Schutz des Orinoco-Flussbeckens in Kolumbien durch die Integration von Ökosystemdienstleistungen in die regionale Entwicklungsplanung - TEEB

Das komplexe Ökosystem der Orinoco-Flusslandschaft ist in weiten Teilen noch unberührt. Es bietet eine einzigartige Biodiversität und erbringt Ökosystemleistungen von zentraler Bedeutung für die Bevölkerung Kolumbiens. Die sich ausbreitende agroindustrielle Produktion berücksichtigt den Wert der Ökosystemleistungen bisher nicht ausreichend und gefährdet die ökologische Stabilität der Region. Das Projekt stärkte die Ressourcen und Kompetenzen von Schlüsselakteuren für die Bewertung von Ökosystemleistungen. So sollen Entscheidungsträger den Wert von Ökosystemleistungen erkennen können, sie bei politischen Entscheidungen berücksichtigen und in regionale Entwicklungsplanungen integrieren. Die Projektarbeit leistete so einen relevanter Beitrag zur Umsetzung der nationalen Biodiversitätspolitik, der Aichi-2020-Ziele und des NAP.

Projektdaten

Länder
Kolumbien
IKI Förderung
3.500.000,00 €
Laufzeit
09/2018 bis 08/2022
Status
abgeschlossen
Durchführungs -organisation
Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH
Politischer Partner
  • Ministry of Environment and Sustainable Development (MADS) - Colombia
Durchführungspartner
  • Alexander von Humboldt Institute on Research for Biological Resources
  • Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung GmbH (UFZ)
  • Ministry of Environment and Sustainable Development (MADS) - Colombia

Stand der Umsetzung/Ergebnisse

  • Das Projekt ist abgeschlossen.
  • drei Vereinbarungen für die nachhaltige Sicherstellung des Biodiversitätsmonitoring-Systems wurden getroffen
  • Experteninnen und Experten sowie Einheimische erfassten 271 Vogel- und 70 Säugetierarten im Rahmen des letzten Biodiversitätsmonitorings und bestimmten damit den Zustand der Artenvielfalt im Pumadreieck, einem Gebiet von großer ökologischer Bedeutung im Departamento Meta www.youtube.com/…
  • Zwei Bienenschutzabkommen mit wurden mit Verbänden in Vichada unterzeichnet
  • Der zweite virtuelle Austausch zur Cashew-Wertschöpfungskette in Zusammenarbeit mit ghanaischen Partnern stieß auf viel positive Resonanz www.youtube.com/…
  • Mit Vertreterinnen und Vertretern von Politik, Nichtregierungsorganisationen, Privatsektor und anderen wichtigen Akteurinnen und Akteuren wurden bedeutende Leistungen von Ökosystemen für die Menschen identifiziert, die mit den Galeriewäldern (Nahrungsmittel, Rohstoffe und Erholung), Savannenlandschaften (Wasser und Habitat) und Boden (Nahrungsmittel, Tiernahrung) zusammenhängen.
  • Außerdem wurden gemeinsam mit den Umsetzungspartnern die Schwerpunktthemen/-sektoren bestimmt: Beratung der Planungs- und Raumordnungsprozesse, nachhaltige Viehwirtschaft und Cashew-Anbau.
  • Bei der Erstellung der subnationalen Entwicklungspläne wurden die Regional- (Gobernaciones) und Lokalregierungen (Alcaldias) vom Projekt beraten, um den Erhalt der Biodiversität und der Ökosystemleistungen zu verankern. In der Umsetzung werden die Mandatsträger ebenfalls weiterhin unterstützt, etwa durch Schulungen zur ökologischen Struktur, um die Raumplanung der Region zu stärken sowie durch die Förderung nachhaltiger Produktionssysteme und das Management der biologischen Vielfalt.
  • Das Vorhaben konnte Biodiversitätsaspekte in die munizipalen Entwicklungspläne für die Jahre 2020-2023 von fünf Gemeinden und zwei Departamentos (Vichada und Meta) sowie in zwei Programmen zur landwirtschaftlichen Expansion (Programas de Extension Agrícola (PDEA) verankern. Bei der Ausweitung von landwirtschaftlichen Flächen müssen Biodiversität und Ökosystemleistungen berücksichtigt werden und dies ist nun gesetzlich verankert.
  • Die Datenerhebung und -weiterverarbeitung des Biodiversitätsmonitoring für die Projektregion gemeinsam mit dem kolumbianischen Humboldtinstitut wurde verbessert.
  • Die lokale Bevölkerung wurde zur Inwertsetzung von Ökosystemleistungen am Beispiel der Bestäubung geschult und dadurch über die Wichtigkeit der Leistungen der Natur für die Menschen sensibilisiert.
  • Im September 2021 fand der IUCN-Weltkongress in Frankreich statt. Gemeinsam mit dem Umweltforschungszentrum (UFZ) stellte die GIZ die durch das Projekt entwickelte Methodik vor, Policy-Instrumente zum Schutz von Ökosystemleistungen zu gestalten.
  • Es fand ein Austausch von Erfahrungen und Erfolgen in der Cashew-Wertschöpfungskette zwischen Brasilien-Kolumbien-Ghana statt. An der ersten Veranstaltung einer Reihe von Austauschformaten nahmen 150 Personen teil.

Letzte Aktualisierung:
12/2022

Legende:

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