Entwicklung ökosystembasierter Lösungen für das Management der Biodiversitätslandschaft in Bhutan

Der Weißbauchreiher ist eine stark gefährdete Art und wird in vielen seiner traditionellen Heimatgebiete im östlichen Himalaya nicht mehr gesichtet. Die Lebensräume des Kaiserreihers in Bhutan in den Flussgebieten des Punatsangchhu and Mangdechhu sind durch den Bau großer Wasserkraftwerke und andere Entwicklungsaktivitäten degradiert und bedroht. Das Projekt etabliert aufbauend auf ökosystembasierten Lösungen geeignete Schutzansätze und -maßnahmen, um die Lebensräume wiederherzustellen und zu erhalten. Durch ein verstärktes Engagement der Gemeinden und die Etablierung von ökosystembasierten Anpassungsoptionen für den Lebensunterhalt, werden Ökosystemdienstleistungen innerhalb des Verbreitungsgebiets sowie die Lebensgrundlagen der lokalen Gemeinschaft verbessert. Die im Projekt gewonnenen Erkenntnisse und Erfahrungen in Bezug auf ökosystembasierten und gemeinschaftsbasierten Schutz und Anpassung werden für die Anwendung auf andere Landschaften in Bhutan und ähnliche Gebiete in anderen Himalaya-Ländern weitergegeben.

Projektdaten

Länder
Bhutan
IKI Förderung
3.687.239,00 €
Laufzeit
07/2021 bis 06/2026
Status
laufend
Durchführungs -organisation
Royal Society for Protection of Nature (RSPN) Bhutan
Politischer Partner
  • Ministry of Agriculture and Livestock (MoAL) - Bhutan
  • Ministry of Energy and Natural Resources (MoENR) (Bhutan)
  • Ministry of Finance - Bhutan
  • Ministry of Industry, Commerce and Employment (MoICE) - Bhutan

Stand der Umsetzung/Ergebnisse

  • Die Schulung der die Zählungen für die ESRAM-Bewertung durchführenden Personen fand vom 16.09.2021 bis 17.09.2021 statt (www.rspnbhutan.org/…).
  • Der technische ESRAM-Bericht, der Bericht zur Bewertung der biologischen Vielfalt und die ESRAM-Studienprotokolle sind fertiggestellt und wurden veröffentlicht.
  • Am 02.09.2021 fand ein Projekt-Auftakttreffen auf nationaler Ebene statt, zur Information und Verbesserung der Koordination zwischen den Stakeholdern (www.rspnbhutan.org/…). Über die Eröffnungsveranstaltung berichteten die nationale Zeitung (Kuensel) und der Bhutan Broadcasting Service, das nationale Rundfunkmedienhaus (kuenselonline.com/…, www.bbs.bt/…).
  • Bis heute Wiederherstellung von degradierten Flächen in den Lebensräumen des Weißbauchreihers (WBH) in sechs Bezirken auf einer Fläche von 54,9 Hektar unter Einbeziehung von kommunalen Waldgruppen und Privatpersonen.
  • Sieben gemeindebasierte Baumschulen wurden in fünf Distrikten (Punakha, Tsirang, Dagana, Trongsa, Zhemgang) aufgebaut.
  • Im Berichtszeitraum 2021–2025 schwankte die Population des Weißbauchreihers in Bhutan zwischen einem Tiefststand von 22 Individuen im Jahr 2021 und einem Höchststand von 29 Individuen im Jahr 2025.
  • Für das Monitoring des WBH werden nun Drohnen eingesetzt. Der Einsatz von Drohnen zur Erfassung der Art und ihrer Nester erwies sich als praktikabel und verbesserte die Datenerhebung und Untersuchungen. Im Rahmen dieser jährlichen Bestandserhebung des WBH konnte mithilfe einer Drohne ein neues Nest entdeckt werden.
  • Zwei Lebensräume des WBH innerhalb des Projektgebiets wurden in Zusammenarbeit mit dem Department of Forest and Park Services zu Key Biodiversity Areas (KBA) erklärt. Die Gesamtfläche der KBA beträgt 15,4 km².
  • Vier Naturlehrpfade und Campingplätze mit Basiseinrichtungen wurden in der WBH-Landschaft entwickelt (Berti nature trail in Zhemgang District; Sunkosh nature trail in Tsirang District; Bara Gumti nature trail in Dagana District and Kabjisa Hoka Tsho nature trail in Punakha District).
  • Ein Training zu Beherbergung in Gastfamilien wurde unter Teilnahme von 66 Personen aus den Gemeinden (34 Frauen und 32 Männer) durchgeführt.
  • 62 dörfliche Herbergen bei Gastfamilien in sechs Distrikten wurden unterstützt. Die Gesamtzahl der vom Ministerium für Tourismus (DoT) zertifizierten Privatunterkünfte ist bis heute auf 33 gestiegen.
  • Die Richtlinien und das Handbuch für Gastfamilien wurden in Absprache mit dem Durchführungspartner, dem DoT überarbeitet.
  • Vom Ministerium für Tourismus (DoT) gebilligte und veröffentlichte nationale Richtlinien für Privatunterkünfte in Dörfern.
  • Sechs Werbevideos zum Ökotourismus (einschließlich der Dzongkhag-Version), in denen die entwickelten Ökotourismus-Angebote und Sehenswürdigkeiten vorgestellt werden, wurden produziert und veröffentlicht.
  • Umsetzung eines Training of trainers (ToT) Programms in den Bereichen Nachernte, Schädlings- und Krankheitsbekämpfung sowie Lebensmittelverarbeitung für die landwirtschaftlichen Beraterinnen und Berater.
  • Schulungen über Anpflanzungen, Erntetechniken, Boden- und Schädlingsbekämpfung sowie ökologischen Landbau mit 418 Teilnehmenden (176 Männer und 242 Frauen) wurden durchgeführt.
  • 15 ländliche Wasserversorgungsprojekte (RWSS) wurden abgeschlossen und versorgen über 600 Haushalte in der Landschaft des WBH mit zuverlässigem und sicherem Trinkwasser. Die RWSS-Projekte unterstützen die Gemeinden bei der Anpassung an den Klimawandel durch ein angemessenes Management der Wasserressourcen, beispielsweise durch das Management von Quellgebieten, die Wiederbelebung von Wasserquellen und die Einführung von Wassersicherheitsplänen.
  • Schulung von Ausbilderinnen und Ausbildern zum Thema gemeinschaftliches Wasserressourcenmanagement an den Standorten der ländlichen Wasserversorgungssysteme (Rural Water Supply Schemes, RWSS). Insgesamt wurden 33 Personen (25 Männer und 8 Frauen) geschult.
  • 28 Kommunalbeamte aus dem Gebiet des WBH wurden im Bereich ländliches Unternehmertum geschult. Diese Schulung diente der Förderung ländlicher Unternehmen in den Bereichen Imkerei, Fischerei und Anbau hochwertiger Nutzpflanzen.
  • Entwicklung und Veröffentlichung eines Leitfadens zur Wiederherstellung des WBH Lebensraums in Zusammenarbeit mit der Abteilung für Forest and Park Services, Hydropower und Green Bhutan Corporation derzeit in Erstellung.
  • Zehn gemeindebasierte Gruppen zur Bewältigung von Mensch-Wildtier-Konflikten und zur Kompensation von Ernteausfällen wurden in der Projektlandschaft eingerichtet.
  • Im August 2023 wurden 17 Mensch-Wildtier-Konflikt-Gruppen (14 männliche und 3 weibliche) aus 4 HWC-Standorten in Bezug auf die HWC-Gruppenmanagement-Mechanismen und das Erntekompensationsprogramm geschult.
  • In Zusammenarbeit mit der lokalen Verwaltung wurden Elektro- und Solarzäune installiert, um Probleme im Zusammenhang mit Konflikten zwischen Mensch und Wildtieren (HWC) an der Basis anzugehen. Die Initiative umfasste insgesamt 650 Acres (2,6 km²) Ackerland in 17 Gemeinden, die klimafreundliche Landwirtschaft betreiben.
  • Das Tool „EarthRanger“ wurde eingeführt, um den WBH und andere damit verbundene Arten zu monitoren. Die täglichen Beobachtungen der Mitglieder der lokalen Naturschutz-Unterstützungsgruppe (LCSG) und der Förster werden nun über das Tool erfasst, was die Echtzeit-Datenerfassung und das Artenmonitoring verbessert.
  • Bei einem Besuch des Austauschprogramms in Indien wurden die Erkenntnisse und Erfahrungen aus der Umsetzung des IKI-Projekts zur Rettung des WBH ausgetauscht. Neben dem Wissensaustausch wurde eine ausführliche Diskussion über die Ausweitung eines ähnlichen Schutzansatzes auf der regionalen Ebene geführt. Die Naturschutzorganisationen in Indien einigten sich darauf, einen Aktionsplan zum Schutz des WBH zu entwickeln.
  • Durchführung des WBH Conservation - Education, awareness & advocacy Programms unter Teilnahme von bislang 513 Personen (165 Männer und 348 Frauen).

Letzte Aktualisierung:
04/2026

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