Stärkung der Widerstandsfähigkeit von Landschaften gegen das Auftreten von Zoonosen durch die Konsolidierung von Naturschutzsystemen in Zentralasien
Zoonosen wie Covid-19 bedrohen die Gesundheit der Menschen weltweit. Das Projekt beugt weiteren Zoonosen vor, indem es die Ausweitung und Verbesserung von Schutzgebieten unterstützt. Dabei umfasst es die drei Kernkomponenten: gebietsbezogener Naturschutz, Artenmanagement und Schutz der Gesundheit von Mensch und Umwelt durch gute Regierungsführung. Zudem führt das Projekt verschiedene Aktivitäten in den Bereichen Krankheitsüberwachung, Kommunikation und Wissensaustausch sowie Umwelt- und Gesundheitspolitik durch. Lokale Partner, Regierungs- und Nichtregierungsorganisationen, Facharbeitsgruppen und lokale Gemeinschaften, darunter auch marginalisierte und durch den Klimawandel und den Ausbruch von Krankheiten besonders gefährdete Gruppen, sind an der Arbeit des Projektes beteiligt. Jede Maßnahme zielt darauf ab, einen koordinierten und fundierten Wandel vor Ort zu bewirken.
- Länder
- Kasachstan, Kirgisistan, Tadschikistan, Turkmenistan, Usbekistan
- IKI Förderung
- 11.032.937,00 €
- Laufzeit
- 07/2022 bis 12/2029
- Status
- laufend
- Durchführungs -organisation
- International Union for Conservation of Nature (IUCN) - Regional Office for Eastern Europe and Central Asia (ECARO)
- Politischer Partner
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- Committee of Environmental Protection of the Republic – Tajikistan
- Ministry of Agriculture and Environmental Protection - Turkmenistan
- Ministry of Ecology, Environmental Protection and Climate Change of the Republic of Uzbekistan
- Ministry of Ecology and natural resources of the Republic of Kazakhstan
- Ministry of Natural Resources, Ecology and Technical Supervision – Kyrgyzstan
- Durchführungspartner
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- CAMP Alatoo - Kyrgyzstan
- Inst. of Zoology of the Academy of Sciences of the Republic of Uzbekistan
- Institute of Zoology of Kazakhstan
- Michael-Succow-Foundation / Michael Succow Stiftung
- Secretariat of Convention on the Conservation of Migratory Species of Wild Animals (CMS) - Deutschland
- Tajikistan Nature Foundation (TNF)
- UNEP World Conservation Monitoring Centre (WCMC)
- Zoological Society of London (ZSL) - United Kingdom
Stand der Umsetzung/Ergebnisse
- Das zweite 1Health4Nature-Webinar fand am 9. Dezember 2025 statt mit 233 Anmeldungen und 116 Teilnehmenden. Es brachte Praktiker*innen, politische Entscheidungsträger*innen und Forschende aus Zentralasien zusammen. Inhaltlicher Fokus lag darauf, wie OECMs zum Erhalt der biologischen Vielfalt und zur Umsetzung des Globalen Biodiversitätsrahmens (GBF) beitragen und gleichzeitig den One-Health-Ansatz unterstützen kann (iucn.org/…)
- Während des IUCN-Weltnaturschutzkongresses hob die Sitzung „Artenüberwachung für den Naturschutz und die Prävention zoonotischer Krankheiten in Zentralasien“ (11. Oktober 2025) hervor, wie neue Technologien und Feldansätze die Überwachung wildlebender Tiere unterstützen, helfen neu auftretende zoonotische Risiken zu identifizieren und Prävention im Rahmen des One-Health-Ansatzes stärken.
- Die 1Health4Nature-Sitzung auf dem Kongress „Die Rolle der Gemeinschaften im Naturschutz im Rahmen des One-Health-Ansatzes“ (12. Oktober 2025) hob die Rolle lokaler Gemeinschaften beim Schutz der Ökosysteme und der menschlichen Gesundheit hervor. Hirten, Ranger und Gemeindemitglieder tragen zur Früherkennung von Umwelt- und Gesundheitsrisiken bei, stärken die Biosicherheit und unterstützen ein nachhaltiges Ökosystemmanagement. (iucn.org/…)
- 12/2025 verabschiedete die Regierung Kasachstans das „Konzept zur Erhaltung und nachhaltigen Nutzung der biologischen Vielfalt für 2026–2035“, mit dem der nationale politische Rahmen und Aktionsplan für den Schutz der biologischen Vielfalt festgelegt wurde, der vom Ministerium für Ökologie und natürliche Ressourcen koordiniert wird. Expertinnen und Experten der IUCN trugen durch Beiträge zur Integration des „One Health“-Ansatzes, Stärkung des Gesamtrahmens und Angleichung an internationale Best Practices trugen zum politischen Entscheidungsprozess bei.
- Vom 26. bis 28. August 2025 veranstaltete das IUCN-Zentralasien-Projekt seine jährliche Koordinierungssitzung am Institut für Zoologie (Kasachstan) mit Partnern aus ganz Zentralasien. Auf der Sitzung wurden die Fortschritte bei der Verwaltung von Schutzgebieten, der Überwachung der biologischen Vielfalt und der Prävention zoonotischer Krankheiten überprüft, der IUCN-Green-List-Prozess durch erste PCA-Bewertungen vorangetrieben und die Notwendigkeit harmonisierter Protokolle zur Artenüberwachung hervorgehoben. Die WHO, die WOAH und die FAO nahmen online teil, um Methoden und Ergebnisse der Überwachung zoonotischer Krankheiten in Kasachstan zu erörtern.
- Bis Ende 2025 initiierte das Projekt die Überwachung von 21 Arten und Artengruppen an Pilotstandorten in ganz Zentralasien und erarbeitete Basisdaten zu Populationen, Lebensräumen, Bedrohungen und Wechselwirkungen zwischen Mensch und Nutztieren, um den Artenschutz und die Prävention zoonotischer Risiken zu unterstützen.
Letzte Aktualisierung:
06/2026
Relationen zum Projekt
Legende:
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