Kolumbien: Schutzgebiete und Frieden

Landnutzungs- und -eigentumskonflikte gefährden zahlreiche Ökosysteme in Kolumbien. Eine Verringerung oder Lösung/Transformation der Konflikte trägt daher nicht nur zum Frieden, sondern auch zum Schutz der Biodiversität bei. Das Projekt trägt dazu bei, Landkonflikte zu verringern oder zu lösen/transformieren und verbessert somit das Management von Schutzgebieten. Das Vorhaben identifiziert Ursachen der Entwaldung und führt ein System zur Überwachung von Entwaldung ein. Zudem stärkt es Pläne für eine nachhaltige Landnutzung, verbessert Kapazitäten zur Konfliktlösung und erarbeitet Lösungsansätze. Durch den Dialog mit Bäuerinnen und Bauern stärkt es die institutionellen Rahmenbedingungen für Schutzgebiete . Ergänzend mobilisiert das Projekt öffentliche und private Gelder für Biodiversitätsschutz und setzt diese ein. Parallel dazu verbessert es die Lebensbedingungen der Kleinbäuerinnen und -bauern sowie der Landlosen vor Ort und leistet somit einen Beitrag für den Erhalt des Friedens.

Projektdaten

Länder
Kolumbien
IKI Förderung
4.018.000,00 €
Laufzeit
07/2019 bis 12/2023
Status
laufend
Politischer Partner
  • Ministry of Environment and Sustainable Development (MADS) - Colombia
  • Parques Nacionales Naturales de Colombia
Durchführungspartner
  • World Wide Fund for Nature (WWF) - Colombia

Stand der Umsetzung/Ergebnisse

  • Informationsbeschaffung und Überwachung: Bislang wurden die Überwachungskapazitäten der teilnehmenden Gruppen in den Nationalparks Chiribiquete, Picachos, Macarena und Alto Fragua - Indi Wasi (AFIW) gestärkt. Es wurden sechs Überwachungssysteme entwickelt, eines für jedes teilnehmende Schutzgebiet. Vier Schutzgebiete wurden mit Überwachungsgeräten ausgestattet, und die lokalen Überwachungsberichte werden unter Beteiligung der Gemeinden erstellt.
  • Kapazitätsaufbau, Dialoge und Naturschutzvereinbarungen: In den Nationalparks Picachos, AFIW, Chiribiquete, Sumapaz und Macarena wurden fünf Prozesse zum Kapazitätsaufbau konzipiert, die derzeit abgeschlossen werden, an denen lokale Gemeinden, Vertreter der Umweltbehörden und von Basisorganisationen teilnehmen. Außerdem wurden zwei Schulungsreisen zum Thema Meliponikultur durchgeführt. Im Gegenzug wurden 53 Schutzvereinbarungen mit den beteiligten Familien geschlossen.
  • Bis heute wurden 181 Flächennutzungsplanungen durchgeführt. Darüber hinaus wurden die unternehmerischen Fähigkeiten von sieben ausgewählten Unternehmen gestärkt, von denen fünf bereits über einen Marktzugang und definierte Investitionspläne verfügen. Zwei von ihnen haben Handelsvereinbarungen für den Export von Kakao an die Confiserie Dengel in Deutschland geschlossen, wobei 30 Tonnen im Jahr 2021 und 30 Tonnen im August 2022 exportiert werden sollen. Schließlich ermöglichte das Projekt die Freigabe von 64.640 Hektar in Konflikt mit dem Gesetz 2ª Zonen in der El Pato - Balsillas Campesino Reserve Zone.
  • Eine digitale Plattform zur Messung der Auswirkungen und zur Verbindung von Investoren mit Naturschutzprojekten für Herencia Colombia wurde entwickelt und die Strategie zur Einbindung des Privatsektors und der Investoren wurde umgesetzt.
  • Eine Projektdelegation, bestehend aus dem Koordinations- und Technikteam des WWF Kolumbien sowie zwei Vertretenden des Kakaoproduzentenverbandes des AFIW-Nationalparks und einer Leiterin der Campesino-Reservezone El Pato - Balsillas, reiste vom 11. bis 18. Juni nach Deutschland. Auf dem Programm stand auch die Präsentation der Ergebnisse bei der ZUG in Berlin.

Letzte Aktualisierung:
12/2022

Legende:

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