environment, Climate, Energy and Natural Resources (MACCE) - Seychelles
  • Ministry of Fisheries, Agriculture and Blue Economy - Seychelles
  • Ministry of Mining, Blue Economy and Maritime Affairs - Kenya
  • Vice President’s Office (VPO) - Tanzania
Durchführungspartner
  • Commonwealth Scientific and Industrial Research Organisation (CSIRO) - Tasmania/Australia

Stand der Umsetzung/Ergebnisse

    Kenia:
    • November 2025: TNC veranstaltete mit der kenianischen Regierung und Projektpartnern einen viertägigen Workshop zur Harmonisierung der maritimen Raumplanung (MSP). An dem Workshop nahmen Vertreterinnen und Vertreter von Regierungsbehörden, NGOs, Forschungsinstituten und technischen Beratungspartnern teil.
    • Im Jahr 2025 veröffentlichte TNC eine Studie, die die Evidenzbasis für die Einbeziehung der Mangroven und Seegraswiesen Kenias in die nationalen Klimaschutzverpflichtungen stärkt.
    • September 2025: Auf der Insel Pate wurden sechs von der Gemeinde verwaltete Baumschulen eingerichtet, die mehr als 6.000 Mangroven-Setzlinge produzierten, um die Ausweitung der Renaturierungsmaßnahmen zu unterstützen. Ergänzend zu diesen Bemühungen wurden über 23 Standorte für die gemeindebasierte ökologische Mangrovenrenaturierung (CBEMR) kartiert, wodurch die Genauigkeit der räumlichen Daten verbessert und die Berichterstattung über den Fortschritt der Renaturierung sichergestellt wurde.
    • September 2025: Die Mangroven-Verwaltungsausschüsse der Bezirke (CMMCs) nahmen ihre Arbeit auf, wodurch die Bezirksbehörden nun in der Lage sind, koordinierte und ergebnisorientierte Maßnahmen zum Schutz der Mangroven umzusetzen.
    • September 2025: TNC und Partner aus Regierungsbehörden veranstalteten gemeinsam eine Sitzung zu bestehenden Instrumenten für das Fischereimanagement, darunter FishPath, und tauschten auf dem 13. WIOMSA-Symposium Erfahrungen aus, die im Rahmen des FishPath-Prozesses bei der Hummer- und Tintenfischfischerei gesammelt wurden.
    • Juli 2025: das Projekt organisierte einen Workshop zu den Ergebnissen der Pilotierung von elektronischer Fischereiüberwachung (EM) mit 45 Teilnehmenden aus Industrie, Politik, Fischereimanagement und Wissenschaft in Mombasa.
    • Mai 2025: Der kenianische Fischereimanagementplan und die Fangstrategie für Hummer wurden offiziell im Amtsblatt veröffentlicht, und im Mai 2025 fand eine öffentliche Konsultation statt.
    • Januar 2025: die kenianische Regierung gab eine Bekanntmachung über die Planungsabsicht heraus, in der das Planungsgebiet für den nationalen Meeresraumplanung (MRP) veröffentlicht und der MRP gesetzlich verankert wurde, und veröffentlichte einen Aufruf zur Öffentlichkeitsbeteiligung.
    • November 2024: Eine Schulung zum Aufbau von Kapazitäten zu elektronische Fischereiüberwachung wurde unter Beteiligung des kenianischen Fischereidienstes und weiteren für Fischerei zuständiger Behörden in Kenia abgeschlossen.
    • April 2023: Die Fischereistrategie für die Hummerfischerei in Kenia wurde fertiggestellt.
    • August 2022: Ein Workshop für Interessengruppen zur Umsetzung der Arbeit der Community Forest Associations und der Participatory Forest Management Plans im Tana River Couty wurde abgehalten.
    • Im Rahmen der kenianischen MRP wurden eine Strategie für die Einbeziehung von Interessengruppen und deren Umsetzung, ein Entwurf für Leitlinien für eine strategische Umwelt- und Sozialverträglichkeitsprüfung sowie Anforderungen an den Kapazitätsaufbau entwickelt.
    Tansania:
    • In Tansania wird die Regierung aktiv durch das Projekt bei der Erstellung eines nationalen Meeresraumplans (MRP) unterstützt. Es wurden Workshops zum Kapazitätsaufbau der Regierungsvertretenden organisiert.
    • November 2024: TNC nahm an dem vom Büro des Vizepräsidenten (VPO) und der EU veranstalteten nationalen Dialog über die Politik der blauen Wirtschaft teil, um über die allgemeinen Projektfortschritte zu berichten. Das VPO kündigte die Einrichtung eines speziellen Ausschusses und eines interministeriellen Ausschusses für die blaue Wirtschaft an.
    • Eine Vorstudie zur Machbarkeitsstudie und eine rechtliche, politische und administrative Analyse zum Stand des MRP in Tansania wurde abgeschlossen. An der Studie nahmen über 208 Interessengruppen teil, darunter Entwicklungspartner, wichtige Ministerien und Behörden, Forschungseinrichtungen sowie lokale und internationale Nichtregierungsorganisationen.
    • Im Rahmen der von UNDP organisierten Blue Economy Development Partners Group spielt das IKI Projekt eine zentrale Rolle und arbeitet monatlich Updates zum Stand der Meeresraumplanung in Tansania zu.
    Seychellen:
    • Dezember 2025: erstmals wurde eine Bestandsabschätzung für die Langustenfischerei auf den Seychellen abgeschlossen, diese wird derzeit von der Fischereibehörde der Seychellen überprüft.
    • Oktober 2025: ein nationaler Workshop wurde durchgeführt, um Akteuren der Langustenfischerei Analysen der Langusten-Wertschöpfungskette vorzustellen und Feedback einzuholen.
    • Juni 2025: das neue Gesetz über Fischerei und Aquakultur der Seychellen wurde offiziell im Amtsblatt veröffentlicht und verabschiedet. Das Projekt trug zu dieser Gesetzgebung bei, indem es in den letzten Jahren mehrere Überprüfungen des Gesetzentwurfs durchführte, wobei der Schwerpunkt auf Fischereimanagementplänen und der Ausweisung von Schutzzonen oder Gebieten lag.
    • August 2024: Ein Workshop für Regierungsvertretende, Fischerinnen und Fischer zur Datenerfassung im Rahmen der nachhaltigen Überarbeitung der Planung für die Hummerfischerei wurde durchgeführt.
    • Mai 2024: Die Fischereibehörde der Seychellen wird bei der Einführung des EM für Langleinschiffe unterstützt.
    • Eine Schulung zum Aufbau von Kapazitäten zur elektronischen Fischerei Überwachung (EM) wurde mit der Fischereibehörde der Seychellen (SFA) umgesetzt.
    • August 2023: in einem Workshop mit der Fischereibehörde der Seychellen wurden Vereinbarungen über neue Fischereiverordnungen und ein Rahmenwerk für Fischerlizenzen für die Krabbenfischerei beschlossen.

Letzte Aktualisierung:
04/2026

Legende:

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Meldungen zum Projekt

Eine Gruppe von Menschen fährt in einem schmalen blauen Kanu über einen ruhigen Fluss, umgeben von dichter, grüner Vegetation. Zwei Männer stehen und stoßen das Boot mit langen Holzstangen vorwärts, während andere Personen sitzen und sich umschauen. Auf der Wasseroberfläche schwimmt ein großer Baumstamm.
09.08.2025

Anerkennung, Schutz und Stärkung indigener und lokaler Gemeinschaften

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