H2-diplo - Decarbonization Diplomacy

Um die Erderwärmung auf 1,5°C zu beschränken, muss der Ausstoß von Treibhausgasen verringert werden. Dazu bedarf es einer Abkehr von fossilen Energien, wie Erdöl, Erdgas oder Kohle. Eine Schlüsselrolle in Sektoren mit schwer reduzierbaren Emissionen, wie der Chemie- oder Metallindustrie, spielt dabei grüner Wasserstoff, der aus erneuerbaren Energien erzeugt wird. Das Projekt berät seine Partnerländer dazu, grünen Wasserstoff für die Dekarbonisierung und die Diversifizierung ihrer Volkswirtschaften zu nutzen. Durch Beratungsleistungen und Dialogformate, die von Wasserstoff-Diplomatie-Büros in Angola, Kasachstan, Kenia, Kolumbien, Nigeria, Saudi-Arabien und der Ukraine durchgeführt werden, wird der Aufbau von klimaneutralen Wertschöpfungsketten unterstützt. Zudem widmet sich H2-diplo geopolitischen Fragestellungen des internationalen Markthochlaufs von grünem Wasserstoff auf dem Weg zu einer klimaneutralen Weltwirtschaft.

Projektdaten

Länder
Angola, Kolumbien, Kasachstan, Kenia, Nigeria, Saudi-Arabien, Ukraine
IKI Förderung
15.000.000,00 €
Laufzeit
11/2023 bis 09/2026
Status
laufend
Durchführungs -organisation
Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH
Politischer Partner
  • Ministry of Foreign Affairs of Ukraine

Stand der Umsetzung/Ergebnisse

    Globalkomponente
    • Weitere Schärfung des inhaltlichen Fokus auf Geopolitik der Energiewende u.a. durch jährliche Ausrichtung des Future Forum Green Hydrogen im AA (3/2026) und durch Ausrichtung des Dekarbonisierungsdialogs in Madrid zum Thema “Geopolitics meets Green Transition“ (11/25). Weitere Dialoge in Zusammenarbeit mit Auslandsvertretungen in Portugal (3/2026) und der Türkei sind aktuell in Vorbereitung: Ausrichtung einer hochrangigen Studienreise („Female Leaders of Energy Transition“, 09/2025) für weibliche Führungskräfte aus Energie- und Klimabereich aus neun Partnerländern nach Berlin und Bonn, mit Terminen u.a. im Bundestag, AA und im UN Klimasekretariat.
    Angola
    • Beratung der Partnerregierung bei Erstellung nationaler und sektoraler Dekarbonisierungskonzepte; Fazilitierung eines interministeriellen H2-Councils; Ausrichtung der Deutsch-Angolanischen Wasserstoffsymposia; Kooperationsvereinbarung mit Umweltministerium zur vertieften Zusammenarbeit in Klimafragen und zu UNFCCC COP-relevanter Prozessen.
    Kasachstan
    • Unterstützung des Energieministeriums bei Entwicklung und Umsetzung des erneuerten nationalen H2-Konzepts durch Koordinierung und Beratung. Fokus u. a. auf lokalen Anwendungsfällen für grünen H2 (z. B. in Raffinerien).
    • Regionalfokus: Inhaltliche und koordinierende Unterstützung des tadschikischen Energieministeriums bei Entwicklung eines H2-Programms als erste Grundlage für nationale H2-Wirtschaft im Land. H2-diplo-Ausrichtung des regionales Decarbonization Diplomacy Forums mit Vertreter*innen aus Europa, Zentralasien und dem Südkaukasus.
    Kenia
    • Beratung zur Umsetzung der kenianischen H2-Strategie, z. B. durch Events zu lokalen Nutzungspfaden oder zu Privatsektorengagement; oder durch Studienreisen und Delegationsbeteiligungen (Africa Climate Summit 9/25; Global African Hydrogen Summit 9/25).
    • Institutionelle Unterstützung des kenianischen Wasserstoffsekretariats und Beratung des kenianischen Ministeriums für Investitionen, Handel und Industrie (MITI) zu grünem H2 für die Industrialisierung Kenias (seit 9/2025).
    • Implementierung von Regionalaktivitäten durch Grant Agreement mit East African Centre of Excellence for Renewable Energy and Efficiency (EACREEE), u. a. umfassende H2/PtX-Regionalstudie.
    Kolumbien
    • Ausrichtung von Veranstaltungen und Seminaren zum Kapazitätsaufbau, u. a. durch: Online-Training zu H2-Wertschöpfungsketten von grünem Wasserstoff in Zusammenarbeit mit der Dreieckskooperation für grünen Wasserstoff und Geothermie (Kolumbien, Honduras und El Salvador).
    • Kapazitätsaufbau im Bereich umweltfreundlicher Düngemittel für Universitäten, den öffentlichen Sektor und Verbände.
    • Koordinierung von Arbeitsgruppen zum Thema Düngemittel mit Vertretern des öffentlichen und privaten Sektors zur Ermittlung und Beseitigung entsprechender Studie identifizierten Hindernissen.
    • Studie zu Regulierungsvorschlägen aktuell in Finalisierung; Ausrichtung von Konsultationsworkshops mit relevanten Stakeholdern (10 + 11/2025).
    • Ausrichtung des ersten strategischen Dialogs zur Dekarbonisierung des maritimen Sektors hin zu einem grünen Schifffahrtskorridor zwischen Kolumbien, Panama und der EU (10/2025, Panama-Stadt).
    Nigeria
    • Unter Koordination von H2-diplo wurde eine interministerielle Arbeitsgruppe zur Reduktion von Fackelgas gegründet. H2-diplo-Diskussionspapier analysiert Lücken in der Umsetzung von bestehenden Gesetzen zum Verbot von Fackelgas und gibt Handlungsempfehlungen.
    • Die mit H2-diplo-Unterstützung gegründete interministeriellen Arbeitsgruppe stellte vom 26-27. 11.2025 in Abuja während des H2-Symposiums die erste nationale H2-Strategie vor.
    • Über einen Finanzierungsvertrag mit der lokalen NGO “Girls and Women Technological Empowerment Organisation” wurde im Berichtszeitraum ein Training für junge Mädchen in STEM sowie ein ToT zu H2 und PtX durchgeführt.
    Oman
    • Stärkung der bilateralen Zusammenarbeit durch die Organisation und fachliche Begleitung hochrangiger Veranstaltungen, darunter Event von H2-Global auf Oman Sustainability Week.
    • Beratung des Ministry of Energy and Minerals zu strategischen Fragestellungen der Energiewende, u. a. durch Fachinputs zu deutschem Strommarktdesign.
    • Fachlicher Input im Technical Committee zentraler nationaler Energiewende-Formate (z. B. IEEE Energy Transition Conference; Green Hydrogen Summit Oman).
    • Begleitung hochrangiger int. Delegationen mit dt. Beteiligung, z. B. von BW-Umweltministerin Thekla Walker (04/2025), mit dem Ziel, Kooperationsfelder im Bereich grüner Wasserstoff und nachhaltige Logistik auszuloten.
    Saudi-Arabien
    • Verstärkter Fokus auf Ausbau der klimapolitischen Zusammenarbeit mit Partnerseite, u. a. durch Analysen und Dialoge zu UNFCCC- und Energiewendethemen, z. B. Erstellung einer Studie zur Skill-Gap im Bereich Erneuerbare Energien („Powering the Transition”) und Launch-Event mit Anwesenheit des dt. Botschafters (07/2025) sowie einem Webinar zum Stand der Bekämpfung des Klimawandels nach der COP30 (12/2025).
    Ukraine
    • Partnerunterstützung bei Beantwortung strategischer Fragen zum Aufbau einer nationalen H2-Wirtschaft. Fokus zukünftig auf technischer Unterstützung bei der Analyse von Exportpotentialen sowie dekarbonisierte Wertschöpfungsketten. Unterstützung des Wissenstransfers und nationalen Austausches durch Dialogformate (in Kooperation mit AHK) zum generellen Potential von grünen wasserstoffbasierten Wertschöpfungsketten.
    • Technische Unterstützung, z. B. durch Studie zum Potential grüner Wertschöpfungsketten in Kooperation mit IKI-Projekt „Promoting of Green Deal Readiness in the European Partnership Countries“.
    • Förderung eines inklusiven H2-Diskurses in der UKR durch Kooperation + Trainingsangebote mit und für Frauennetzwerk im Energiesektor.

Letzte Aktualisierung:
05/2026

Legende:

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